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Alle Infos, alle Fakten: Endergebnis: CDU und Grüne im Landtag gleichauf | AfD mit West-Rekord | Linke vor FDP

Alle Infos, alle Fakten: Endergebnis: CDU und Grüne im Landtag gleichauf | AfD mit West-Rekord | Linke vor FDP

Alle Infos, alle Fakten: Endergebnis: CDU und Grüne im Landtag gleichauf | AfD mit West-Rekord | Linke vor FDP

Die Spitzenkandidaten der Grünen, Cem Özdemir, der CDU, Manuel Hagel, und der AfD, Markus Frohnmaier (v.l.n.r.). Foto: Picture Alliance / Montage JF. Alle Infos im JF-Liveticker
Die Spitzenkandidaten der Grünen, Cem Özdemir, der CDU, Manuel Hagel, und der AfD, Markus Frohnmaier (v.l.n.r.). Foto: Picture Alliance / Montage JF. Alle Infos im JF-Liveticker
Die Spitzenkandidaten der Grünen, Cem Özdemir, der CDU, Manuel Hagel, und der AfD, Markus Frohnmaier (v.l.n.r.). Foto: Picture Alliance / Montage JF
Alle Infos, alle Fakten
 

Endergebnis: CDU und Grüne im Landtag gleichauf | AfD mit West-Rekord | Linke vor FDP

Laut Endergebnis erhalten Grüne und CDU gleich viele Parlamentssitze. Die SPD ist knapp drin, FDP und Linke draußen. Und wie schnitten BSW, Werte-Union und Freie Wähler ab? Alle Ergebnisse im JF-Liveticker.
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02:20 Uhr: Nach scheinbar endlosem Auszählen ist es so weit: Das vorläufige amtliche Endergebnis liegt vor. Die Grünen sind bei den Zweitstimmen knapp vor der CDU stärkste Kraft geworden, im Landtag liegen beide Parteien jedoch gleichauf. Die AfD holt das bisher beste Wahlergebnis in einem westdeutschen Bundesland und überbietet damit die 18,4 Prozent aus Hessen vom Oktober 2023. Die SPD erleidet das schlimmste Debakel, das sie jemals bei einer Landtagswahl erzielt hat. Und die FDP ist nun auch in ihrem Stammland aus dem Parlament gewählt worden.

Trotz gleicher prozentualer Anteile liegt die Linke bei den abgegebenen Stimmen mit 1.463 Stimmen vor der FDP. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,6 Prozent.

Bei den Erststimmen, die über die Direktkandidaten in den Wahlkreisen entscheiden, liegt die CDU (34,3 %) deutlich vor den Grünen (25,5 %). Die AfD holte auch hier wie bei den Zweitstimmen 18,8 Prozent.

In dem Vierparteien-Parlament liegen CDU und Grüne laut Landeswahlleiter mit jeweils 56 Sitzen gleichauf. Dahinter folgen die AfD mit 35 und die SPD mit zehn Abgeordneten .

Damit verabschieden wir uns vom Live-Ticker, danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen eine gute Nacht. Ab morgen früh, 5 Uhr sind wir mit aktuellen Analysen zur Baden-Württemberg-Wahl wieder für Sie da – darunter sind Texte über die Verlierer SPD und FDP sowie ein Interview mit Jörg Meuthen, dem Spitzenkandidaten der Werte-Union: Gibt die Kleinpartei nach dem Debakel nun auf?

22:15 Uhr: Die AfD hat in Mannheim ihr einziges Direktmandat gewonnen: Ihr Kandidat Bernhard Pepperl holte im Wahlkreis Mannheim I 22,3 Prozent der Erststimmen und distanzierte damit knapp Lennart Christ (CDU) und Chris Rihm (Grüne), die auf 21,7 bzw. 21,6 Prozent kommen.

21.30 Uhr: Fast wirkt es, als habe Winfried Kretschmann seinem möglichen Nachfolger schon vorab ein Stück Amtsinsignie überlassen. Als der heutige Ministerpräsident 2011 seinen historischen Wahlsieg feierte, trug er eine weiße Krawatte mit Streifen in Grün, Türkis und Blau. Fünfzehn Jahre später steht Cem Özdemir nach seinem eigenen Triumph mit identischem Muster vor den Kameras. Ob Zufall oder bewusste Anspielung – die modische Übergabe scheint damit bereits erfolgt, die politische könnte bald folgen.

Cem Özdemir 2026 (r) und Winfried Kretschmann 2011 jubelnd: Krawattenübergabe vor Amtsübergabe. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod /// picture alliance/dpa | Uwe Anspach
Cem Özdemir 2026 (l) und Winfried Kretschmann 2011 jubelnd: Krawattenübergabe vor Amtsübergabe. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod /// picture alliance/dpa | Uwe Anspach

21.23 Uhr: Özdemir gewinnt seinen Wahlkreis Stuttgart I deutlich. Dort gehen – Stand 21:04 Uhr – 47 Prozent der Erst- und 50 Prozent der Zweitstimmen an die Grünen. 23,7 Prozent der Erststimmen in diesem Wahlkreis entfallen auf die zweitplatzierte CDU, bei den Zweitstimmen sind es 19,6 Prozent.

21.14 Uhr: Wird es noch einmal knapp? In der jüngsten Hochrechnung der ARD schmilzt der Abstand der Grünen auf die CDU auf 0,6 Prozent. Die AfD legt weiter zu und steht bei 18,7 Prozent. Das wäre ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl im Westen. Die SPD scheint mit 5,6 Prozent sicher im kommenden Landtag. FDP und Linkspartei werden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

20.53 Uhr: AfD-Chefin Weidel sorgt in den Sozialen Medien teilweise für Empörung, teilweise auch für Belustigung. In einer hitzigen Diskussion in der ARD wendet sie sich an SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und sagt: „Es wäre schön, wenn ich hier auch ausreden dürfte, weil Sie haben ja gerademal fünf Prozent eingefahren. Sie sind ja, glaube ich, von der SPD. Ich habe Sie irgendwie noch nie gesehen, aber ich glaube, Sie sind von der SPD, nicht wahr?“

20.42 Uhr: Bereits in zwei Wochen, am 22. März, geht das Superwahljahr in die nächste Runde. Dann wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Wahltag. AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger sagte mit Blick auf das Ergebnis in Baden-Württemberg, es sei „ein klares Signal. Der Wunsch nach politischer Veränderung wächst“. Es komme nun darauf an, „diesen Wunsch auch in Rheinland-Pfalz in eine klare Entscheidung zu verwandeln“. Die Bürger wollten „Sicherheit, wirtschaftliche Vernunft und eine Politik, die wieder die Interessen des eigenen Landes in den Mittelpunkt stellt“.

