LAUSSITZ. Ein 16 Jahre alter Ukrainer hat in Sachsen für einen Polizeieinsatz in einer Regionalbahn gesorgt. Der Jugendliche soll zunächst mit einem Begleiter verbotswidrig Gleise überquert, anschließend eine Zugbegleiterin bedrängt und schließlich einen Lokführer angegriffen haben.
Der Vorfall ereignete sich zwischen Ottendorf-Okrilla und Laußnitz. Nach Angaben der Bundespolizei hatte die Zugbegleiterin die beiden Jugendlichen fotografiert, nachdem sie über die Gleise gelaufen waren. Im Zug sollen die beiden daraufhin die Frau bedrängt haben.
Zeuge konnte den Ukrainer stoppen
Als der Lokführer seiner Kollegin zu Hilfe kam, soll der 16jährige auf ihn losgegangen sein. Laut Bundespolizei schlug er dem Bahnmitarbeiter ins Gesicht, drückte ihn zu Boden und trat auf ihn ein. Ein 23 Jahre alter Fahrgast griff schließlich ein und setzte Tierabwehrspray gegen den Angreifer ein. Dabei wurden auch der Lokführer, die Zugbegleiterin und ein weiterer Reisender an Augen und Atemwegen verletzt.
Der Ukrainer flüchtete nach dem Angriff. Beamte stellten ihn später in einem nahe gelegenen Waldstück. Er war den Angaben zufolge alkoholisiert. Bei ihm fanden die Polizisten ein verbotenes Messer. Anschließend wurde er seiner Mutter übergeben. Auch der Begleiter des 16jährigen war betrunken. Er wurde kurze Zeit später von der DB-Sicherheit aufgegriffen und dem Jugendnotdienst übergeben. (rr)







