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Streit in Berlin: Bund gibt Millionen aus, um Autobahnbeleuchtung abzuschalten

Streit in Berlin: Bund gibt Millionen aus, um Autobahnbeleuchtung abzuschalten

Streit in Berlin: Bund gibt Millionen aus, um Autobahnbeleuchtung abzuschalten

Die Autobahn A100 in Berlin.
Die Autobahn A100 in Berlin.
Sparmaßnahme oder Kostenverursacher? In Berlin sollen die Autobahnlaternen ausgeknipst werden. Foto: picture alliance/dpa | Soeren Stache
Streit in Berlin
 

Bund gibt Millionen aus, um Autobahnbeleuchtung abzuschalten

Für den Klimaschutz? Die Autobahn GmbH will die Beleuchtung an einer Strecke in der Hauptstadt ausstellen – und dafür einen Millionenbetrag aufwenden. Der Berliner Senat sorgt sich um die Sicherheit.
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BERLIN. Der Bund hat 8,1 Millionen Euro eingeplant, nur um die Beleuchtung der A100 in Berlin abzuschalten. Die Autobahn GmbH möchte dadurch unter anderem weniger CO2 ausstoßen, wie der Tagesspiegel berichtet. Zusätzlich könnten durch die Umstellung schätzungsweise „circa 1,2 Millionen Euro Strom- und Unterhaltungskosten jährlich eingespart“ werden, erklärte eine Sprecherin der GmbH.

Die Kosten setzen sich demnach wie folgt zusammen: Allein das Abschalten der Beleuchtung soll 1,1 Millionen Euro kosten. Die restlichen sieben Millionen Euro werden dafür genutzt, die Strecke an die neuen Lichtverhältnisse anzupassen. So sollen die Fahrbahnbeläge örtlich begrenzt erneuert und die Sichtbarkeit der Fahrbahnmarkierungen verbessert werden, führte die Sprecherin aus. Der Millionenbetrag ist bereits im Bundeshaushalt als „Verkehrswegeinvestitionen des Bundes“ eingeplant.

Mehr Verkehrsunfälle?

Die Autobahn GmbH und das Land Berlin streiten bereits seit vergangenem Jahr über die Maßnahme. 2021 übernahm die Bundesgesellschaft die Zuständigkeit für die A100 und dementsprechend auch die Kosten der Beleuchtung. Anfang 2025 begann sie damit, die ersten Laternen auszuschalten. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt widersprach dieser Maßnahme. Laut ihr ist auf einem Großteil der Strecke die Unfallwahrscheinlichkeit ohne Licht zu hoch. Zudem beschwerte sich die Senatsverkehrsverwaltung über die Kommunikation der Autobahn GmbH: „Wir wussten davon nichts.“

Daraufhin entschieden sich Bund und Land, vorerst keine weiteren Laternen auszuschalten und eine Einigung zu finden. Die Sprecherin der Autobahngesellschaft kündigte an, dass im Sommer „Auswertungen der Verkehrsunfallstatistik in Zusammenarbeit mit der Polizei“ erfolgen sollen. Danach werde es weitere Abstimmungen mit dem Bundesministerium für Verkehr und dem Land Berlin geben. (mas)

Sparmaßnahme oder Kostenverursacher? In Berlin sollen die Autobahnlaternen ausgeknipst werden. Foto: picture alliance/dpa | Soeren Stache
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