20.34 Uhr: Die AfD konnte als einzige Partei von allen anderen Parteien Wähler für sich gewinnen, wie eine Analyse der ARD zeigt. Insgesamt 195.000 Nichtwähler gaben ihr dieses Mal ihre Stimme. 65.000 ehemalige CDU-Wähler entschieden sich dieses Mal für die Weidel-Partei, ebenso wie 60.000 FDP-Anhänger. Von der SPD wanderten 30.000 Wähler zur SPD, von den Grünen kamen 25.000, von der Linkspartei 10.000.

20.25 Uhr: CDU-Landeschef Hagel schließt ein Amt als Ministerpräsident mit der AfD als Juniorpartner kategorisch aus. „Für mich ist kein Amt der Welt so wichtig, dass ich mich mit Stimmen der AfD dort hineinwählen lasse“, sagte er dem SWR. Das komme für ihn „nicht in Frage“, auch wenn es „die rechnerische Möglichkeit gibt“.

20.18 Uhr: FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki geht mit seinen Parteifreunden – vor allem dem Bundesvorstand – hart ins Gericht. „Dass die FDP nun in ihrem Stammland Baden-Württemberg den Einzug in den Landtag offenbar nicht geschafft hat, ist ein Menetekel. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass von der Bundesebene überhaupt kein Rückenwind gekommen ist“, sagte der 74jährige der Bild-Zeitung.

20.07 Uhr: Neue Hochrechnung der ARD, Stand 19:59 Uhr. Die Grünen sind mit 30,4 Prozent Wahlsieger, jedoch schmilzt der Abstand auf die CDU, die bei 29,7 Prozent liegt. Die AfD verbessert sich inzwischen auf 18,6 Prozent, die SPD kommt auf 5,6 Prozent. Die FDP verpasst mit 4,4 Prozent wohl erstmals dein Einzug in den Landtag von Baden-Württemberg, auch die Linkspartei wird mit 4,3 Prozent voraussichtlich nicht einziehen.

20.03 Uhr: Die Stimmung ist super, hört die JUNGE FREIHEIT aus verschiedenen AfD-Kreisverbänden. Daniel Lindenschmid, Listenplatz 4 und Direktkandidat in Backnang, sagte, es sei „göttlich“, dass FDP und SPD abgestraft wurden. Über das Wahlergebnis von 18 Prozent freue er sich, auch wenn die AfD auf „ein paar Prozentpunkte mehr“ gehofft hatte. Ein Direktmandat werde man daher wohl eher nicht erlangen. Max Gerner, Direktkandidat in Reutlingen und Listenplatz 22, sagte, er sei zufrieden. Aber „mehr geht immer“. Dass die AfD unter ihrem Ziel bliebe, sei nicht die Schuld von Frohnmaier.

19.47 Uhr: Wie ist das Ergebnis in Baden-Württemberg einzuordnen? Wie gelang den Grünen, am Ende wohl doch noch vor der CDU zu landen? Und was bedeutet das Ergebnis für die schwarz-rote Koalition in Berlin? JF-Politikchef Christian Vollradt ordnet die Ergebnisse ein.

19.36 Uhr: AfD-Listenanführer Emil Sänze ist mit dem Ausgang der Wahl „nicht voll zufrieden“, wie er der JUNGEN FREIHEIT sagte. Die AfD hatte sich zu Beginn des Wahlkampfes die 25 Prozent als Zielmarke gesetzt. Doch „fast schon erwartbar“ sei durch einen Hype des Zweikampfes Özdemir und Hagel das Ergebnis nun schlechter ausgefallen. Dennoch könne mit dem jetzt rund 18 Prozent gearbeitet werden. Sänze rechnet mit bis zu 36 Abgeordneten, wodurch beispielsweise mehr Ausschüsse besetzt werden können. Und: Die AfD wolle der CDU ein Koalitionsangebot machen.

19.28 Uhr: Bewegung bei den Wählern der CDU: 145.000 vormalige FDP-Wähler haben dieses Mal schwarz-gewählt, nur die Gruppe der vorherigen Nichtwähler ist mit 155.000 größer. 135.000 ehemalige Wähler der Grünen haben dieses Mal den Christdemokraten ihre Stimme gegeben, genauso wie 60.000 vorherige SPD-Wähler. Die AfD konnte 65.000 Wähler von der Union zu sich herüberholen, wie eine Befragung der ARD ergibt.

19.17 Uhr: FDP-Spitzenkandidat Rülke kündigt Konsequenzen an. Sollte seine Partei tatsächlich den Wiedereinzug in den Baden-Württembergischen Landtag erstmals verpassen, werde er „die entsprechende Verantwortung“ übernehmen, sagte er dem ZDF.

19.06 Uhr: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Lars Haise freute sich im Gespräch mit der JUNGEN FREIHEIT über das Wahlergebnis. Er sei „sehr, sehr zufrieden“. Die rund 18 Prozent seien auch ein Symbol dafür, dass „Schmutzkampagnen“ wie die Vorwürfe der Vetternwirtschaft aus den vergangenen Wochen nicht haften würden. Zu dem Schluss kam auch die Wahlauslese des ZDF. Am Spitzenkandidaten wollte Haise keine Kritik äußern. Die Abwesenheit von Frohnmaier sei kein Problem gewesen. Er habe „wie eine Batterie“ Wahlkampftermine abgehalten.

19.00 Uhr: Jubel bei der stellvertretenden AfD-Vorsitzenden im Bundestag, Beatrix von Storch: „Bestes Ergebnis, das in einem Westland von der AfD je erreicht wurde. Stark! Die AfD ist in der strategisch besten Ausgangslage: Die Mehrheit im Landtag ist rechtskonservativ“, schreibt die Politikerin auf X. Die CDU könne „mit der AfD den Ministerpräsidenten stellen, wenn sie die Politikwende wirklich wollte und bereit wäre, Schluss mit linker Politik zu machen“.

18.59 Uhr: Wenig Bewegung in den Zahlen: Laut ARD-Hochrechnung sind die Grünen mit 31,8 Prozent Wahlsieger vor der CDU mit 29,6 Prozent. Die AfD kommt auf 17,7 Prozent und verzeichnet mit einem Plus von acht Prozent den stärksten Zuwachs aller Parteien. Linkspartei und FDP kommen jeweils auf 4,4 Prozent und verpassen voraussichtlich den Einzug in den Landtag. Die SPD kommt voraussichtlich knapp rein, muss aber mit 5,5 Prozent noch zittern.

Hochrechnung der ARD. Grafik: JF

18.57 Uhr: Das Urteil der Bürger über die Arbeit der Sozialdemokraten ist verheerend. Fast zwei von drei Befragten (64 Prozent) sagen laut einer ARD-Umfrage, die SPD habe „vor der Bundestagswahl viel versprochen, aber wenig davon gehalten“. Fast ebenso viele (59 Prozent) sagten, die SPD „kümmert sich mehr um Bürgergeldempfänger als um Leute, die hart arbeiten und wenig Geld verdienen“. 57 Prozent finden, die Sozialdemokraten setzten sich „zu wenig für die arbeitende Mitte ein“.

