BERLIN. Die SPD-Rentenpolitikerin Annika Klose hat für die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Frührente eine Übergangsfrist von fünf Jahren gefordert. Ein schneller Ausstieg aus der sogenannten Rente mit 63 kommt für das Mitglied der Rentenkommission damit nicht infrage.
Die Kommission hatte empfohlen, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren unter Wahrung des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ abzuschaffen.
Derzeit können langjährig Versicherte je nach Geburtsjahr bereits mit etwa 64,5 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen. „In Rentenfragen bedeutete dies in der Regel fünf Jahre“, sagte Klose den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit Blick auf den Vertrauensschutz. „Eine entsprechend lange Übergangsfrist wäre auch hier geboten.“
Auch Altersteilzeit soll geschützt werden
Nach Ansicht der SPD-Politikerin müssen zudem bereits abgeschlossene Altersteilzeitverträge berücksichtigt werden. Diese könnten Laufzeiten von bis zu zehn Jahren haben. Deshalb seien „lange Übergangsfristen sinnvoll und geboten“.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten sich zunächst dafür ausgesprochen, die Vorschläge der Rentenkommission grundsätzlich umzusetzen. Beim Ende der abschlagsfreien Frührente wächst jedoch der Widerstand.
Neben Teilen der SPD haben sich auch ostdeutsche CDU-Ministerpräsidenten gegen eine schnelle Abschaffung gestellt. Bas zeigte sich bereits offen dafür, diesen Punkt aus dem Reformpaket herauszunehmen, sollte auch die Union davon abrücken. (rr)






