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Aktualisiert: Israel und USA starten Angriff auf den Iran – Explosionen in Teheran

Aktualisiert: Israel und USA starten Angriff auf den Iran – Explosionen in Teheran

Aktualisiert: Israel und USA starten Angriff auf den Iran – Explosionen in Teheran

Rauchsäulen im Iran: Israel startete am Samstag nach eigenen Angaben einen Präventivschlag. Foto:picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Vahid Salemi
Rauchsäulen im Iran: Israel startete am Samstag nach eigenen Angaben einen Präventivschlag. Foto:picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Vahid Salemi
Rauchsäulen im Iran: Israel startete am Samstag nach eigenen Angaben einen Präventivschlag. Foto:picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Vahid Salemi
Aktualisiert
 

Israel und USA starten Angriff auf den Iran – Explosionen in Teheran

Israel und die USA greifen den Iran an. In Teheran erschüttern Explosionen das Regierungsviertel, dichter Rauch steigt nahe der Residenz Chameneis auf. In Israel gilt der Notstand, die Sirenen heulen landesweit.
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TEL AVIV/TEHERAN. Israel hat nach eigenen Angaben einen Militärschlag gegen den Iran begonnen. „Der Staat Israel hat einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet, um Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen“, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz am Samstag mit.

Iranischen Staatsmedien zufolge waren im Zentrum von Teheran drei Explosionen zu hören. Dichter Rauch sei aufgestiegen.

Israel rechnet mit Gegenschlag des Iran

Die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete, eine der Rauchsäulen sei in der Nähe eines Viertels im Zentrum zu sehen gewesen, in dem sich die Residenz des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, sowie das Präsidentenamt befinden.

In Israel wurde Luftalarm ausgelöst, um die Bevölkerung vor einem möglichen Gegenschlag des Iran zu warnen, wie das israelische Militär mitteilte. Zudem wurde der israelische Luftraum für den zivilen Luftverkehr geschlossen.

USA am Schlag beteiligt

Nach Angaben amerikanischer und israelischer Regierungsvertreter beteiligten sich auch die Vereinigten Staaten an dem Angriff. Ein US-Beamter erklärte, amerikanische Militärschläge gegen iranische Ziele seien im Gange. Sowohl die US- als auch die israelischen Gesprächspartner äußerten sich demnach unter der Bedingung der Anonymität.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz verhängte einen landesweiten Notstand. Die Regierung setzte zivile Flüge von und nach Israel aus, wie die israelische Flughafenbehörde mitteilte. In weiten Teilen des Landes heulten die Sirenen.

US-Vertreter rechnen demnach mit einem deutlich umfangreicheren Einsatz als bei den amerikanischen Angriffen auf iranische Atomanlagen im vergangenen Juni. In den vergangenen Monaten hatten sich die Spannungen in der Region weiter verschärft. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran mit Militärschlägen gedroht, falls Teheran seine Forderungen – insbesondere mit Blick auf das iranische Atomprogramm – nicht erfülle. Die Vereinigten Staaten bauten ihre Militärpräsenz im Nahen Osten massiv aus.

Erst am Donnerstag hatten amerikanische und iranische Vertreter in der Schweiz eine letzte Gesprächsrunde über das iranische Atomprogramm geführt. Die Verhandlungen endeten ohne Durchbruch. In Teheran berichteten Einwohner von Panik und chaotischen Szenen. Die Angriffe erfolgten am Samstagmorgen, dem ersten Arbeitstag der Woche im Iran, als viele Menschen an ihren Arbeitsplätzen und Kinder in den Schulen waren. Iranische Medien meldeten dichten Rauch aus jenem Stadtviertel, in dem sich üblicherweise die Residenz von Ayatollah Ali Chamenei sowie der Präsidentenpalast und der Nationale Sicherheitsrat befinden.

Sohn des gestürzten Schahs meldet sich

Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs Mohammed Reza Pahlavi, meldete sich nach den landesweiten Angriffen zu Wort. Er bezeichnete die gemeinsame US-israelische Operation als angekündigte „Hilfe“ und als „humanitäre Intervention“ des amerikanischen Präsidenten. Zugleich rief er die Iraner dazu auf, dem Regime die Unterstützung zu entziehen, und forderte Militär und Sicherheitskräfte auf, ihrem Eid gegenüber dem iranischen Volk nachzukommen – nicht gegenüber der Islamischen Republik. Man stehe „nahe am endgültigen Sieg“, erklärte Pahlavi und stellte weitere Aufrufe in Aussicht.

Ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter bestätigte unterdessen, daß bei dem gemeinsamen Angriff auch Irans Oberster Führer Ali Chamenei und Präsident Masud Peseschkian Ziel der Schläge gewesen seien. Zudem habe man sich auf jene Personen konzentriert, die „für das Massenmorden an iranischen Demonstranten verantwortlich“ seien. Eine abschließende Schadensbewertung stehe noch aus.

Nach Angaben eines US-Vertreters sollen die Angriffe nicht nur Stunden, sondern mehrere Tage andauern. Zugleich wurde bekannt, daß ein iranischer Gegenschlag auf einen US-Marinestützpunkt in Bahrain keine Opfer forderte. Getroffen worden sei ein leerstehendes Lagerhaus.

Die israelischen Streitkräfte bereiten sich unterdessen auf eine längere Auseinandersetzung vor. Nach Informationen aus Militärkreisen sollen in den kommenden Tagen bis zu 70.000 Reservisten einberufen werden, um insbesondere die Luftabwehrsysteme zu besetzen. Dutzende Ziele im Iran seien angegriffen worden, darunter auch Kommandeure der Revolutionsgarden.

Saudi-Arabien verurteilte derweil iranische Angriffe auf mehrere arabische Staaten, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Katar, Kuwait und Jordanien, und sprach von einer „eklatanten Verletzung der Souveränität“. Man stelle sich an die Seite der betroffenen Staaten. (rr)

Rauchsäulen im Iran: Israel startete am Samstag nach eigenen Angaben einen Präventivschlag. Foto:picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Vahid Salemi
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