STUTTGART. Die AfD hat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im Wahlkreis Mannheim I das Direktmandat gewonnen. Kandidat Bernhard Pepperl hat nach Auszählung aller Wahlbezirke 22,3 Prozent der Erststimmen erhalten, wie aus den Daten des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Knapp dahinter lag CDU-Kandidat Lennart Christ mit 21,7 Prozent, gefolgt vom Grünenbewerber Chris Rihm mit 21,6 Prozent.
Auch der SPD-Kandidat Stefan Fulst-Blei erzielte mit 17,5 Prozent ein vergleichsweise starkes Ergebnis. Durch die starke Zersplitterung der Stimmen reichte Pepperl ein relativ geringer Stimmenanteil für den Gewinn des Direktmandats.
Bei den Zweitstimmen lag die AfD im Wahlkreis Mannheim I mit 21,7 Prozent allerdings hinter den Grünen, die auf 27,6 Prozent kamen. Die CDU erreichte 20 Prozent. In der AfD-Hochburg Pforzheim wurde die Partei hingegen stärkste Kraft bei den Zweitstimmen. Sie kam dort auf 26,4 Prozent und lag damit knapp vor der CDU mit 25,9 Prozent. Das Direktmandat gewann jedoch CDU-Kandidat Andreas Renner mit 31,0 Prozent der Erststimmen vor AfD-Bewerber Alexsei Zimmer, der 26,8 Prozent erreichte.
In einem Wahlkreis holt die AfD 26,7 Prozent der Zweitstimmen
Ein noch höheres Zweitstimmenergebnis erzielte die AfD im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen. Dort kam sie auf 26,7 Prozent. Stärkste Kraft blieb allerdings die CDU mit 33,5 Prozent.
Die Spitzenkandidaten der beiden größten Parteien entschieden ihre Wahlkreise deutlich für sich. Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir gewann in Stuttgart II mit 47,9 Prozent der Erststimmen klar vor dem CDU-Bewerber Klaus Nopper, der 25 Prozent erreichte. CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel setzte sich im Wahlkreis Ehingen mit 47,1 Prozent deutlich gegen den AfD-Kandidaten Michael Scheffler durch, der 20,1 Prozent erhielt. (rr)






