HOUSTON. Der US-Billionär Elon Musk hat eine „ethnische Säuberung“ der Deutschen angeprangert. Wörtlich schrieb er auf seiner Plattform X: „Die ethnische Säuberung der Deutschen passiert schon seit langer Zeit.“ Seine Aussage nahm Bezug auf einen Beitrag des rundfunk-kritischen Kanals „ÖRR Blog“, der schrieb, dass die Tagesschau bereits im Januar behauptet habe, Musk spreche sich für ethnische Säuberungen aus.
Ethnic cleansing of ethnic Germans in Germany has been taking place for a long time
— Elon Musk (@elonmusk) June 17, 2026
Nicht zum ersten Mal bekundet Musk öffentlich seinen Ärger über die Arbeit der deutschen öffentlich-rechtlichen deutschen Sender. Erst am Dienstag war bekanntgeworden, dass der Unternehmer dem ZDF eine Unterlassungserklärung geschickt hat, weil der Sender zuvor fälschlicherweise behauptet hatte, Musk habe zur „Jagd auf Migranten“ und zum „Bürgerkrieg“ in Nordirland aufgerufen (JF berichtete). Der Anwalt des X-Eigentümers, Joachim Steinhöfel, sagte gegenüber der JUNGEN FREIHEIT, das ZDF habe angekündigt, die Unterlassungserklärung zu unterschreiben (JF berichtete). Der Sender bestätigte dies später.
ZDF kürzt Beitrag nach Musks Beschwerde
Der gebürtige Südafrikaner habe Gewaltverbrechen wie den Enthauptungsversuch eines Sudanesen in Belfast dazu genutzt, „um zum Bürgerkrieg aufzurufen“, hieß es in dem Fernsehbeitrag des ZDF, der Musk verärgert hatte. Immer wieder wurde in der halbstündigen Sendung suggeriert, Musk habe ein Interesse an den anschließenden Protesten in Nordirland gehabt – bei denen laut der „BBC“ mehrere Wohnhäuser, Geschäfte und Autos in Brand gesetzt, insgesamt 42 Polizisten verletzt und 30 Demonstranten verhaftet wurden. Musk reagierte daraufhin mit der Ankündigung, er werde rechtliche Schritte gegen diese „empörenden Lügen“ einleiten.

„Die Behauptung, unser Mandant habe zu einer ‘Jagd auf Migranten’ durch einen ‘rassistischen Mob’ aufgerufen, ist offensichtlich unwahr“, heißt es in der Unterlassungsklage, aus der die Welt zitierte. Nach mehreren Beschwerden über die Moderatorin versah die Redaktion von „ZDF heute live“ den Fernsehbeitrag im Internet mit dem Hinweis, die Formulierung sei „unpräzise und deshalb missverständlich“. (st/ho/fw)






