Rackete
Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete Foto: picture alliance / AP Photo
„Seenotrettung“

Carola Rackete soll vor EU-Parlament sprechen

BRÜSSEL. Die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete soll Anfang Oktober im Europaparlament sprechen. Auf Einladung der Linksfraktion wird sie im Ausschuß für bürgerliche Freiheit, Justiz und Inneres am Tag der Deutschen Einheit das Wort ergreifen.

Ein Parlamentssprecher bestätigte laut der Nachrichtenagentur dpa, daß die Europäische Linke Rackete als Sprecherin zum Thema Seenotrettung vorgeschlagen habe. Demnach könne eine Mehrheit der Ausschußmitglieder zwar die Rede Racketes verhindern, was aber nicht zu erwarten sei, so der Sprecher weiter.

„KZ-ähnliche Zustände“

Zuletzt hatte Rackete gefordert, Europa solle alle Einwanderungswilligen, die sich derzeit in Libyen befinden, aufnehmen. Sie sprach von einer halben Million Menschen. Zugleich prangerte sie „KZ-ähnliche Zustände“ in libyschen Flüchtlingslagern an.

Ende Juni war sie von der italienischen Polizei verhaftet worden, nachdem sie mit ihrem Schiff mit 40 illegalen Einwanderern an Bord in den Hafen von Lampedusa eingefahren war. Dies war laut italienischem Recht illegal. Zudem touchierte sie dabei ein Boot der italienischen Finanzpolizei. (tb)

Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete Foto: picture alliance / AP Photo

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