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Kandidatur als Parteivorsitzender: Kubicki will FDP-Chef werden – Dürr zieht zurück

Kandidatur als Parteivorsitzender: Kubicki will FDP-Chef werden – Dürr zieht zurück

Kandidatur als Parteivorsitzender: Kubicki will FDP-Chef werden – Dürr zieht zurück

Der neugewählte FDP-Bundesvorsitzende Christian Dürr (vorne) gratuliert Wolfgang Kubicki zu seiner Wiederwahl zum stellvertretenden Parteivorsitzenden beim 76. Ordentlichen Bundesparteitag der FDP. Beim ersten Parteitag der Freien Demokraten nach dem Scheitern bei der Bundestagswahl soll über den weiteren Kurs und eine neue Parteispitze abgestimmt werden.
Der neugewählte FDP-Bundesvorsitzende Christian Dürr (vorne) gratuliert Wolfgang Kubicki zu seiner Wiederwahl zum stellvertretenden Parteivorsitzenden beim 76. Ordentlichen Bundesparteitag der FDP. Beim ersten Parteitag der Freien Demokraten nach dem Scheitern bei der Bundestagswahl soll über den weiteren Kurs und eine neue Parteispitze abgestimmt werden.
Wolfgang Kubicki umarmt den Noch-FDP-Chef Christian Dürr: Kampfkandidatur erwarten. Foto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Kandidatur als Parteivorsitzender
 

Kubicki will FDP-Chef werden – Dürr zieht zurück

Wolfgang Kubicki will es noch einmal wissen. Der 74jährige kündigt seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der FDP an – und prompt zieht Noch-Parteichef Dürr zurück. Die Partei steuert dennoch auf eine Kampfabstimmung zu.
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BERLIN. Wolfgang Kubicki hat seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz angekündigt (lesen Sie hier eine JF-Analyse zu Kubicki). „Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen“, schrieb der 74jährige auf dem Kurznachrichtendienst X. „Deutschland wartet nicht auf eine FDP, die sich in akademischen Diskussionen verzettelt, sondern auf eine, die dieses Land groß gemacht hat: klar im politischen Inhalt und ebenso klar in der Sprache. Für die Freiheit.“

Deshalb wolle er den Delegierten seiner Partei im Mai „ein Angebot machen, bei dem sie sicher sein können: Ich werde alles tun, die Partei wieder erfolgreich zu machen“. Als Generalsekretär wünschte sich Kubicki den derzeitigen Geschäftsführer der liberalkonservativen Denkfabrik R21, Martin Hagen, der zuvor Landeschef der Liberalen in Bayern war, bis diese aus dem Landtag ausschieden. „Die FDP muss zurück in die Erfolgsspur“, schrieb der 44jährige auf X. Kubicki sei für diesen Job „genau der Richtige“.

Schlechte Aussichten für die Landtagswahlen im September

Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr, der mit dem Rest des Bundesvorstands nach der Wahlschlappe in Rheinland-Pfalz seinen Rücktritt erklärte (JF berichtete), hatte erst angekündigt, wieder zu kandidieren. Zog nun allerdings zurück. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass die FDP wieder erfolgreich sein wird“, sagte Dürr der dpa. „Die Voraussetzung ist eine geschlossene Formation. Ich leiste meinen Beitrag dazu, unterstütze Wolfgang Kubicki und werde nicht antreten.“

Die FDP ist derzeit noch in sechs von 16 Landtagen vertreten. Darunter auch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, wo im September Wahlen anstehen. Aktuelle Umfragen sehen die Partei in beiden Ländern unter der Fünf-Prozent-Hürde. Auch im Bundestag ist die FDP seit ihrem Ausscheiden mit 4,3 Prozent im vergangenen Jahr nicht mehr vertreten. (ho)

Wolfgang Kubicki umarmt den Noch-FDP-Chef Christian Dürr: Kampfkandidatur erwarten. Foto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
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