BERLIN. Wolfgang Kubicki hat seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz angekündigt (lesen Sie hier eine JF-Analyse zu Kubicki). „Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen“, schrieb der 74jährige auf dem Kurznachrichtendienst X. „Deutschland wartet nicht auf eine FDP, die sich in akademischen Diskussionen verzettelt, sondern auf eine, die dieses Land groß gemacht hat: klar im politischen Inhalt und ebenso klar in der Sprache. Für die Freiheit.“
Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen.
Deutschland wartet nicht auf eine FDP, die sich in akademischen Diskussionen verzettelt, sondern auf eine, die dieses Land groß gemacht hat: klar… pic.twitter.com/eeC0e3oXm4— Wolfgang Kubicki (@KubickiWo) April 4, 2026
Deshalb wolle er den Delegierten seiner Partei im Mai „ein Angebot machen, bei dem sie sicher sein können: Ich werde alles tun, die Partei wieder erfolgreich zu machen“. Als Generalsekretär wünschte sich Kubicki den derzeitigen Geschäftsführer der liberalkonservativen Denkfabrik R21, Martin Hagen, der zuvor Landeschef der Liberalen in Bayern war, bis diese aus dem Landtag ausschieden. „Die FDP muss zurück in die Erfolgsspur“, schrieb der 44jährige auf X. Kubicki sei für diesen Job „genau der Richtige“.
Schlechte Aussichten für die Landtagswahlen im September
Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr, der mit dem Rest des Bundesvorstands nach der Wahlschlappe in Rheinland-Pfalz seinen Rücktritt erklärte (JF berichtete), hatte erst angekündigt, wieder zu kandidieren. Zog nun allerdings zurück. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass die FDP wieder erfolgreich sein wird“, sagte Dürr der dpa. „Die Voraussetzung ist eine geschlossene Formation. Ich leiste meinen Beitrag dazu, unterstütze Wolfgang Kubicki und werde nicht antreten.“
Die FDP ist derzeit noch in sechs von 16 Landtagen vertreten. Darunter auch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, wo im September Wahlen anstehen. Aktuelle Umfragen sehen die Partei in beiden Ländern unter der Fünf-Prozent-Hürde. Auch im Bundestag ist die FDP seit ihrem Ausscheiden mit 4,3 Prozent im vergangenen Jahr nicht mehr vertreten. (ho)





