SCHLEIFE/BERLIN. Die Amadeu Antonio Stiftung hat sich von den beiden linksextremen Frauen distanziert, die einer Schulklasse von 14- und 15jährigen der Oberschule Schleife homosexuelle Pornographie im Unterricht gezeigt hatten (JF berichtete). Der Pressesprecher der Stiftung, Lorenz Blumenthaler, sagte dazu: „Nach aktuellem Stand gehen wir davon aus, dass es im Rahmen des Workshops zu einem Vorfall gekommen ist, der nicht unseren Qualitätsstandards entspricht.“ Ein anderer Sprecher betonte, die Amadeu Antonio Stiftung habe „umgehend reagiert und die Förderung gestoppt“, wie die Sächsische Zeitung berichtet. Jetzt gelte es, den Vorfall aufzuklären.
Zudem betonte der Sprecher, die beiden Frauen, die sich für „nonbinär“ halten, gehörten nicht zur Stiftung, sondern zum Projekt „Mutige Jugendliche in Ostsachsen finden Perspektiven“. Dieses Projekt sei von der Stiftung bis Juni dieses Jahres mit einem niedrigen dreistelligen Betrag gefördert und verschiedenen Schulen in der Region angeboten worden. Inzwischen sei es gestoppt worden.
Wie die Leipziger Volkszeitung und die Sächsische Zeitung übereinstimmend berichten, handelt es sich bei den homosexuellen Pornobildern um Darstellungen aus dem Schweizer Magazin „Queer Sex – Whatever The Fuck You Want!“. Dort sind Männer beim Geschlechtsverkehr zu sehen, auch Anleitungen für die Verwendung von Gleitgel werden dort publiziert. Das Magazin ist explizit mit einer Altersbeschränkung ab 18 Jahren versehen.
Schulleiter zeigt Verständnis für wütende Eltern
Der Schulleiter Jan Rehor zeigte sich schockiert über den Vorfall. „Die Anleiterinnen hatten ihr Projekt völlig anders angekündigt“, betonte er gegenüber der Sächsischen Zeitung. „Es sollte um Mut- und Hoffnungslosigkeit unter Jugendlichen angesichts aktueller Krisen gehen.“ Das Angebot habe ihn im Januar erreicht, bislang habe er gute Erfahrungen mit Schulprojekten von Vertretern der Amadeu Antonio Stiftung gemacht. Als er von dem Vorfall gehört hat, habe er „sofort reagiert und das Theaterprojekt gestoppt“. In einem Brief an die Eltern der betroffenen Kinder habe er geschrieben, die beiden Frauen seien von ihm gekündigt worden.

Auch habe er die Sache umgehend an das Landesamt für Schule und Bildung gemeldet.
Kultusminister fordert Aufklärung von der Amadeu Antonio Stiftung
Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) sprach gegenüber der Leipziger Volkszeitung und der Sächsischen Zeitung von einem „ungeheuerlichen Vorgang“ und zeigte Verständnis für den Ärger der Eltern. „Ich bin dankbar, dass die Schule so schnell reagiert und das Projekt umgehend abgebrochen hat.“ Die Amadeu Antonio Stiftung müsse „sicherstellen, dass Formate und Inhalte ihrer Angebote inhaltlich kritisch geprüft werden, damit so etwas nicht noch einmal vorkommen kann“.
Hintergrund ist ein Projekttag an der Oberschule Schleife, bei dem zwei selbsternannte Nonbinäre den minderjährigen Schülern homosexuelle Pornos und Anti-AfD-Propaganda gezeigt haben, die JUNGE FREIHEIT hatte zuerst darüber berichtet. Inzwischen ermittelt die Polizei gegen die beiden Frauen, außerdem fordert die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag eine Ausschusssitzung am 22. April, bei der das Thema aufgearbeitet werden soll. AfD-Bundeschef Tino Chrupalla sprach sich gegenüber dieser Zeitung dafür aus, NGOs nicht mehr an Schulen zuzulassen. (st)






