BONN. Das Universitätsklinikum Bonn hat Berichte zurückgewiesen, wonach Patienten über klinikeigene Tablets keinen Zugriff auf die JUNGE FREIHEIT und andere konservative Nachrichtenportale hätten. Nach Angaben der Klinik seien die in der Berichterstattung geschilderten Vorgänge „für uns nicht nachvollziehbar“.
In einer Stellungnahme an die JUNGE FREIHEIT erklärte das Klinikum: „Das Universitätsklinikum Bonn sperrt keine Webseiten.“ Der Internetzugang für Patienten erfolge „nicht über das Netzwerk des UKB selbst, sondern über externe Anbieter“. Auf diese Zugänge habe die Klinik „keinen Einfluss“.
Zugleich betont das Haus, dass die in den Berichten genannten Portale bei eigenen Tests erreichbar gewesen seien. Wörtlich heißt es: „Zudem konnten die im Zusammenhang mit der Berichterstattung genannten Webseiten mit den vom Anbieter bereitgestellten Geräten aufgerufen werden.“
Patienten schickten Fotos aus Bonn
Hintergrund sind Schilderungen von Patienten, wonach auf den bereitgestellten Tablets beim Aufruf der JUNGEN FREIHEIT, von „Apollo News“ und „Nius“ Fehlermeldungen erschienen. „Apollo“ veröffentlichte dazu Bildschirmaufnahmen, die den verweigerten Zugriff dokumentieren sollen. Damit steht Aussage gegen Aussage: Während das Klinikum jede Verantwortung für mögliche Sperren zurückweist und auf externe Dienstleister verweist, berichten Patienten von konkreten Einschränkungen beim Zugriff auf bestimmte Nachrichtenportale.

Offen bleibt damit vorerst, wie es zu den geschilderten Fehlermeldungen kam und ob technische Störungen, Anbieterfilter oder andere Ursachen dahinterstecken. Die JF bleibt dran. (rr)



![[M] Die Parteilogos der Union (CDU und CSU) sowie der AfD und ein Banner mit der Aufschrift "Brandmauer" auf einer Wand mit aufgeplatzter Farbe und einem grossen Riss. Foto mit Composing als Symbolbild fuer die Gefahr, dass die sog, Brandmauer zur AfD nicht mehr lange haelt. --- Nur fuer redaktionelle Nutzung! --- Only for editorial use! ---](https://assets.jungefreiheit.de/2026/03/504686537.jpg)

