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Nick Adams im JF-Interview: „Trumps Fußball-Wissen ist auf unglaublich hohem Niveau“

Nick Adams im JF-Interview: „Trumps Fußball-Wissen ist auf unglaublich hohem Niveau“

Nick Adams im JF-Interview: „Trumps Fußball-Wissen ist auf unglaublich hohem Niveau“

Trump. Spricht in der JF über Rote Karten und seine große Liebe: Die USA: Ambassador Nick Adams, Donald Trumps Tourismus-Sondergesandter. Foto: US Department of State
Trump. Spricht in der JF über Rote Karten und seine große Liebe: Die USA: Ambassador Nick Adams, Donald Trumps Tourismus-Sondergesandter. Foto: US Department of State
Spricht in der JF über Rote Karten und seine große Liebe: Die USA: Ambassador Nick Adams, Donald Trumps Tourismus-Sondergesandter. Foto: US Department of State
Nick Adams im JF-Interview
 

„Trumps Fußball-Wissen ist auf unglaublich hohem Niveau“

Der Anruf bei Fifa-Chef Gianni Infantino machte Donald Trump erneut zur Zielscheibe für Kritik. Im JF-Interview spricht sein Tourismus-Sondergesandter Nick Adams über die WM, deutsche Fans in den USA, sinkende Buchungszahlen und die Angst mancher Europäer vor der Einreise.
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Begeisterte Influencer füllten die sozialen Netzwerke mit Bildern, die kein Tourismusverband der Welt besser hätte inszenieren können. Fußballfans aus aller Welt zeigten sich schockverliebt in die USA. In ein Land, das ganz anders zu sein scheint, als es die Darstellung in Europa oft vermuten lässt.

Die WM brachte harte Zeiten für Amerika-Kritiker. Zu beeindruckend sind die Stadien, zu freundlich und herzlich die Menschen. Ein Sommermärchen von New York bis Los Angeles.

Dann kam, wie es fast schon kommen musste: Dann kam Trump. Sein Anruf bei Fifa-Boss Gianni Infantino (die JF berichtete) lieferte endlich die Negativgeschichte, auf die viele so lange gewartet hatten. Eine Rote Karte, die auf Wunsch des Weißen Hauses zurückgenommen wurde. Ein Skandal. Plötzlich waren sie wieder da, die Reportagen über Touristen, die Angst haben, nicht einreisen zu dürfen, weil sie sich in sozialen Netzwerken negativ über Trump geäußert haben. Die Berichte aus Reisebüros, die Buchungszahlen seien eingebrochen.

War es eine Rote Karte, Herr Adams?

Dass am Ende aber wieder die positiven Bilder dominieren, dafür soll auch ein Mann sorgen: Ambassador Nick Adams, Special Presidential Envoy for American Tourism, Exceptionalism, and Values. Auf Deutsch: Trumps Sondergesandter für Tourismus. Adams, selbst gebürtiger Australier, lebt den amerikanischen Traum. Die JUNGE FREIHEIT hat ihn interviewt.

Ambassador Adams, Präsident Trump hat mit seinem Anruf bei Fifa-Präsident Gianni Infantino wegen der Roten Karte gegen US-Stürmer Folarin Balogun für Wirbel gesorgt. Beginnen wir mit der eigentlichen Entscheidung: War es aus Ihrer Sicht eine Rote Karte?

Adams: Aus dieser ganzen Geschichte lässt sich eine große Lehre ziehen. Präsident Trump ist schlicht der Größte aller Zeiten. Er kann die Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag unserer Unabhängigkeit bis ins Detail planen, daran arbeiten, Stabilität in den Nahen Osten zurückzubringen, Deals machen, um die Kraft der amerikanischen Wirtschaft freizusetzen, und erfolgreich für Fairness bei großen Sportereignissen kämpfen – alles an einem Nachmittag. Er ist ein Mann, der alles im Blick hat. Er ist Amerikas CEO, Oberbefehlshaber und so viel mehr. Ich stimme der Einschätzung des Präsidenten in dieser Sache zu. Wenn überhaupt, wird sie mehr Amerikaner für Fußball und die Weltmeisterschaft insgesamt interessiert haben.

Selbst viele Menschen, die Präsident Trump unterstützen, fragten: Warum sollte sich ein US-Präsident überhaupt in eine Disziplinarentscheidung der Fifa einmischen? Hat er der Sache geholfen – oder hat er damit nur die perfekte Anti-Trump-Schlagzeile geliefert?

Adams: Präsident Trump ist der qualifizierteste Mann, der zu meinen Lebzeiten für das Präsidentenamt kandidiert hat und der qualifizierteste, der es ausübt. Ich erinnere mich an ein Interview mit Dana White von der UFC, in dem White sagte, der Präsident habe über frühere Boxkämpfe und MMA-Fights mehr Detailwissen als viele professionelle Kommentatoren. Es sieht so aus, als sei sein Wissen über Fußball auf demselben unglaublich hohen Niveau. Das ist die Geschichte.

Die Weltmeisterschaft läuft natürlich noch, aber für Team USA und Deutschland ist das Turnier vorbei. Aus dieser Perspektive kann man bereits Bilanz ziehen. Gerade deutsche Fans posten Videos über freundliche Menschen, volle Stadien, großartigen Service, riesige Straßen, große Geschäfte und ein Land, das viel wärmer wirkt als sein Medienbild. Haben Sie diese Reaktion erwartet?

