Joachim Kuhs
Der Teambesitzer der Dallas Mavericks, Mark Cuban (l.), ermutigt Spieler, während der Nationalhymne zu knien Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Ron Jenkins
Der Teambesitzer der Dallas Mavericks, Mark Cuban (l.), ermutigt Spieler, während der Nationalhymne zu knien Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Ron Jenkins

Sport und Politik
 

Dallas Mavericks verzichten auf US-Hymne

DALLAS. Die Basketballmannschaft der Dallas Mavericks hat das Abspielen der US-Nationalhymne vor seinen Heimspielen abgeschafft. Teambesitzer Mark Cuban bestätigte am Montag (Ortszeit) gegenüber dem Magazin The Athletic, es sei auch nicht geplant, sie künftig wieder zu spielen.

Das Vorgehen sei in Absprache mit der Leitung der Profiliga NBA erfolgt, berichtete der Sport-Sender ESPN. Cuban selbst wollte sich zu der Sache nicht weiter äußern.

Cuban erlaub te Spielern das Knien während der Hymne

Während des Abspielens der Hymne war es im vergangenen Jahr in verschiedenen US-Sportligen zu Protestgesten von Sportlern gegen angebliche Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit gekommen. Mehrere NBA-Stars und auch Footballspieler hatten sich wiederholt demonstrativ hingekniet, obwohl in den Statuten vorgesehen ist, daß Sportler während der Hymne stehen sollen. Cuban hatte sich dafür eingesetzt, Spielern diese Geste zu erlauben.

Diese Aktionen standen auch in Verbindung mit den „Black Lives Matter“-Demonstrationen in den Vereinigten Staaten. Um Zeichen gegen Rassismus zu setzen hatten im vergangenen Jahr mehrere Sportmannschaften angekündigt, sich umzubenennen. So wollen derweil die Footballer der Washington Redskins (Rothäute) und das Baseball-Team der Cleveland Indians ihre alten Namen ablegen. (ag)

Der Teambesitzer der Dallas Mavericks, Mark Cuban (l.), ermutigt Spieler, während der Nationalhymne zu knien Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Ron Jenkins
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