Soldaten mit G36
Bundeswehr-Soldaten während der Ausbildung Foto: picture alliance/Ulrich Baumgarten

Bundeswehr-Umfrage
 

Soldaten trauen ihren Waffen nicht

BERLIN. Die Soldaten der Bundeswehr haben Zweifel an der Qualität der eigenen Waffen geäußert. Nur acht Prozent der Armee-Angehörigen hätten „volles Vertrauen“ in ihre persönliche Ausrüstung oder das Gerät ihrer Einheit, ergab eine Umfrage des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, die der Bild-Zeitung vorliegt.

Dagegen hätten 43 Prozent der Befragten angegeben, sie vertrauten ihrer persönlichen Bewaffnung „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“. 28 Prozent sagten, sie vertrauten ihrer Ausrüstung „teils“, 16 Prozent vertrauten ihr demnach „eher“. Das Zentrum befragte für die Erhebung rund 800 Soldaten während der Nato-Übung „Trident Juncture“ im vergangenen Herbst.

„Katastrophale materielle Ausrüstung“

Auch die Ausrüstung der Einheiten und Teileinheiten wirke wenig vertrauenswürdig. 36 Prozent der Befragten verließen sich auf deren Bewaffnung „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“. 21 Prozent gaben an, ihr „eher“, 30 Prozent ihr „teils“ zu trauen. Am niedrigsten sei das Vertrauen in die Bewaffnung demnach bei jüngeren Soldaten, Mannschaften oder Unteroffizieren beim Heer.

Für Bundeswehrverbands-Chef André Wüstner sind die Ergebnisse ein „weiterer Beleg für die katastrophale materielle Ausrüstung“. „Deshalb ist die Trendwende Material absolut unverzichtbar, insbesondere vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen Weltlage.“ (ls)

Bundeswehr-Soldaten während der Ausbildung Foto: picture alliance/Ulrich Baumgarten
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