CEUTA/MELILLA. In der Nacht zum Freitag ist es in den spanischen Exklaven Ceuta und Melilla zu Ausschreitungen durch Migranten gekommen. Randalierer zündeten Autos an und lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, wie Reuters berichtet. Die spanischen Behörden gingen mit Wasserwerfern gegen die Migranten vor. Innerhalb von 24 Stunden waren knapp 50.000 Migranten aus Marokko und Algerien in spanisches Staatsgebiet eingedrungen (JF berichtete).
🚨BREAKING: The migrant invaders in Ceuta are raiding homes in the dead of night
Locals have been abandoned by the government to fight for themselves. pic.twitter.com/HRelIjQPRC
— Inevitable West (@Inevitablewest) July 30, 2026
Videoaufnahmen aus der Stadt zeigen, wie Migranten teilweise in Wohnhäuser eindrangen. In einem Fall legte ein Migrantenpaar mit einem Baby eine Leiter an einem Wohnhaus an, zerstörte die Fenster im ersten Stock und verschaffte sich so Zugang zu einer Wohnung, wie das Lokalmedium El Faro de Ceuta berichtet.
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Andere Videos zeigten mehrere Busse und Autos, die auf einer Straßenkreuzung in Melilla in Flammen standen. Geschäfte, Supermärkte, Restaurants und Einkaufszentren schlossen aus Furcht vor Plünderungen.
Melilla is on fire. North African Muslim criminals storm the border with Spain. pic.twitter.com/DxS6sbNjGJ
— RadioGenoa (@RadioGenoa) July 31, 2026
Spanien setzt Militär in Ceuta ein
Die spanische Polizei setzte teilweise Tränengas ein, um die anstürmenden Migranten an der Grenze zurückzudrängen. Zudem wurde das spanische Militär nach Ceuta entsandt. Der Vorsitzende des Dachverbands der spanischen Guardia Civil in Ceuta, Rachid Sbihi, bezeichnete die Situation als „absolutes Chaos“. Die Grenzen seien „völlig zusammengebrochen“, zitierte CBC.
Ceuta außer Kontrolle: 50.000 Menschen stürmen die spanische Exklave. Polizei und Einsatzkräfte werden angegriffen, Häuser gestürmt und Eigentum zerstört. pic.twitter.com/XNww8E1s7K
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) July 31, 2026
Mindestens 19 Migranten sollen bei dem Versuch, die Grenzen zu überqueren, ums Leben gekommen sein. Einige hundert Migranten, die zuvor nach Spanien gelangt waren, sollen mittlerweile nach Marokko zurückgekehrt sein.
Die marokkanische Regierung äußerte sich bislang nicht zu den Ereignissen. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska betonte, es gebe eine „enge Zusammenarbeit“ zwischen spanischen und marokkanischen Behörden und die marokkanische Polizei halte „viele Menschen“ davon ab, die Grenzen zu überqueren. (lb)





