Birgit Kelle: Will sich nicht mehr alles bieten lassen Foto: dpa
Einstweilige Verfügung

Birgit Kelle erringt juristischen Sieg gegen den „Spiegel“

DÜSSELDORF. Die Publizistin Birgit Kelle hat eine einstweilige Verfügung gegen das Nachrichtenmagazin Der Spiegel erwirkt. Dies berichtet das Onlinemagazin nrwjetzt.de. Künftig ist es der Zeitschrift demnach untersagt, zu behaupten, in einer Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung sei mit Zitaten von Kelle belegt worden, „daß und wie weit die Partei AfD in die Wählerschaft der Union eingedrungen sei, daß es in der Kirche lautstarke und ultrakonservative Seilschaften gebe, die Verschwörungstheorien verbreiteten, Angst vor Überfremdung schürten und in einem Kreuzzug gegen Homosexuelle die Nähe Putins suchten“.

Laut dem Bericht gebe es in der Studie derartige Zitate von Kelle nicht. Kelle zeigte sich gegenüber der JUNGEN FREIHEIT erfreut über ihren juristischen Erfolg. „In Deutschland ist viel von der Meinungsfreiheit gedeckt. Aber falsche Tatsachenbehauptungen kann ich nicht tolerieren.“ Es sei der Punkt gekommen, „wo ich mir nicht mehr alles bieten lasse“. Wenn es um Beschimpfungen gehe, könne sie mittlerweile jeden Tag einen Anwalt einschalten.

Sie sei zudem nicht mehr bereit, dies hinzunehmen. Künftig wolle sie gegen solche Unterstellungen intensiver vorgehen. Sollte der Spiegel gegen die Verfügung verstoßen, droht dem Magazin ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro. (ho)

Birgit Kelle: Will sich nicht mehr alles bieten lassen Foto: dpa

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