Urteil der Bürger über die Sozialdemokraten. Foto: Screenshot ARD

18.55 Uhr: Bei der FDP kann man sich bald schon nicht mal mehr die Haaren raufen über die schlechten Wahlergebnisse. Die FDP-Politikerin Nicole Büttner hatte vor der Wahl angekündigt, ihre Haare abzurasieren, sollte ihre Partei es nicht erneut in den Landtag zu schaffen. Laut aktuellen Hochrechnungen packen die Liberalen die Fünf-Prozent-Hürde nicht. In den Sozialen Netzwerken kursieren bereits KI-bearbeitete Bilder von Büttner mit Glatze.

18.52 Uhr: Für die SPD folgt ein noch tieferer Tiefpunkt, denn das Kernklientel der Partei verabschiedet sich: nur fünf Prozent der Arbeiter wählen noch die Sozialdemokarten. Damit setzt sich ein dramatischer Trend fort: 2021 waren es noch zehn Prozent, 2016 noch 13 Prozent und 2011 waren 24 Prozent. Bei der Wahl davor noch Prozent.

SPD-Beliebtheit bei Arbeitern. Screenshot: ARD

18.47 Uhr: Bei der FDP herrscht blankes Entsetzen. Spitzenkandidat Rülke sagte, das Ergebnis sei „sehr bedauerlich“. Damit „endet eine Tradition in Baden-Württemberg“, sagte er mit Blick darauf, dass seine Partei bisher immer im Landtag vertreten war. „Die kleineren Parteien kamen kaum noch vor“ und hätten „unter der Polarisierung gelitten“, sagte er mit Blick auf den Wahlkampf zwischen Özdemir und Hagel.

18.45 Uhr: Ein Blick auf die Wählerwanderung zeigt, dass die Grünen vor allem bei SPD- und Nichtwählern Stimmen fangen konnten. Jeweils 115.000 Bürger, die die Grünen wählten, hatten zuvor gar nicht gewählt – oder die Sozialdemokraten. Von der FDP kamen 15.000 Wähler zu den Grünen, genauso viele wie von der Linkspartei. Am stärksten verloren haben die Grünen an die CDU: 135.000 Wähler wanderten von den Grünen zu den Christdemokraten.

18.42 Uhr: Die Grünen in Baden-Württemberg werden im Land anders wahrgenommen als im Bund. Darin sind sich Anhänger aller Parteien – mit Ausnahme der AfD – einig. Am höchsten ist die Zustimmung bei Sympathisanten der FDP (80 Prozent) und Grünen selbst (73 Prozent). Im Wahlkampf hatte Özdemir den Landesverband als „Schwesterpartei“ der Bundesgrünen bezeichnet. Ein Leihbegriff aus der Beziehung zwischen CDU und konservativerer CSU.

18.39 Uhr: Özdemirs Ein-Personen-Wahlkampf war äußerst erfolgreich. Denn die Bürger halten eigentlich wenig von den Grünen. 60 Prozent finden laut ARD-Umfrage, die Partei wolle „uns zu viele Vorschriften machen, wie wir zu leben haben“. 58 Prozent sagen, die Grünen „haben es in der Ampelregierung mit dem Klimaschutz übertrieben“. Dass die Partei sich „zu wenig um Wirtschaft und Arbeitsplätze kümmert“, sagen 55 Prozent der Befragten.

Özdemir spricht derweil vor seinen Anhängern. „Darüber kann man sich freuen.“ Er wolle den Abend abwarten. Es solle um das Landeswohl, nicht um das Parteiinteresse, gehen. Jetzt gelte es, gemeinsam ein neues Kapitel „auf Augenhöhe“ aufzuschlagen. Er sprach dabei positiv über den Koalitionspartner seit zehn Jahren: die CDU.

18.35 Uhr: Laut ARD wären zwei Regierungskoalitionen möglich. Grüne und CDU hätten zusammen 112 Sitze, wobei 58 Sitze an die Grünen gehen und 54 an die CDU. Auch schwarz-blau wäre rechnerisch möglich. Die AfD kommt auf 32 Sitze, was insgesamt 86 Sitze wären. Für eine Mehrheit im Parlament braucht es 78 Sitze.

ARD-Hochrechnung. Grafik: JF

18.31 Uhr: Gute Stimmung bei der AfD in Reutlingen. Auf der Schwäbischen Alb platz es aus allen Nähten und das Bier lief bereits vor 18 Uhr „in Strömen“, erfuhr die JF. Der örtliche Direktmandat, Maximilian Gerner, gewinnt zwar wohl nicht seinen Wahlkreis aber wird über die AfD-Landesliste ziemlich sicher einziehen.

18.30 Uhr: Neue Hochrechnung der ARD: Die Grünen führen mit 31,8 Prozent klar vor der CDU, die auf 29,3 Prozent kommt. Die SPD kommt mit 5,5 Prozent knapp in den Landtag, die FDP stellt wohl keine Fraktion mehr (4,5 Prozent). Die AfD kann ihr Wahlergebnis von 2021 fast verdoppeln und erhält 17,6 Prozent der Stimmen. Die Linkspartei verbessert sich gegenüber 2021 um 0,9 Prozent, verpasst aber mit 4,5 Prozent knapp den erstmaligen Einzug in den Landtag.

18.26 Uhr: Bei der Linkspartei sind die Gefühle gemischt. Zwar waren die die Umfragen zuletzt besser, doch Bundeschef Jan van Aken betonte, dass 4,5 Prozent das beste Ergebnis seiner Partei in Baden-Württemberg sei. Özdemir habe davon profitiert, dass sein CDU-Kontrahent „so eine Pfeife“ sei. Er hoffe weiterhin, dass die Fünf-Prozent-Hürde durch die Briefwahlstimmen überwunden werden kann.

AfD-Spitzenkandidat Frohnmaier zeigte sich erfreut über das Ergebnis. Seine Partei habe sich als „die einzige relevante Oppositionskraft im Südwesten positioniert“.

18.25 Uhr: Die Stimmung bei der SPD dürfte sich weiter verdunkeln. Laut der ersten Hochrechnung im ZDF kommt die Partei nun nur noch auf 5,4 Prozent.

Bei den anderen Parteien sieht es wie folgt aus (in Klammern Veränderung zu 2021):
Grüne: 31,7 Prozent (-0,9)
CDU: 30,3 Prozent (+6,2)
FDP: 4,5 Prozent(-6)
AfD: 17,9 Prozent (+8,2)
Linkspartei : 4,5 Prozent (+0,9)

18.20 Uhr: Die CDU verdankt ihren Zuwachs vor allem Senioren über 70 Jahre. Dort legt die Partei um elf Prozentpunkte zu. Bei den unter 34jährigen dagegen verliert sie laut ARD sogar an Zustimmung.

