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Doku in der Kritik: Not kritisiert Elend: Bahn wirft ZDF-Journalistin Hayali „schwere fachliche Mängel“ vor

Doku in der Kritik: Not kritisiert Elend: Bahn wirft ZDF-Journalistin Hayali „schwere fachliche Mängel“ vor

Doku in der Kritik: Not kritisiert Elend: Bahn wirft ZDF-Journalistin Hayali „schwere fachliche Mängel“ vor

ZDF-Journalistin Dunja Hayali (l.) und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn. Foto: picture alliance / NurPhoto | Christian Marquardt
ZDF-Journalistin Dunja Hayali (l.) und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn. Foto: picture alliance / NurPhoto | Christian Marquardt
ZDF-Journalistin Dunja Hayali (l.) und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn. Foto: picture alliance / NurPhoto | Christian Marquardt
Doku in der Kritik
 

Not kritisiert Elend: Bahn wirft ZDF-Journalistin Hayali „schwere fachliche Mängel“ vor

Deutsche Bahn gegen Gebühren-Journalistin Dunja Hayali: Ihre ZDF-Doku über den Staatskonzern enthalte „methodische Fehler“ und blende wichtige Fakten aus.
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BERLIN. Die Deutsche Bahn hat eine ZDF-Dokumentation von Dunja Hayali mit scharfen Worten zurückgewiesen. Der Staatskonzern wirft der Folge „Unsere Bahn: geliebt, verflucht – gefährlich?“ aus der Reihe „Am Puls“ schwere journalistische und fachliche Mängel vor. Der Film vermittle nach Darstellung der Bahn kein ausgewogenes Bild vom Zustand des Unternehmens.

„Dieser Film basiert in weiten Teilen rein auf Behauptungen und Meinungen und klammert entscheidende Fakten bewusst aus“, heißt es in der Stellungnahme.

Dadurch entstehe „keine sachliche Aufbereitung, sondern ein Zerrbild für die Zuschauenden“. Besonders hart fällt die Kritik an der Arbeitsweise der Filmemacher aus. Die Dokumentation enthalte „methodische Fehler, die die journalistische und fachliche Expertise der Filme-Macher stark in Frage stellen“. Die Bahn sieht damit nicht nur einzelne Aussagen, sondern die Anlage des Films als problematisch an. Ein zentraler Kritikpunkt ist der Pünktlichkeitsvergleich mit Belgien. In der ZDF-Dokumentation wird die Deutsche Bahn demnach an belgischen Werten gemessen. Für den Konzern ist diese Gegenüberstellung irreführend, weil in Belgien überwiegend Nahverkehrszüge auf einem deutlich kleineren Netz fahren.

Deutsche Bahn bleibt hinter eigenen Anspruch zurück

Die Bahn spricht deshalb von einem Bericht, bei dem „Kirschen mit Kürbissen“ verglichen würden. Die erwähnte belgische Quote von rund 92 Prozent beziehe sich auf sämtliche Zugverkehre. Das belgische Schienennetz sei zugleich nur etwa ein Fünftel so groß wie das deutsche.

Zwar räumt die Deutsche Bahn ein, dass die Pünktlichkeit im Fernverkehr weiter deutlich hinter dem eigenen Anspruch zurückbleibt. Für den gesamten Personenverkehr sieht sie sich aber nicht so weit von Belgien entfernt, wie es die Dokumentation nahelege. Der Vergleich sei deshalb „in hohem Maße unseriös“.

Auch beim Thema Digitalisierung widerspricht die Bahn dem ZDF. Die Behauptung, der Konzern verfüge über kein einziges digitales Stellwerk, sei „faktisch falsch“. Nach Angaben der Bahn hat kein anderes europäisches Bahnunternehmen ein höheres Maß an digitalen Stellwerken. Zudem blende der Film laufende Sanierungen, Fahrzeugumrüstungen und Pläne zur digitalen Zugsteuerung aus. (rr)

ZDF-Journalistin Dunja Hayali (l.) und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn. Foto: picture alliance / NurPhoto | Christian Marquardt
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