Adams: Ich habe sie nicht nur erwartet, ich habe es Medien auf der ganzen Welt gesagt, auch in Deutschland. Ich war eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaft auf Medientour in Berlin und habe erklärt: Amerika zu kennen heißt, Amerika zu lieben. Es zu sehen heißt, erstaunt zu sein. Und Amerika als Tourist zu verlassen heißt, dass man zu Hause schon die nächste Reise plant.

Nur als Erinnerung an unsere deutschen Freunde: Sie müssen nicht auf die nächste Weltmeisterschaft in den USA warten, um uns zu besuchen. Amerikas Tourismussaison läuft 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Und jeder unserer 50 Bundesstaaten ist wie ein eigenes, einzigartiges Land. Sie sind jederzeit willkommen, und ich weiß, dass Sie es alle lieben werden.

 

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„Die einzigen Menschen, die nicht willkommen sind, sind jene, die ein Sicherheitsrisiko darstellen“

Legt dieses Turnier eine Lücke frei zwischen dem Amerika, wie europäische Medien es beschreiben, und dem Amerika, wie Besucher es tatsächlich erleben?

Adams: Das scheint ganz sicher so zu sein. Ich habe mich nie besonders dafür interessiert, was die Medien sagen. Mich interessiert die Wirklichkeit. Wenn aber Lügen über die Vereinigten Staaten erzählt werden, werde ich sie immer korrigieren, indem ich die Wahrheit ausspreche. Dank der Millionen Besucher, die die Vereinigten Staaten nun selbst gesehen haben, wirken Touristen wie Bürgerjournalisten, indem sie mit Videos, Fotos und schriftlichen Berichten die Dinge richtigstellen. Amerika ist ein Land der Begeisterung, in dem die Straßen sauber sind; es ist ein Land des Abenteuers, das sicher und hochmodern ist; es ist ein Land mit Mystik, aber eines, in dem die Menschen freundlich, gastfreundlich und aufrichtig herzlich sind. Das sehen immer mehr Menschen selbst.


Gleichzeitig berichten deutsche Reisebüros von einem starken Rückgang der Buchungen für Reisen in die Vereinigten Staaten. Viele Europäer lesen Geschichten über Touristen, denen die Einreise verweigert wurde, die stundenlang befragt oder wieder nach Hause geschickt wurden. Verstehen Sie, warum manche Menschen plötzlich nervös sind, nach Amerika zu reisen?

Adams: Diese Weltmeisterschaft hat bereits jeden denkbaren Rekord bei Besucherzahlen und verkauften Tickets gebrochen. 99,99 Prozent aller Besucher haben eine reibungslose Erfahrung. Die einzigen Menschen, die nicht willkommen sind, sind jene, die ein Sicherheitsrisiko darstellen. Jede moderne Nation handelt so, auch Deutschland und jedes andere Mitglied des Schengen-Raums. Deshalb weise ich die Prämisse völlig zurück, dass Menschen fernbleiben oder abgewiesen werden. Wir sehen die Zahlen, und sie sind fantastisch.

Trump macht Amerika wieder schön

In sozialen Netzwerken sieht man nun Europäer sagen: „Wenn ich auf Facebook etwas Negatives über Trump gepostet habe, könnte mir dann die Einreise verweigert werden?“ Ist diese Angst absurd – oder hat Amerika hier ein Kommunikationsproblem?

Adams: Sie ist nicht nur absurd. Sobald die Menschen sehen, wie Präsident Trump zum Beispiel Washington D.C. in ein strahlendes Stück architektonischer und künstlerischer Schönheit verwandelt hat, werden sie vielleicht verstehen, warum er im Tourismus und bei allem anderen so großartige Arbeit leistet.

Zum Schluss, Ambassador Adams: Da die Weltmeisterschaft für das Team USA vorbei ist, zumindest auf dem Spielfeld: Worauf sind Sie am meisten stolz, wenn Sie auf Amerikas bisherige Leistung als Gastgeberland zurückblicken?

Adams: Team USA hat fantastische Arbeit geleistet. Die ganze Nation ist stolz auf sie. Sie werden zurückkommen, wir werden zurückkommen, und wir werden nicht aufhören, bis wir alles gewinnen. Aber darüber hinaus hat diese Weltmeisterschaft bereits einen Gewinner. Es ist das amerikanische Volk. Allein dadurch, dass sie sie selbst waren, haben die Amerikaner der Welt gezeigt, dass wir ein Land sind, in dem alles möglich ist, in dem Träume wahr werden und in dem ein Besuch – ob er ein paar Tage, ein paar Wochen oder ein paar Monate dauert – eine positive, lebensverändernde Erfahrung ist. Ich wusste, dass es so ist, und jetzt weiß es die Welt. Wenn es dafür einen Pokal gäbe, stünde ein solcher Pokal heute in jedem amerikanischen Haushalt.

Spricht in der JF über Rote Karten und seine große Liebe: Die USA: Ambassador Nick Adams, Donald Trumps Tourismus-Sondergesandter. Foto: US Department of State
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