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Neue Polit-Talkshow „Meinungsfreiheit“: „Welt“-Journalistin Nena Brockhaus: Mutig gegen Links

Neue Polit-Talkshow „Meinungsfreiheit“: „Welt“-Journalistin Nena Brockhaus: Mutig gegen Links

Neue Polit-Talkshow „Meinungsfreiheit“: „Welt“-Journalistin Nena Brockhaus: Mutig gegen Links

Ehemalige Bild- heutige Welt-Journalistin Nena Brockhaus (geborene Nene Schink), Moderatorin der Talkshow „Viertel nach Acht“, die heute „Meinungsfreiheit“ heißt.
Ehemalige Bild- heutige Welt-Journalistin Nena Brockhaus (geborene Nene Schink), Moderatorin der Talkshow „Viertel nach Acht“, die heute „Meinungsfreiheit“ heißt.
Brockhaus (als Gast der Sendung „Maischberger“): „Bei Rot-Rot-Grün könnte Deutschland sich direkt einsargen.“ Foto: IMAGO / HMB-Media
Neue Polit-Talkshow „Meinungsfreiheit“
 

„Welt“-Journalistin Nena Brockhaus: Mutig gegen Links

Sie gehört zu den wenigen etablierten Journalisten, die es wagen, offen gegen die Grünen aufzutreten. Nun ist Nena Brockhaus mit ihrer beliebten Polit-Talkshow zurück, die unter dem neuen Namen „Meinungsfreiheit“ einen Kontrapunkt zum ÖRR setzt.
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Nach langem Warten ist sie endlich zurück: „Viertel nach Acht“, die beliebte Polit-Talkshow mit Nena Schink. Ab Mitte 2021 etablierte sie sich als Geheimtip und Gegenpart zum politisch korrekten Talkshow-Einerlei des deutschen Fernsehens. Dann verabschiedete sie sich im Mai 2023 in die Sommerpause – aus der sie nie zurückkehrte, da der damals neue Fernsehsender „Bild TV“, wo das Format dienstags bis donnerstags Anfangs um 20.15 Uhr (später 22.15 Uhr) lief, nach nur zwei Jahren wieder eingestellt wurde.

Doch die Beliebtheit der Sendung hat nun zur Wiederauferstehung geführt, allerdings im neuen Gewand: „Meinungsfreiheit“ heißt sie jetzt, läuft montags bis mittwochs um 16.10 Uhr auf „Welt“, dem TV-Sender des Springer Verlags, und die Moderatorin nennt sich inzwischen Nena Brockhaus. Die sympathische Blondine, seit 2022 mit Metallindustriemagnat Caspar Brockhaus verehelicht, prägt die Sendung wesentlich.

Obwohl ursprünglich vom inzwischen geschassten Bild-Chefredakteur Julian Reichelt erdacht, der damit wiederum „The Five“ des US-Senders Fox-News kopierte, ist es Brockhaus, die den Balanceakt der Sendung verkörpert, den politisch korrekten Konsens sowohl zu attackieren wie auch zu wahren. Das gelingt ihr, indem sie regelmäßig notorische, aber gesellschaftlich noch akzeptierte Kritiker einlädt, wie Boris Palmer, Ahmad Mansuor, Wolfgang Kubicki oder Jan Fleischhauer – darüber hinauszugehen wagt Brockhaus jedoch kaum.

Ein starkes Stück, als Journalistin ein solches Buch zu schreiben

Breite Aufmerksamkeit erregte die 1992 in Düsseldorf geborene Journalistin erstmals im April 2021, als sie bei „Maischberger“ drastisch vor einer möglichen rot-rot-grünen Regierung warnte: „Das wäre ein Totalreinfall … dann könnte sich (Deutschland) direkt einsargen“. Wochen später erschien ihr Bestseller „Ich bin nicht grün. Plädoyer für die Freiheit“, in dem sie gegen die ideologische Vorherrschaft der Grünen anschreibt und der Partei „Moralpopulismus“ vorwirft.

Heute mag das wenig beeindrucken, da sich sogar grüne Ex-Parteichefs wie Ricarada Lang in öffentlicher Selbstkritik üben. 2021 jedoch war das Land im Baerbock-Fieber und die Grünen erzielten einen historischen Bundestagswahlsieg. „Ein starkes Stück“, brachte es damals Matthias Killing im Sat.1-Fernsehen auf den Punkt, „als Journalistin ein solches Buch zu schreiben, sich so klar zu positionieren“.

Brockhaus muss zeigen, ob sie den Mut hat, wieder Anschluss zu finden

Bemerkenswert war es auch, weil Schinks Arbeitgeber Springer nur wenige Jahre zuvor in der Asylkrise noch ganz auf grüner Linie lag und aggressiv mit der linksradikalen Losung „Refugees welcome“ agitierte. Insofern markierte ihr Buch sowie der Nachfolgeband und Spiegel-Bestseller „Alte weise Männer. Hommage an eine bedrohte Spezies“ (2023) ebenso wie „Viertel nach Acht“ den teilweisen Wandel bei Springer nach 2015, weg von einigen der linken Narrative, die dort in den Jahren zuvor massiv Einzug gehalten hatten.

Ob „Meinungsfreiheit“ aber wirklich an „Viertel nach Acht“ anknüpfen kann, ist fraglich. Die Youtube-Zugriffszahlen sind zwar ähnlich, doch die Welt hat sich weitergedreht. 2021 war das Ausreizen des Debattenrahmens bis an den Rand des gerade noch „Erlaubten“ kühn. Inzwischen aber gibt es neue Medien, wie Kontrafunk oder Nius, deren Debattenrunden die Dinge viel weiter drehen. „Meiunungsfreiheit“ wirkt damit bereits beim Start etwas brav und angestaubt. Nena Brockhaus muss nun zeigen, ob sie den Mut hat, wieder Anschluss zu finden.

Aus der JF-Ausgabe 14/26.

Brockhaus (als Gast der Sendung „Maischberger“): „Bei Rot-Rot-Grün könnte Deutschland sich direkt einsargen.“ Foto: IMAGO / HMB-Media
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