BERLIN. Berliner Polizisten haben am Mittwoch den Syrer Khalaf A. festgenommen. Gegen A. wird wegen Beihilfe zum versuchten Mord und zur gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Gegen den Syrer lag ein Haftbefehl vor, weil er mit dem verurteilten Attentäter Wassim Al M. In Kontakt stand, der am 21. Februar vergangenen Jahres am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin einen spanischen Touristen mit einem Messer angegriffen und lebensbedrohlich verletzt hatte (JF berichtete).
Der Generalbundesanwalt wirft dem am Mittwoch festgenommenen A. vor, den Täter ermutigt zu haben, „sein Vorhaben umzusetzen“.
Syrer reiste gezielt nach Berlin
Der 20jährige Syrer Al M. war für die Tat wegen versuchten Mordes und versuchter Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vom Berliner Kammergericht zu einer Haftstrafe von 13 Jahren verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Täter gezielt aus Leipzig nach Berlin gefahren war, um im Namen des Islamischen Staats zu töten. Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig.
Der nun festgenommene A. soll noch am Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden – dieser entscheidet auch über eine mögliche Untersuchungshaft für den Syrer. (st)






