Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nimmt an der Grundsteinlegung der Moschee in Erfurt teil Foto: picture alliance/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
Thüringen

Ramelow freut sich über Moscheebau in Erfurt

ERFURT. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich erfreut über den Baubeginn der ersten Moschee in seinem Bundesland geäußert. „Für mich gehört eine Moschee zu unserer Gesellschaft, ebenso wie eine Kirche oder eine Synagoge“, sagte er bei der Grundsteinlegung der Erfurter Moschee.

Der Bau gehört der Ahmadiyya-Gemeinde in der Landeshauptstadt soll rund 600.000 Euro gekostet haben, berichtet der MDR. Der Sprecher der islamischen Gemeinde, Suleman Malik, betonte wie bedeutend ein eigenes Gebetshaus für die Gemeinschaft sei. „Um Vorurteile abzubauen, ist es wichtig, daß die Muslime ein Haus haben, in dem sie mit den Menschen ins Gespräch kommen können.“

Proteste begleiten Grundsteinlegung

Seit Bekanntwerden der Baupläne auf dem Grundstück im Stadtteil Marbach hatte es in der Vergangenheit Proteste gegeben. So hatten die Organisationen „Bürger für Erfurt“ und „Ein Prozent“ im vergangenen Jahr Holzkreuze als Zeichen des Widerstands auf dem Gelände errichtet. Auch die Grundsteinlegung wurde von einer Gegendemonstration begleitet.

Die Thüringer AfD kündigte an, trotz der Grundsteinlegung weiter gegen den Bau vorgehen zu wollen. „Nach wie vor nutzen wir auch juristische Mittel, um das Vorgehen zu behindern und vielleicht auch zu verhindern“, sagte der Landessprecher der Partei, Stefan Möller. (ag)

 

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nimmt an der Grundsteinlegung der Moschee in Erfurt teil Foto: picture alliance/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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