CDU-Wähler nach Altersgruppen. Screenshot: ARD

18.18 Uhr: AfD-Bundeschefin Alice Weidel sagt, ihre Partei könne mit dem Ergebnis „sehr zufrieden sein“. Angesprochen auf Vorwürfe der Vetternwirtschaft sagt sie, die AfD habe „nun einmal Probleme mit der Personalauswahl“, weshalb es legitim sei, Verwandte und Freunde anzustellen. Sie sei aber bereit, eine Gesetzesänderung mitzutragen.

18.16 Uhr: Die AfD kann von allen anderen Parteien Wähler hinzugewinnen. Laut ARD kamen sogar 25.000 von den Grünen. Am meisten allerdings legte sie bei Nichtwählern zu, gefolgt von ehemaligen Wählern von CDU und FDP.

Wählerwanderung zur AfD. Screnshot: ARD

18.15 Uhr: Gedrückte Stimmung bei der SPD. Generalsekretär Tim Klüssendorf sagte der ARD, der Zweikampf zwischen Hagel und Özdemir habe den Sozialdemokraten geschadet. „Wir sind da unter die Räder gekommen“. Seine Partei habe es nicht geschafft, sich selbst zu positionieren.

18:12 Uhr: Tino Chrupalla zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir sind die Gewinner des Abends“, lobte der AfD-Parteivorsitzende im ZDF. „Das hat auch Markus Frohnmaier zu verantworten“, sagte Chrupalla mit Blick auf den Ausgang der Wahl. „Wir sind jetzt auch in Baden-Württemberg Volkspartei.“

18.08 Uhr: CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sagte gegenüber der ARD, die Baden-Württemberger CDU habe einen guten Wahlkampf geführt. „Nein, das muss ich wirklich zurückweisen“, sagte Linnemann auf die Frage, ob die mangelnde Beliebtheit der Bundes-CDU zu diesem Ergebnis geführt habe. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei „ein Kanzler, der Führung zeigt. In Europa und in der Welt“.

Erste Prognose laut ARD. Grafik: JF

Franziska Brantner, Vorsitzende der Grünen, freut sich in Berlin über das Ergebnis. „Es ist ein großer Erfolg für Cem Özdemir“, sagte Brantner. Sie lobte außerdem die Regierungszeit von Winfried Kretschmann. Brantner sprach von „einem tollen Tag für Baden-Württemberg“. Dieses Ergebnis bringe seiner Partei Rückenwind „für die ganze Partei“ und die kommenden Landeswahlkämpfe. „Mit den Grünen ist zu rechnen in diesem Land“, zeigte sich Banaszak optimistisch. Ihre Parteifreundin Ricarda Lang sprach von einem „historischen Ergebnis“. Das sei „ein gemeinsamer Erfolg“ der Bundespartei, betonte Lang.

18.06 Uhr: Der Unionsfraktionsvorsitzende im Bundestag, Jens Spahn (CDU), will zunächst abwarten. Es bleibe ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“. Spahn beklagte beim ZDF zudem eine „Schmutzkampagne“ gegen den CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel.

18.05 Uhr: Die Wahlbeteiligung steigt deutlich auf 71,5 Prozent, 2021 waren es 63,8 Prozent.

18.02 Uhr: Laut ZDF gibt es klare Mehrheit hfür Grüne und CDU mit 87 Mandaten und auch CDU und AfD mit 68 Abgeordneten. Für eine Mehrheit bräuchte es 61 Stimmen.

18:00 Uhr: Und los geht der offizielle Teil des Wahlabends. Die 18 Uhr-Prognosen von ARD und ZDF sind da. In Klammern die Gewinne und Verluste zur vergangenen Landtagswahl 2021 in Prozentpunkten.

ARD:
Grüne: 32 Prozent (-0,6)
CDU: 29 Prozent (+4,9)
SPD: 5,5 Prozent (-5,5)
FDP: 4,5 Prozent (-6,0)
AfD: 17,5 Prozent (+7,8)
Linkspartei: 4,5 Prozent (+0,9)

ZDF:
Grüne: 31,5 Prozent (-1,1)
CDU: 30,5 Prozent (+6,4)
SPD: 5,5 Prozent (-5,5)
FDP: 4,5 Prozent (-6)
AfD: 18 Prozent (+8,3)
Linkspartei : 4,5 Prozent (+0,9)

17.45 Uhr: Wieder kursieren in den Sozialen Netzwerken Beschwerden, dass in Wahlkabinen lediglich Bleistifte oder Buntstifte ausliegen. Diese könnten wegradiert werden. Nutzer fordern sogenannte dokumentenechte Stifte, etwa Kugelschreiber. Gemäß Paragraph 29 der Landeswahlverordnung ist dies jedoch nicht erforderlich. „In der Wahlkabine soll ein Schreibstift bereit liegen“, heißt es in der entsprechenden Passage.

17.20 Uhr: Erste Zahlen zur Wahlbeteiligung in der Landeshauptstadt. Stuttgarts Wahlamtsleiter Matthias Fatke sagte der Stuttgarter Zeitung, er schätze auf „eine Beteiligung von rund 74 Prozent, also in Richtung zehn Prozent mehr als 2021“. Damals hatten 64,8 Prozent der Stimmberechtigten an der Landtagswahl teilgenommen. Für die Berechnung wurden zehn zufällig ausgewählte Wahllokale ausgezählt. Insgesamt 265 Wahllokale sind in Stuttgart bis 18 Uhr geöffnet.

17.15 Uhr: Die AfD könnte im Südwesten auch erstmals Direktmandate gewinnen. Als aussichtsreich gelten der Mannheimer Norden, der Enzkreis, Pforzheim, Heilbronn und Backnang. Mit Ausnahme des Kandidaten aus Mannheim stehen auch alle Direktkandidaten auf der 60köpfigen AfD-Landesliste. Einziehen wird davon voraussichtlich ein Drittel.

Das ist nicht nur vom Wahlergebnis der AfD abhängig, sondern auch davon, wie ausgeglichen das Verhältnis von Direktmandaten zur Gesamtsitzzahl bei CDU und Grünen ist. „Je ausgeglichener CDU und Grüne Direktmandate gewinnen, desto weniger Ausgleichsmandate sind nötig“, sagte Wahlforscher Uwe Wagschal dem baden-württembergischen Staatsanzeiger. Er rechnet nur mit 137 Abgeordneten. Bisher waren 154 Mandatsträger.

17.10 Uhr: Noch bevor die ersten Ergebnisse vorliegen, machen die ersten politischen Konkurrenten bereits Avancen. Emil Sänze, der auf Listenplatz 1 der AfD zur Landtagswahl steht, bietet der Union eine Zusammenarbeit an. „Angesichts der unübersehbaren Tatsache, dass die Menschen auch im wirtschaftlich starken Südwesten des Landes mehrheitlich konservativ regiert werden wollen, bieten wir der CDU unsere Zusammenarbeit an – in allen möglichen Konstellationen“, sagte der 75jährige der Bild. Dass die Union jede Zusammenarbeit der AfD ablehne, hält er für einen „Fehler“.

