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Flugpläne in Gefahr?: Kerosinmangel: Jetzt hilft Israel Deutschland mit Flugbenzin aus

Flugpläne in Gefahr?: Kerosinmangel: Jetzt hilft Israel Deutschland mit Flugbenzin aus

Flugpläne in Gefahr?: Kerosinmangel: Jetzt hilft Israel Deutschland mit Flugbenzin aus

Kerosin-Nothilfe: Außenminister Johann Wadephul (CDU, rechts) mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar am Dienstag in Berlin.
Kerosin-Nothilfe: Außenminister Johann Wadephul (CDU, rechts) mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar am Dienstag in Berlin.
Kerosin-Nothilfe: Außenminister Johann Wadephul (CDU, rechts) mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar am Dienstag in Berlin. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Flugpläne in Gefahr?
 

Kerosinmangel: Jetzt hilft Israel Deutschland mit Flugbenzin aus

Offenbar gehen die Kerosinvorräte in Deutschland trotz anderslautender Behauptungen der Bundesregierung zur Neige. Israel hilft jetzt mit Lieferungen aus, wie nach dem Staatsbesuch in Berlin bekannt wird.
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BERLIN/JERUSALEM. Nach dem Besuch des israelischen Außenministers Gideon Saar in Berlin hilft der jüdische Staat Deutschland mit Kerosin aus. Denn in der Bundesrepublik gehen durch die iranische Blockade der Straße von Hormus offenbar die Flugbenzinvorräte zu Ende. Und das wenige Wochen vor den Sommerferien.

Das israelische Außenministerium und das israelische Energieministerium teilten am Dienstagabend mit, dass das Land im Zuge der Energiekrise Kerosin nach Deutschland liefert. Dies geschehe auf Anfrage des von Katherina Reiche (CDU) geführten deutschen Wirtschaftsministeriums und wegen der „Krise in der Straße von Hormus“. Außenminister Saar war nur mit seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (CDU) vor die Presse getreten.

Der israelische Politiker habe bei seinem Besuch in Berlin am Dienstag der Bitte der deutschen Wirtschafts- und Energieministerin Reiche entsprochen und sie über den Schritt informiert, hieß es in der Erklärung aus Israel. Die Bundesregierung hat dazu zunächst noch keine Stellung genommen.

Kerosin-Deal kommt überraschend

Der Deal kommt durchaus überraschend. Denn Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte jüngst gesagt, dass Kerosinmangel für Deutschland kein Thema sei. Es gebe ausreichend Raffinerien, die Kerosin herstellen könnten.

Im April hatte sich auch der Nationale Sicherheitsrat mit der Energiekrise angesichts des Iran-Kriegs befasst. Danach hieß es, die Vorräte an Kerosin seien „für eine absehbare Zeit“ ausreichend. Allerdings sei man sich der „angespannten Situation“ bewusst und werde die Lage weiter intensiv beobachten.

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Durch die Blockade der Straße von Hormus hatte sich der Kerosinpreis zuletzt mehr als verdoppelt. Bisher wollte die Bundesregierung nicht eingreifen, denn man sehe sich „nicht als Kraftstoffhändler“. Wie viel Kerosin Israel an Deutschland liefert und ob dies den drohenden Engpass vor den Sommerferien ausgleichen kann, blieb unklar.

Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hatte aufgrund der Inflation beim Kerosin vor staatlichen Rabatten für Flugreisen in den Sommerferien gewarnt (die JF berichtete). Wenn es nicht mehr genug Flugbenzin gebe, könne eben nicht mehr so viel geflogen werden. Dann müssten Urlaubspläne geändert werden. (fh)

Kerosin-Nothilfe: Außenminister Johann Wadephul (CDU, rechts) mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar am Dienstag in Berlin. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
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