Die Geschichte der JF


25 Jahre Junge FreiheitDas Buch zur JF:

25 JAHRE JUNGE FREIHEIT
Eine deutsche Zeitungsgeschichte

344 Seiten, 150 ganzseitige Bildtafeln, durchgehend farbige und s/w Abbildungen, gebunden, Großformat

Die Geschichte der JUNGEN FREIHEIT in Kurzform

1986

Im Juni erscheint die erste Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT (JF) in Freiburg im Breisgau. Sie ist eine Gründung des damals 19jährigen Gymnasiasten Dieter Stein.

1988

Nachdem die JF anfangs eher den Charakter einer Schüler- oder Jugendzeitung mit politischem Anspruch hatte, verfolgt sie nun das Konzept einer Studentenzeitung. In mehreren Dutzend Universitätsstädten wird die JF über Verteiler gratis unter die Studenten gebracht.

1990

Die JF erscheint nun im sogenannten “Berliner Zeitungs-Format” im Rollenoffset-Verfahren und hat den Sprung an die Kioske gewagt. Im Juni gründen zehn Autoren und Redakteure der Zeitung die “JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH”.

1993

Der Entschluß zur Wochenzeitung ist gefallen. Zur Stärkung der Kapitalbasis wird die Gründung einer Kommanditgesellschaft beschlossen und unter den Lesern der JF für die Zeichnung von Anteilsscheinen geworben. Im Juli erfolgt der Umzug von Redaktion und Verlag nach Berlin.

1994

Am 21. Januar erscheint die erste Ausgabe der JF als Wochenzeitung. Der Start findet ein deutschlandweites und auch ausländisches Presseecho.

Spektakuläre Angriffe von Extremisten auf die neue unabhängige Zeitung sorgen für Aufsehen. Sie gipfeln im Dezember in einem durch Linksterroristen verübten Brandanschlag auf die JF-Druckerei in Weimar. Sachschaden: 1,5 Mio. DM.

In einem aufsehenerregenden “Appell für die Pressefreiheit” solidarisieren sich Prominente von links bis rechts mit der JF: Daniel Cohn Bendit, Peter Gauweiler, Thomas Schmid und andere unterschreiben.

Wegen dieses Brandanschlags wird die Bundesrepublik erstmals seit der Wiedervereinigung im Jahresbericht des Internationalen Presseinstituts (IPI) London erwähnt.

1995

Der Philosophieprofessor Günter Zehm, einst Feuilleton-Chef und stellvertretender Chefredakteur der “Welt”, veröffentlicht ab Januar seine inzwischen legendäre wöchentliche “Pankraz”-Kolumne in der JF, die zuvor zwei Jahrzehnte lang in der “Welt” und im “Rheinischen Merkur” erschienen war.

1996

Am 9. November startet die JF im Internet. Seitdem ist sie unter www.jungefreiheit.de weltweit zu erreichen.

1997

In einem höchst umstrittenen Akt behauptet das SPD-regierte Land Nordrhein-Westfalen in seinem Verfassungsschutzbericht, es gebe “tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht auf rechtsextreme Bestrebungen” in der JF. Der Alleingang eines Bundeslandes schlägt Wellen. Die willkürliche Auflistung der JF im NRW-Verfassungsschutzbericht, ohne auch nur einen hinreichenden Verdacht zu haben, ist ein Skandal.

Die JUNGE FREIHEIT wehrt sich umgehend mit allen juristischen Mitteln gegen den verantwortungslosen Umgang mit der Meinungs- und Pressefreiheit. Vertreten durch den ehemaligen Chefankläger der Bundesrepublik Deutschland, Generalbundesanwalt a.D. Alexander von Stahl, streitet die JF in diesem beispiellosen Prozeß gegen das Land NRW im Rahmen einer Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht.

NRW wird für sein Vorgehen massiv kritisiert. FOCUS-Chefredakteur Helmut Markwort kommentierte die Einschränkung der Pressefreiheit durch das Land NRW folgendermaßen: “Ich sehe eine Tendenz, daß man rechte Positionen immer mit rechtsextremen in einen Topf wirft. Für mich ist die JUNGE FREIHEIT ein Medium, das innerhalb des demokratischen Systems steht.” Und: “Der Verfassungsschutz in NRW beobachtet alles, was nicht auf dem linken Flügel der SPD beheimatet ist.”

1999

Die JF boykottiert als zunächst einzige überregionale Zeitung die am 1. August 1999 eingeführte Rechtschreibreform und bleibt bei der traditionell bewährten Rechtschreibung. Die FAZ wird ein Jahr später dem Beispiel der JF folgen.

2000

Die JUNGE FREIHEIT stellt ihr Zeitungsformat um auf das größere ”Nordische Format” (wie FAZ und “Die Zeit”) und erscheint mit einer vierfarbigen Titelseite. Carl Gustaf Ströhm, von 1972-1999 Osteuropakorrespondent der Tageszeitung “Die Welt”, stößt als Kolumnist zur JF.

2001

Aus Gründen “politischer Hygiene” kündigt die zu fast 100 Prozent staatseigene Postbank seit August 2000 einigen, von ihr als „rechtsradikal“ angesehenen Organisationen das Geschäftskonto. Am 5. Januar 2001 trifft es auch die JF. Eine unerwartete Flut an spontanen Beschwerden und privaten Kontenkündigungen von JF-Lesern und Sympathisanten bei der Postbank ist die Folge. In einem „Appell an die Pressefreiheit“ wenden sich namhafte Unterzeichner wie der Chefredakteur des FOCUS, Helmut Markwort, der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Admiral a. D. Dieter Wellershoff oder der Kölner Soziologe Prof. Dr. Erwin K. Scheuch, gegen den Versuch der Postbank, die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der JF aus politischen Gründen zu gefährden. Bereits wenige Stunden nach Veröffentlichung des Appells lenkt die Postbank ein und erklärt die Kündigung für gegenstandslos.