16.55 Uhr: Aufregung um AfD-Werbung in einem Wahllokal im baden-württembergischen Künzelsau: Ein Wähler meldete am Sonntag morgen dem Wahlvorstand, in einer Wahlkabine lägen Einkaufswagen-Chips mit AfD-Logo. Das zuständige Landratsamt bestätigt den Vorfall gegenüber der Lokalpresse. Die Chips seien entfernt worden. Hintergrund ist Paragraph 35 des Landeswahlgesetzes, der jede Beeinflussung von Wählern im Wahllokal und unmittelbar davor verbietet. Weiter ist es verboten, Fotos von sich oder dem Wahlzettel zu machen.

16.45 Uhr: Die ersten Prognosen auf Basis von Vorab-Befragungen von ARD und ZDF werden traditionell um 18 Uhr veröffentlicht. Danach folgen die Hochrechnungen, die schon erste Stimmauszählungen berücksichtigen. Die konkreten Einzelergebnisse aus den Gemeinden und Städten werden auf der Webseite des Statistischen Landesamtes veröffentlicht. Die Gesamtzahlen sind dabei über den Abend größeren Schwankungen ausgesetzt, da die Wahllokale in den kleineren Gemeinden meist schneller ausgezählt werden als die der Großstädte. Für die AfD bedeutet das beispielsweise, dass ihre Werte im Laufe des Abends eher sinken, da sie in den großen Städten oft schlechter abschneidet. Bei den Grünen gilt das Ganze umgekehrt.

16.35 Uhr: Auch FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner ruft am Sonntag morgen auf X zur Wahl ihrer Partei auf. „Heute gilt es: FDP Wählen“, schrieb die 41jähre auf der Online-Plattform. Für sie geht es dabei auch um etwas Persönliches: Im Januar hatte sie gegenüber der Schwäbischen Zeitung angekündigt, sich die Haare abzurasieren, sollte ihre Partei nicht den Wiedereinzug in den Landtag schaffen.

Landeschef Hans-Ulrich Rülke hatte beim Parteitag im Juli vergangenen Jahres mit Blick auf die Wahlen in Baden-Württemberg von der „Mutter aller Wahlen“ gesprochen. Er werde „mit jeder Faser“ dafür kämpfen, nicht an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern.

16.25 Uhr: Baden-Württemberg macht in diesem Jahr den Auftakt zu einem sogenannten Superwahljahr. Am 22. März folgt die Landtagswahl in Baden-Württemberg. Einen heißen Herbst gibt es dann vor allem in den östlichen Bundesländern, wo am 6. September in Sachsen-Anhalt und am 20. September in Mecklenburg-Vorpommern sowie Berlin an die Wahlurnen gerufen wird.

Dazu kommen noch die Kommunalwahlen in Bayern, die am heutigen Sonntag abgehalten werden. Am kommenden Wochenende wird zudem in den Städten, Gemeinden und Kommunen Hessens gewählt. Am 13. September folgen dann die Kommunalwahlen in Niedersachsen. Damit können rund 60 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland in diesem Jahr ihre Stimme abgeben.

16.00 Uhr: Auch Tübingen meldet eine hohe Wahlbeteiligung. Der lokale Wahlorganisator Ulrich Narr sagte der Südwest Presse, bis zwölf Uhr hätten bereits etwa 20 Prozent der 65.000 Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. „Rechnet man die Briefwahlstimmen dazu, liegen wir insgesamt bei 53,3 Prozent“, sagte Narr der Regionalzeitung. Wenn es bis zur Schließung der Wahllokale um 18 Uhr so weitergehe, hätten insgesamt 84 Prozent der Tübinger gewählt. Bei den Landtagswahlen 2021 nahmen in der Stadt 70,5 Prozent der Bürger ihr Wahlrecht wahr.

15.55 Uhr: Im Bundesrat dürften sich die Mehrheitsverteilungen nicht ändern, da eine Fortsetzung der Koalition aus Grünen und CDU als sehr wahrscheinlich ist. Union und SPD kommen in der Länderkammer zusammen auf 31 von 69 Stimmen.

Den meisten Einfluss besitzt dort die SPD, die bundesweit nur die drittstärkste Kraft ist. Sie beeinflusst durch diverse Koalitionen 47 Sitze. Dann folgen die Unionsparteien mit 43 Sitzen, auf deren Stimmabgabe sie einwirken können. Den dritten Platz erreichen die Grünen mit 3q Stimmen. Abgeschlagen folgen die FDP (acht Stimmen), die Linkspartei (sechs Stimmen) die Freien Wähler (sechs Stimmen) und das BSW durch seine Regierungsbeteiligung in Thüringen mit vier Stimmen.

15.45 Uhr: Blick auf die Wettmärkte: Das international bekannte Wett-Portal „Polymarket“ rechnet inzwischen mit einem Wahlsieg der Grünen. Der Partei um Spitzenkandidat Özdemir werden Chancen in Höhe von 52 Prozent (Stand: 15.45 Uhr) zugerechnet, die CDU liegt mit 47 Prozent dahinter. Zum Vergleich: Noch am 1. Januar hatte „Polymarket“ den Grünen noch eine Siegeschance von 2,6 Prozent zugerechnet, noch deutlich hinter der AfD mit 8,9 Prozent – und uneinholbar abgeschlagen hinter den Christdemokraten mit 88,5 Prozent.



Werden die Grünen die meisten Sitze bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg gewinnen?
Ja 52% · Nein 48%

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15.40 Uhr: Kurz vor der Landtagswahl wurde durch einen Bericht der JUNGEN FREIHEIT ein ungewöhnlicher Posten aus der Regierungsarbeit bekannt: Die baden-württembergische Landesregierung zahlte in den vergangenen Jahren mehr als 553.000 Euro an Journalisten. Besonders grün geführte Häuser vergaben zahlreiche Aufträge – etwa für Moderationen, Vorträge oder Trainings.

15.25 Uhr: Welche Themen bewegen die Menschen im Südwesten besonders? Laut dem ZDF-Politikbarometer liegt die „wirtschaftliche Lage“ mit 31 Prozent klar vorne. Auf Platz zwei liegt das Thema „Klima und Energie“ mit 14 Prozent. Es folgen Bildung/Schule mit 14 Prozent, Infrastruktur mit 13 Prozent, Zuwanderung/Asyl/Migration mit 12 Prozent, Wohnungsmarkt/Mieten mit 10 Prozent und Arbeitslosigkeit mit 10 Prozent.

Beim wichtigen Thema Wirtschaft hat die CDU demnach die Nase in der Kompetenzzuschreibung mit 36 Prozent vorn. Es folgen Grüne (16 Prozent) und AfD (acht Prozent). Wenig überraschend führen die Grünen dagegen beim Thema „Klima“ klar mit 54 Prozent vor Union (15 Prozent) und AfD (acht Prozent). Den stärksten Kompetenzwert erhält die AfD beim Thema Asyl mit 18 Prozent. Allerdings musste die Partei sich auch dort der CDU (26 Prozent) und den Grünen (21 Prozent) geschlagen geben.

