Joachim Kuhs
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Grenzkriminalität
 

Grenzkriminalität: Gubens Bürgermeister für Preis nominiert

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Ortschild von Guben: Bürger stellen sich hinter die Forderung nach Grenzkontrollen Foto: ortstafel.org

GUBEN. Der Bürgermeister von Guben, Klaus-Dieter Hübner (FDP), soll für seine Forderung nach der Wiedereinführung von Grenzkontrollen mit dem „Goldenen Apfel“ ausgezeichnet werden. Das zumindest wünschen sich mehrere Einwohner der an der Grenze zu Polen gelegenen brandenburgischen Stadt.

Mit seiner Forderung habe er vielen von ihnen aus dem Herzen gesprochen und auf Probleme hingewiesen, die sonst unter den Teppich gekehrt würden, heißt es laut der Nachrichtenagentur dapd in der Begründung für die Nominierung. 

Im Juli hatte Hübner für Aufsehen gesorgt, als er öffentlich forderte, insbesondere nachts verdächtige Personen an der Grenze zu kontrollieren. Dies sei zur Abschreckung nötig, da die enorme Zunahme von Diebstahl inzwischen die lokale Wirtschaft und die Entwicklung des Tourismus gefährde. Der Oberbürgermeister von Frankfurt/Oder, Martin Wilke (parteilos), hatte sich damals von dieser Forderung distanziert, jedoch erklärt, daß er die Sorge seines Amtskollegen teile.

Verein setzt sich für regionale Interessen ein

Mit dem „Goldenen Apfel“ zeichnet der Verein Marketing und Tourismus Guben (Mut) jedes Jahr in der Obstbau-Region einen Bürger für besonderes Engagement aus. Eine Jury entscheidet über Vorschläge der Bürger. Der Verein versteht sich als Zusammenschluß von Wirtschaftsunternehmen, „der sich stellvertretend für die kulturellen, touristischen, ökonomischen und regionalen Interessen der Bürger und Bürgerinnen der Stadt Guben und des Umlandes einsetzt“. (FA)

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