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Illegale Migration: Afrikaner stürmen wieder auf Ceuta

Illegale Migration: Afrikaner stürmen wieder auf Ceuta

Illegale Migration: Afrikaner stürmen wieder auf Ceuta

Das Bild zeigt Afrikaner in Ceuta.
Das Bild zeigt Afrikaner in Ceuta.
Marokkanische Beamte greifen afrikanische Migranten vor Ceuta auf: Immer noch Tausende in der Stadt. Foto: picture alliance / Anadolu | Abu Adem Muhammed
Illegale Migration
 

Afrikaner stürmen wieder auf Ceuta

Erneut versuchen Migranten, die spanische Exklave Ceuta zu erreichen. Doch dieses Mal greifen marokkanische Beamte ein. Was noch anders lief als vor zwei Wochen.
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CEUTA. Erneut haben illegale afrikanische Migranten versucht, die spanische Exklave Ceuta zu stürmen. Wie mehrere spanische Medien übereinstimmend berichten, haben marokkanische Beamte etwa 300 Migranten auf marokkanischer Seite festgenommen und am Betreten spanischen Bodens gehindert. Auch spanische Sicherheitskräfte standen vorsorglich auf der anderen Seite der Grenze. Der Großteil der Migranten kommt aus Subsahara-Afrika.

Bereits am Mittwoch hatten marokkanische Behörden in den sozialen Medien angekündigt, den im Internet viel diskutierten erneuten Ansturm auf Ceuta am 15. August mit Maßnahmen zu verhindern. Vor allem auf Instagram und TikTok existieren Konten mit Hunderttausenden Followern, die illegale Migration nach Europa bewerben – teils mit Gerüchten, die Grenzen würden nicht bewacht werden, teils mit Versprechungen eines luxuriösen Lebens in der Fremde (JF berichtete).

Tausende Migranten immer noch in Ceuta

Zuletzt kündigte die EU-Kommission an, verstärkt gegen solche Inhalte im Netz vorgehen zu wollen. Dabei sollen TikTok und der Facebook-Konzern Meta, zu dem auch Instagram und WhatsApp gehören, im Kontext eines neuen, angeblich freiwilligen Krisenmechanismus bessere Hinweise von diesen Prüfern erhalten (JF berichtete). „Die Faktenchecker können schädliche Desinformation melden, die sich beispielsweise auf eine mögliche neue massenhafte Grenzüberquerung bezieht“, teilte ein Kommissionssprecher am vergangenen Dienstag mit.

Vor etwa zwei Wochen hatten Zehntausende – damals zumeist nordafrikanische – Migranten die spanische Stadt Ceuta erstürmt, die auf marokkanischem Boden liegt. Die spanischen Behörden sprechen von etwa 72.000 Migranten, einige Medien von etwa 80.000.

Die JUNGE FREIHEIT war in den vergangenen Tagen vor Ort und dokumentierte das Geschehen.

Viele von ihnen sind wieder in Afrika, einige befinden sich immer noch in Ceuta. Das spanische Innenministerium schätzt ihre Zahl auf etwa 5.000. Ceutas Regionalpräsident Juan Jesús Vivas geht von mindestens 9.000 aus. Ceuta hat etwa 80.000 Einwohner. (st/rsz)

Marokkanische Beamte greifen afrikanische Migranten vor Ceuta auf: Immer noch Tausende in der Stadt. Foto: picture alliance / Anadolu | Abu Adem Muhammed
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