15.20 Uhr: Steigende Wahlbeteiligung im Südwesten erwartet: Um 14 Uhr haben bereits 41 Prozent der Bürger ihre Stimme abgegeben – ohne Briefwähler, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Zum Vergleich: Bei den Landtagswahlen 2021 hatten zur selben Uhrzeit erst 31 Prozent der Wahlberechtigten gewählt. Allerdings lag damals – coronabedingt – der Anteil der Briefwähler höher als sonst. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung 2021 bei 63,8 Prozent. Im schwäbischen Biberach hatten bis elf Uhr bereits 39 Prozent der knapp 24.000 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben – inklusive Briefwählern, wie die Stadt auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung mitteilte.

15.05 Uhr: Erstmals dürfen in Baden-Württemberg Jugendliche ab 16 Jahren an den Landtagswahlen teilnehmen. Das erste Bundesland, das dies erlaubte, war die Hansestadt Bremen im Jahr 2011, Brandenburg folgte 2014. In Hamburg dürfen seit 2015 Jugendliche ab 16 Jahren die Bürgerschaft wählen, den Landtag von Schleswig-Holstein seit 2022. Rund 650.000 der 7,7 Millionen Wahlberechtigten dürfen dieses Jahr erstmals teilnehmen.

An den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus, die voraussichtlich am 20. September dieses Jahres stattfinden werden, dürfen ebenfalls erstmals 16jährige teilnehmen, selbiges gilt für die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, wo auch am 20. September gewählt werden soll.

Mittlerweile gibt es jedoch deutschlandweit sogenannte Juniorwahlen, bei denen Schüler nach ihren Wahlpräferenzen befragt werden. Für die Landtagswahl liegen zwar keine Zahlen vor, allerdings für die vergangene Bundestagswahl. Hier setzte sich die CDU mit 18,2 Prozent knapp vor der SPD durch, die auf 18 Prozent der Stimmen kam. Die Linkspartei konnte 17,9 Prozent auf sich vereinen, gefolgt von der AfD mit 15,4 Prozent. Die Grünen erreichten 12,2 Prozent, die FDP verfehlte die Fünf-Prozent-Hürde (4,3 Prozent), die Tierschutzpartei konnte mit knapp vier Prozent (3,9) einen Achtungserfolg erzielen.

14.50 Uhr: Welche Koalitionen sind, sollten sich die jüngsten Umfragen grob bestätigen, überhaupt möglich? Realistisch gesehen eigentlich nur eine: CDU und Grüne. Schon jetzt regieren die Parteien seit 2016 weitgehend geräuschlos miteinander unter Führung der Grünen. Zuvor führte Kretschmann eine Koalition mit der SPD an. Beide Parteien kommen laut den aktuellen Erhebungen auf eine stabile Mehrheit. Da alle anderen Parteien eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen haben, sind andere Bündnisse kaum vorstellbar. Fragt sich nur, welche Partei am Ende stärkste Kraft wird und den Ministerpräsidenten stellt.

14.40 Uhr: Wahlkampf bis ins Wahllokal: Grünen-Spitzenkandidat Özdemir hat bereits am Vormittag seine Stimme in einem Wahllokal in der Landeshauptstadt Stuttgart abgegeben. Der 60jährige kam alleine in eine Schule, die an diesem Tag als Wahllokal gilt. Umfragen erwarten ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem CDU-Kandidaten Manuel Hagel. Özdemir meldete sich zuletzt am Samstag auf X zu Wort und bat die Baden-Württemberger um ihre Stimme. Der ehemalige Landwirtschaftsminister betonte, er wolle „das Versprechen auf eine lebenswerte Heimat erneuern“. Dabei setze er auf „Tatkraft, politische Erfahrung und vor allem gesunden Menschenverstand“.

Auch der CDU-Spitzenkandidat Hagel hat bereits gewählt. Er gab seine Stimme im Wahllokal in Ehingen im Alb-Donau-Kreis ab. Der 37jährige erschien dort zusammen mit seiner Frau.

AfD-Kandidat Frohnmaier gab am Vormittag in Weil der Stadt im Kreis Böblingen seine Stimme ab. Seine Partei hofft darauf, erstmals in einem westdeutschen Bundesland 20 Prozent oder mehr zu erhalten. Er rief am Sonntag morgen auf X dazu auf, seiner Partei das Vertrauen zu schenken. Heute sei „ein guter Tag, um unser Land zu retten“.

Auch der amtierende Ministerpräsident Winfried Kretschmann, erster grüner Landesvater, hat bereits gewählt. Zusammen mit seiner Familie erschien der 77jährige in Sigmaringen, um seine Stimme abzugeben. Nach 15 Jahren als Regierungschef in Baden-Württemberg tritt er selbst nicht mehr an.

14.25 Uhr: In Gutach im Schwarzwald sorgen einige Bürger mit traditionsbewusstem Auftreten für modische Akzente im Wahllokal. Mehrere Wähler kamen in traditionellen Trachten, bestehend unter anderem aus einem roten Bollenhut – einem Wahrzeichen des Schwarzwaldes. Die auffällige Kopfbedeckung wird noch heute zumeist in mühevoller Handarbeit hergestellt und wurde erstmals vor mehr als 220 Jahren schriftlich erwähnt. Unverheiratete Frauen tragen rote Bollen, Verheiratete tragen sie in Schwarz.

In Tracht ins Wahllokal. Foto: picture alliance/dpa | Silas Stein

14.15 Uhr: „Ich bin optimistisch“, sagte der Spitzenkandidat des BSW, Joachim Tabler, der taz kurz vor der Wahl. Anlass dazu gibt es bisher allerdings eher nicht. Mitte Februar wurde die Wagenknecht-Partei in einer Insa-Umfrage zuletzt einzeln ausgewiesen und lag bei drei Prozent. Seitdem rangiert die Partei unter den „Sonstigen“.

Sahra Wagenknecht schaute am 3. März selbst im Wahlkampf vorbei. „Lassen Sie sich nicht verunsichern. Hören Sie nicht auf irgendwelche Umfragen“, sagte die Politikerin und setzte vor allem auf die Karte „Friedenspartei“ und forderte mit Blick auf den Iran- und Ukrainekrieg „Diplomatie statt Säbelrasseln“. Bei den für die Wähler wichtigsten Themen taucht Außenpolitik allerdings nicht gesondert auf.

Erschwert wurde der Wahlkampf auch durch die geringe Mitgliederzahl der Partei im Südwesten. 340 Parteifreunde sind es nach eigenen Angaben. Zum Vergleich: Bei der AfD sind es rund 9.000.

