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„Danke, Bibi!“: Iraner in Deutschland demonstrieren nach US-Angriff

„Danke, Bibi!“: Iraner in Deutschland demonstrieren nach US-Angriff

„Danke, Bibi!“: Iraner in Deutschland demonstrieren nach US-Angriff

Eine Frau demonstriert in Berlin gegen Irans islamistische Führung: 1.600 Personen kamen dort zusammen. Foto: picture alliance / Jochen Eckel | R4660 Jochen Eckel
Eine Frau demonstriert in Berlin gegen Irans islamistische Führung: 1.600 Personen kamen dort zusammen. Foto: picture alliance / Jochen Eckel | R4660 Jochen Eckel
Eine Frau demonstriert in Berlin gegen Irans islamistische Führung: 1.600 Personen kamen dort zusammen. Foto: picture alliance / Jochen Eckel | R4660 Jochen Eckel
„Danke, Bibi!“
 

Iraner in Deutschland demonstrieren nach US-Angriff

Stunden nach dem Angriff auf den Iran protestieren hunderte Regimegegner auch in Deutschland. Während sie ihre Unterstützung für den Militärschlag der USA und Israels bekunden, überschlagen sich vor Ort die Ereignisse.
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BERLIN/TEHERAN. Stunden nach dem Angriff der USA und Israels gegen den Iran haben sich die in Deutschland lebenden Bürger des Landes zu Demonstrationen zusammengeschlossen. In Berlin versammelten sich nach Angaben der Polizei 1.600 Personen, um gegen die islamistische Herrschaft in Iran zu protestieren. Vor dem Brandenburger Tor skandierten sie unter anderem „Bibi, I thank you“ als Dank an den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu, berichtet der Tagesspiegel. Dabei hielten sie iranische Trikoloren aus der Zeit vor der Islamischen Revolution 1979 mit dem goldenen Löwen und einem Schwert hoch. Auf einigen Flaggen war auch das Gesicht des im US-Exil lebenden Sohn des gestürzten Schachs, Reza Pahlavi, zu sehen.

Auch in Frankfurt kamen laut Polizei etwa 1.300 Personen auf dem Goetheplatz zusammen und liefen anschließend zum Römerplatz. Neben den vorrevolutionären Flaggen seien auch jene der USA und Israels zu sehen gewesen, berichtet der Hessische Rundfunk. Einem Sprecher der Protestveranstalter werde der Angriff von vielen Teilnehmern nicht als Krieg, sondern „Befreiung“ wahrgenommen.

Unterdessen warnte Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) vor einer „abstrakten Gefährdungslage“, allen voran für jüdische, israelische und US-amerikanische Einrichtungen und erhöhte die Sicherheitsvorkehrungen im Land. Auch appellierte er an die Protestteilnehmer, friedlich zu bleiben. „Wir werden nicht zulassen, daß internationale Konflikte auf unseren Straßen mit Gewalt oder rechtswidrigen Mitteln ausgetragen werden.“

Roter Halbmond: Angriff auf Iran forderte 201 Tote

Am frühen Samstagmorgen hatte die israelische Armee zusammen mit den US-Streitkräften einen Militärschlag gegen den Iran begonnen, worauf Teheran mit Raketen antwortete (JF berichtete). Auch der Wohnsitz des Obersten Führers Ali Chamenei wurde von den Luftangriffen getroffen. Während mehrere israelische Medien den Tod des obersten Geistlichen des Landes vermeldeten, dementierte Teheran die Berichte.

Dem Iranischen Roten Halbmond zufolge starben 201 Menschen infolge der Attacken, zudem habe es 747 Verletzte gegeben. Irans Raketenangriffe auf Israel sowie US-Militärstützpunkte in Irak, Jordanien, Kuwait, Saudi Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten konnten hingegen weitestgehend abgefangen werden, wie der Nachrichtensender Al-Jazeera berichtet.

US-Präsident Donald Trump hatte den Angriff in einer Fernsehansprache angekündigt. „Unser Ziel ist es, das amerikanische Volk zu verteidigen, indem wir unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime ausschalten“, sagte er. „Es war stets Politik der Vereinigten Staaten, insbesondere meiner Regierung, daß dieses Terrorregime niemals eine Atomwaffe besitzen darf.“ Auch Israels Verteidigungsminister Israel Katz sprach in diesem Kontext davon, „Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen“.

Bis Donnerstag hatten Washington und Teheran über ein Ende des iranischen Atomprogramms verhandelt (JF berichtete). Der iranische Staat ist seit der Niederlage im jüngsten Krieg mit Israel und der anschließenden Wirtschaftskrise geschwächt. Im Januar hatten tausende Bürger gegen die islamistische Führung des Landes protestiert. (kuk)

Eine Frau demonstriert in Berlin gegen Irans islamistische Führung: 1.600 Personen kamen dort zusammen. Foto: picture alliance / Jochen Eckel | R4660 Jochen Eckel
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