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Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel unterhalten sich vor Beginn einer Fraktionssitzung Anfang Juli Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa

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Union sackt im Deutschlandtrend ab

BERLIN. Die Unionsparteien sind im ARD-Deutschlandtrend auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung abgesackt. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl könnten CDU und CSU laut der Erhebung mit 29 Prozent rechnen. Das ist ein Minus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche und ein Rückgang um fast vier Prozentpunkte im Vergleich zur Bundestagswahl im September 2017.

Während die SPD unverändert bei 18 Prozent liegt, erreicht die AfD mit 17 Prozent (plus einen Punkt) einen neuen Rekordwert. Die Grünen erhielten demnach unverändert 15 Prozent, die Linkspartei gewinnt einen Punkt hinzu auf neun Prozent; der FDP würden sieben Prozent der Wähler ihre Stimme geben (minus ein Punkt).

Mehrheit der Deutschen hält Rassismus für ein großes Problem

Die Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA vom Beginn dieser Woche bestätigte diesen Trend. Auch dort kam die Union auf 29 und die SPD auf 18 Prozent. Die AfD sieht INSA bei 17,5 Prozent, die Linkspartei bei 10,5, die Grünen bei zwölf und die FDP bei neun Prozent.

Nach der Debatte um die Rassismusvorwürfe des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Mesut Özil fragte infratest dimap diesmal auch nach Rassismus in der Gesellschaft. Für die Mehrheit der Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund ist Rassismus laut Deutschlandtrend ein großes Problem. So sehen das 68 Prozent der Menschen mit und 63 Prozent der Bürger ohne Migrationshintergrund. Bei den AfD-Anhängern teilen diese Meinung 37 Prozent. Aus der Befragung geht nicht hervor, ob mit Rassismus auch Feindseligkeiten gegen Autochtone gemeint sind. (tb)

Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel unterhalten sich vor Beginn einer Fraktionssitzung Anfang Juli Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa
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