BSW-Spitzenkandidat Joachim Tabler. Foto: BSW

14:00 Uhr: Zur Linkspartei hätte man früher in Baden-Württemberg wohl nicht viel schreiben müssen. Schön rausgeputzt hat nichts genutzt, war lange die Stimmung am Tag nach der Wahl. Doch das könnte sich dieses Jahr allerdings ändern. Jüngste Umfragen sehen die Partei bei 5,5 bis sechs Prozent. Ein Einzug in den Landtag scheint zum Greifen nahe. 2021 erhielt die mehrfach umbenannte Nachfolgepartei der SED mit 3,6 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis. Im Zuge der guten Umfragewerte im Bund mit neun bis elf Prozent könnte es jetzt also reichen.

Im Wahlkampf setzte die Partei auf gleich drei Spitzenkandidaten. Die weitgehend unbekannten Kim Sophie Bohnen, Amelie Vollmer sowie die iranischstämmige Mersedeh Ghazaei fielen im Wahlkampf kaum auf. Im Gegensatz zu Parteichef Jan van Aken. Der machte deutlich, wo die Partei nun bevorzugt ihre Wähler sucht: bei Migranten.

So gab es Wahlaufrufe auch auf Arabisch und Türkisch und, um den Schein zu wahren, es nicht zu offensichtlich nur auf die kaum integrierten türkisch-arabischen Gegengesellschaften abgesehen zu haben, später noch auf Italienisch und Griechisch. Es könnte sich am Ende auszahlen.

13.40 Uhr: Verliert die FDP Baden-Württemberg, ist sie verloren. Selbst in den dunkelsten Stunden der Partei konnte die FDP immer in den Landtag in Stuttgart einziehen. Ein großer florierender Mittelstand, hohe Lebensqualität und eine wirtschaftsfreundliche Stimmung sorgten für eine stabile Stammwählerschaft. Doch die Zeiten sind vorbei. Längst hat sich das wirtschaftliche Klima im Land eingetrübt. Zehntausende hoch bezahlte Arbeitsplätze sind in den vergangenen Jahren – wohl für immer – verloren gegangen.

Daran änderte sich auch in Zeiten der Ampel-Koalition in Berlin nichts. Bundespolitischen Rückenwind können die Liberalen derzeit nicht erwarten. Jüngste Umfragen sehen die Partei bei 5,5 bis sechs Prozent. Es könnte also knapp werden. Besonders dann, wenn die Wähler die Grünen als stärkste Kraft verhindern wollen, könnte so mancher Wähler noch zur Union abdrehen.

Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke ist immerhin schon lange im Bundesland unterwegs. Seit 2009 ist er der Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag, die dort noch immer „FDP/DVP-Fraktion“ heißt. Hintergrund dazu: Die Liberalen gründeten sich dort 1948 als „Demokratische Volkspartei“ (DVP). Im Wahlkampf setzt die Partei vor allem auf das Thema Wirtschaft und versucht es dabei auch Grünen-Wählern recht zu machen. „Wir wollen Klimaschutz verbinden mit dem Schutz von Arbeitsplätzen. Wir wollen zwar auch Klimaschutz, aber einen technologieoffenen Klimaschutz, nicht einen einseitigen Klimaschutz, der darauf vertraut, Technologien zu verbieten“, forderte Rülke. Ob das am Ende gelingt?

13.20 Uhr: Jubelstimmung erwartet heute bei der SPD wohl kaum jemand. 2011 kam die Partei immerhin noch auf 23,1 Prozent. 2021 holten die Sozialdemokraten mit elf Prozent das historisch schlechteste Ergebnis in Baden-Württemberg. Glaubt man den aktuellen Umfragen, könnte die einstmals stolze Partei nun nur noch einstellig werden. Demoskopen sehen die Partei bei acht bis neun Prozent.

Sollte sich die Wählerschaft auf das Duell Grüne gegen CDU fokussieren, ist es gut möglich, dass es vielleicht noch weniger werden. Sollte die Partei tatsächlich aus dem Landtag fliegen, was als eher unwahrscheinlich gilt, dürfte die Partei allerdings in eine Krise rutschen. Zwar hat man dort seit Jahren gelernt, sich immer schlechtere Wahlergebnisse schönzureden, ein Ausscheiden aus einem Landtag wäre dennoch ein kaum zu ignorierendes Novum in der Parteigeschichte.

Hinzu kommt, dass SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch sich öffentlich gegen die viel stärkere Konkurrenz von CDU, Grünen und AfD kaum politisch bemerkbar machen konnte. Am Triell der Spitzenkandidaten durfte Stoch nicht teilnehmen. Einem breiteren Publikum wurde Stoch nur bekannt, nachdem aufgeflogen war, dass der Politiker seinen Fahrer ausgerechnet nach einem Besuch bei der Tafel ins nahegelegene Frankreich fahren ließ, um dort für ihn im Feinkostladen einzukaufen.

„Dann schickst du mir ein Bild von der Auslage und ich sage dir, was du mir bringst“, befahl der Politiker in einem im SWR zusehenden Film seinem Fahrer. Auf Nachfrage erklärte Stoch im Film, er nutze Termine nahe der französischen Grenze, um bei einem Metzger einzukaufen. „Eine schöne Entenpastete ist was Herrliches.“ Diese bekomme man hierzulande nicht in derselben Qualität und zu diesem Preis. Deshalb lasse er sich gelegentlich auch Baguette und Wurstwaren mitbringen. In ein „Fettnäpfchen“ sei er da getreten, sagte er später. Ob das wohl auch in Frankreich eingekauft wurde?

13.00 Uhr: Angespannt ist die Stimmung auch bei der AfD. Dass ihr Ministerpräsidentenkandidat Markus Frohnmaier gar nicht zur Landtagswahl antritt und am Ende wohl außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion bleibt, sorgte nicht nur bei der politischen Konkurrenz für Kritik. Auch innerparteilich sehen es manche hinter vorgehaltener Hand für zumindest nicht förderlich.

Auch, dass er auf den letzten Metern des Wahlkampfes in den Vereinigten Staaten weilte und an der Abschlusskundgebung seines Landesverbands nur mit einer Videobotschaft zugeschaltet wurde, sorgt für Kopfschütteln. Die beiden Parteichefs Tino Chrupalla und Alice Weidel, die beide vor Ort waren, nahmen den Namen des Politikers in ihren Reden jedenfalls nicht in den Mund.

Lesen Sie hier das große JF-Interview mit Markus Frohnmaier zur Wahl

Zudem werfen ihm die anderen Parteien vor, auch selbst in die sogenannte Vetternwirtschaftsaffäre der Partei involviert zu sein. So arbeitet sein Vater bei der Bundestagsabgeordneten Diana Zimmer. Zimmer wiederum ist ehrenamtliche Wahlkampfmanagerin des Politikers. Schon zuvor war bekannt geworden, dass auch Frohnmaiers Frau einen Job im Bundestag beim Abgeordneten Johann Martel hat.

