MAINZ. Das ZDF hat dem Anwalt von Tech-Unternehmer Elon Musk zufolge angekündigt, eine Unterlassungserklärung zur Falschberichterstattung über den Billionär zu unterzeichnen. Der Jurist Joachim Steinhöfel bestätigte dies auf Anfrage der JUNGEN FREHEIT.
Zuvor war Steinhöfel im Namen des US-Amerikaners gegen den Sender vorgegangen, weil dieser ihm in einer Nachrichtensendung Gewaltaufrufe in den Mund gelegt hatte. Ein Beitrag bei „ZDF heute live“ wurde so von Moderatorin Christina von Ungern-Sternberg mit den Worten eingeleitet, Musk habe einen „rassistischen Mob“ in den sozialen Medien dazu aufgestachelt, „Jagd auf Migranten“ zu machen.
ZDF heute hat beim Beitrag „Ausschreitungen in Belfast – Wie Musk die Proteste befeuerte“ die Anmoderation aus rechtlichen Gründen gekürzt. #OerrBlog pic.twitter.com/gM3lduGh20
— ÖRR Blog. (@OERRBlog) June 16, 2026
Musk soll laut ZDF zu Menschenjagd und Bürgerkrieg aufgerufen haben
Der Unternehmer habe Gewaltverbrechen wie den Enthauptungsversuch eines Sudanesen in Belfast dazu genutzt, „um zum Bürgerkrieg aufzurufen“. Immer wieder wurde in dem halbstündigen Beitrag suggeriert, Musk habe ein Interesse an den anschließenden Protesten in Nordirland gehabt – bei denen laut der BBC mehrere Wohnhäuser, Geschäfte und Autos in Brand gesetzt, insgesamt 42 Polizisten verletzt und 30 Demonstranten verhaftet wurden. Musk reagierte daraufhin mit der Ankündigung, er werde rechtliche Schritte gegen diese „empörenden Lügen“ einleiten.
Legal action is being taken against ZDF for their outrageous lies
— Elon Musk (@elonmusk) June 15, 2026
„Die Behauptung, unser Mandant habe zu einer ‘Jagd auf Migranten’ durch einen ‘rassistischen Mob’ aufgerufen, ist offensichtlich unwahr“, heißt es in der Unterlassungsklage, aus der die Welt zitierte. Nach mehreren Beschwerden über die Moderatorin versah die Redaktion von „ZDF heute live“ den Fernsehbeitrag im Internet mit dem Hinweis, die Formulierung sei „unpräzise und deshalb missverständlich“. (ho/fw)