2002

In einer großen “Abo-Kampagne 2002″ wirbt die JF innerhalb von acht Monaten über 1800 neue Abonnenten hinzu. Der Ausbau der Zeitung kann gegen den Abwärtstrend der Pressebranche fortgesetzt werden.

2004

Der bekannte Publizist Peter Scholl-Latour lobt zum zehnjährigen Bestehen als Wochenzeitung den Kurs der Zeitung und erklärt: “Die JF bedeutet für mich, daß es noch unabhängige Geister in der deutschen Medienlandschaft gibt und Journalisten, die das Risiko eingehen, gegen den Strom zu schwimmen.”

Die JUNGE FREIHEIT verleiht im Dezember erstmals den nach dem legendären ZDF-Moderator benannten “Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten” in Zusammenarbeit mit der Witwe, Ingeborg Löwenthal. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird fortan alljährlich an herausragende Nachwuchsjournalisten verliehen. Ein “Gerhard-Löwenthal-Preis für Publizistik” ehrt Persönlichkeiten für ihr Lebenswerk. Die Träger des Ehrenpreises waren bislang: Herbert Fleissner (2004), Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing (2005), Elisabeth Noelle-Neumann (2006) und Wolf Jobst Siedler (2007).

2005

Die JUNGE FREIHEIT führt ein neues Logo ein, das die Quadriga des Brandenburger Tores mit der Kuppel des Reichstages verbindet.

Das Bundesverfassungsgericht erklärt in einer aufsehenerregenden Entscheidung die Praxis des NRW-Verfassungsschutzes für verfassungswidrig. Alle Urteile gegen die JUNGE FREIHEIT werden aufgehoben. Nach zehnjährigem Rechtsstreit hat sich die JUNGE FREIHEIT damit durchgesetzt! Lesen Sie die damalige Pressemitteilung der JF.

Die FAZ schrieb dazu: „Die Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT (…) hat vor dem Bundesverfassungsgericht einen juristischen Erfolg über das nordrhein-westfälische Landesamt für Verfassungsschutz erstritten. (…) Verwunderlich ist dabei nur, daß die allzeit wache deutsche Intelligenz den Fall nicht entschiedener zu ihrer Sache gemacht hat.“

2006

Nachdem die Anmeldung der JF zur Leipziger Buchmesse von der Messeleitung mit der Begründung abgelehnt wurde, durch einen Auftritt der JF werde der „ordnungsgemäße Ablauf“ der Messe gefährdet, solidarisieren sich über 1.500 Bürger und namhafte Vertreter aus Medien, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, darunter der ehemalige FAZ-Herausgeber und Historiker, Joachim C. Fest, der Chefredakteur des FOCUS, Helmut Markwort, die Schriftsteller Eckard Henscheid, Rolf Hochhuth und Frederick Forsyth und der Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944, Philipp Freiherr von Boeselager, in einem „Appell für die Pressefreiheit“ mit der JF. Kurz darauf lenkt die Messeleitung ein.

Die Frage der Pressefreiheit, ein Grundthema der JF, wird zu einem zentralen Thema dieser Buchmesse.

2007

Der Redakteur der JF, Marcus Schmidt, wird Mitglied der Bundespressekonferenz e.V. (BPK)

Ein Artikel Gabriele Kubys zur Broschüre „Körper, Liebe, Doktorspiele – Ratgeber zur kindlichen Sexualerziehung von 1. bis 3. Lebensjahr“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in der JF 27/07 über die in dieser Broschüre propagierte frühkindliche Sexualisierung führt zu einer Welle der Empörung. Die gesamte Auflage der JF-Ausgabe 27/07 ist binnen kurzem vergriffen. In der Folge dieser Berichterstattung läßt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die anstößige Broschüre aus dem Verkehr ziehen.

Am 15. November startet die JUNGE FREIHEIT mit völlig neu gestalteter Internet-Präsenz.

Am 24. November verleiht die JUNGE FREIHEIT den “Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten” erstmals in Kooperation mit der “Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung” (FKBF).

2008

Seit Januar wird die Auflage der JF wie alle großen Zeitungen von der unabhängigen Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) geprüft. Im Dezember liegt die Aboauflage der Zeitung bei 14.403 Exemplaren.

2009

Im April startet die JF ihren überarbeiteten Internetauftritt mit noch mehr tagesaktuellen Meldungen. Ab Mai erscheint die Zeitung durchgängig vierfarbig. Im Dezember veranstaltet die JF ihr erstes Jungautoren-Seminar.

2010

Ab Oktober erscheint die JF mit neuer Optik und einem auf 24 Seiten erweiterten Umfang. Sie trägt jetzt den Untertitel „Wochenzeitung für Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissen und Debatte“ und erscheint in vier statt bisher zwei „Büchern“ (Zeitungsteilen).

2011

Die JF feiert ihr 25jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum erscheint Ende Mai die umfangreiche Sonderbeilage „Eine deutsche Zeitungsgeschichte“, für Juli ist zudem das Buch „Der Freiheit eine Gasse – 25 Jahre JF“ angekündigt. Die Aboauflage ist im Mai auf den Höchststand von 17.060 Exemplaren gestiegen.