Er selbst weist die Vorwürfe scharf zurück. „Im Rahmen einer Anti-AfD-Kampagne wird derzeit versucht zu skandalisieren, dass mehrere Personen mit demselben Nachnamen in der AfD engagiert sind“, sagte der Politiker. Es handele sich „um vollkommen rechtmäßige Beschäftigungsverhältnisse“.

12:45 Uhr: Bei der CDU herrschte zuletzt Krisenstimmung. Zwar kann die Partei mit einem besseren Ergebnis rechnen als noch 2021. Allerdings waren die 24,1 Prozent auch das historisch schlechteste Ergebnis der Partei in der Geschichte des Bundeslandes. Das Ziel, die Grünen vom Thron zu stoßen, wackelte zuletzt.

Hinzu kommen einige Äußerungen, die zumindest in den sozialen Netzwerken und bei der Konkurrenz für Empörung sorgten. In einem Interview aus dem Jahr 2018 etwa schwärmte der heute 37jährige von den „rehbraunen Augen“ einer Schülerin, die er beim Besuch einer Schule getroffen hatte. Kritiker sehen darin eine „Sexualisierung“ Minderjähriger. Hagel zeigte sich darüber genickt und wies darauf hin, dass seine Frau ihm schon damals den Kopf gewaschen habe.

Ebenfalls für Empörung sorgte ein Video des SWR, in dem gezeigt wird, wie Hagel – erneut beim Besuch einer Schulklasse – einer Lehrerin über den Mund fährt, als diese ihm eine Frage stellen will. Was der öffentlich-rechtliche Rundfunk laut Hagel allerdings verschwieg. Die offenbar aus dem linken Milieu stammende Lehrerin hatte den Politiker immer wieder unterbrochen. Gezeigt wurde das allerdings nicht. Viele vermuten dahinter eine Kampagne des Senders.

12.20 Uhr: Schauen wir mal auf die einzelnen Parteien und beginnen bei den Grünen. Die Messlatte in Baden-Württemberg liegt hoch für Spitzenkandidat Cem Özdemir. 2021 holten die Grünen dort mit Winfried Kretschmann mit 32,6 Prozent ihr bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl überhaupt.

Özdemir, zuletzt Bundeslandwirtschaftsminister in der Ampel-Regierung, muss ohne den Amtsbonus antreten. Dennoch kann er laut Umfragen auf hohe Beliebtheitswerte bauen. Könnten die Bürger ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, käme der 60jährige laut einer Befragung von Infratest Dimap von Ende Februar auf 42 Prozent. CDU-Kandidat Hagel kommt hier auf 21 Prozent und AfD-Ministerpräsidentenkandidat Markus Frohnmaier auf elf Prozent.

Özdemir wird parteiintern dem sogenannten „Realo“-Flügel zugerechnet und macht immer wieder mit Äußerungen auf sich aufmerksam, die in der eigenen Partei heftig kritisiert werden. Etwa, wenn er davor warnt, dass junge Frauen und Mädchen – wie seine Tochter – von „Männern mit Migrationshintergrund“ belästigt würden.

Dass sein Ruf auch deutlich besser ist als der seiner Partei, merkt man auch seinen persönlichen Wahlplakaten an. Einen Hinweis auf die Grünen sucht man dort nämlich vergebens. Zusammen mit Noch-Ministerpräsident Kretschmann lässt sich Özdemir auf Plakat mit Sätzen wie „Sie kennen ihn“  oder „Das Land im Blick“ abbilden. Fragt sich nur, wer von beiden gemeint ist.

Wahlplakat von Özdemir und Kretschmann: Der Hinweis auf die Partei fehlt. Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto

12:00 Uhr: Noch ein paar harte Fakten zur Wahl: Insgesamt bewerben sich laut der Landeswahlleitung 1.184 Männer und Frauen für einen Sitz im neuen Landesparlament. 531 davon kandidieren nur direkt in einem der 70 Wahlkreise. 177 Bürger bewerben sich ausschließlich über die Landeslisten der Parteien und 476 treten in einem Wahlkreis sowie der Landesliste an. Zugelassen wurden 21 Parteien zur Wahl.

11.30 Uhr: Schauen wir mal ein bisschen genauer auf die letzten Befragungen vor der Wahl, aber auch auf das vergangene Wahlergebnis.

2021 setzten sich die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit 32,6 Prozent und einem Rekordergebnis klar gegen die CDU durch, die auf schwache 24,1 Prozent kam. Die SPD wurde mit elf Prozent gerade noch so zweistellig, wie auch die FDP, die starke 10,5 Prozent erreichte. Die AfD ging mit 9,7 Prozent über die Ziellinie. Alle anderen Parteien scheiterten an der Fünf-Prozent Hürde. Darunter auch die Linkspartei mit 3,6 Prozent und die Freien Wähler mit drei Prozent.

Die jüngste Insa-Befragung ergab folgende Werte (in Klammern der Vergleich zur vorherigen Umfrage des Instituts):

CDU: 27 Prozent (-1)
SPD: 9 Prozent (-1)
Grüne: 24 Prozent (+2)
FDP: 6 Prozent
Linkspartei: 6 Prozent (-1)
AfD: 20 Prozent
Sonstige Parteien: 7 Prozent (+1)

Bei der Forschungsgruppe Wahlen des ZDF gab es diese Resultate:

CDU: 28 Prozent (+1)
SPD: 8 Prozent (-1)
Grüne 28 Prozent (+3)
FDP: 5,5 Prozent (-0,5)
Linke: 5,5 Prozent (-0,5)
AfD: 18 Prozent (-1)
Sonstige Parteien: 7 Prozent (-1)

11:00 Uhr: Willkommen beim Liveticker der JUNGEN FREIHEIT zur Landtagswahl in Baden-Württemberg. Rund 7,7 Millionen Wahlberechtigte ab 16 Jahren sind heute aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Und es verspricht ein spannender Abend zu werden. Werden die Grünen wieder stärkste Kraft und können mit Cem Özdemir weiterhin den einzigen Ministerpräsidenten ihrer Partei stellen? Oder schnappt sich die CDU den Posten in ihrem früheren Stammland?

Umfragen sahen die beiden Parteien zuletzt gleichauf, allerdings mit stärker steigender Tendenz bei den Grünen. Hoffnungen auf ein starkes Ergebnis macht sich auch die AfD. Sie schickt mit Markus Frohnmaier einen eigenen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten ins Rennen. Spannung gibt es auch bei den kleineren Parteien, zu denen im oft als „Ländle“ bezeichneten Bundesland auch die SPD gehört. Um den Einzug in den Landtag kämpfen zudem auch die FDP, die Linkspartei und das BSW.

Die Spitzenkandidaten der Grünen, Cem Özdemir, der CDU, Manuel Hagel, und der AfD, Markus Frohnmaier (v.l.n.r.). Foto: Picture Alliance / Montage JF
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