STUTTGART. In den vergangenen Jahren haben auch in Baden-Württemberg Ausländer eine erhebliche Rolle bei Gruppenvergewaltigungen gespielt. Bei den 273 registrierten Übergriffen zwischen 2018 und 2025 erfasste die Polizei 698 Tatverdächtige, wovon 392 keine deutsche Staatsangehörigkeit hatten, heißt es in der Antwort des Landesinnenministeriums auf die Anfrage des innenpolitischen Sprechers der AfD-Landtagsfraktion, Chris Hegel, die „Nius“ exklusiv vorliegt.
Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger lag in diesem Zeitraum durchschnittlich bei 56 Prozent. Am höchsten war er 2022 mit 60 Prozent. Dabei lebten in Baden-Württemberg etwa im Jahr 2025 lediglich 2,06 Millionen ausländische Staatsangehörige (JF berichtete). Bei einer Gesamtbevölkerung von 11,25 Millionen lag somit der nichtdeutsche Anteil der Bevölkerung bei 18,3 Prozent. In Relation waren Ausländer bei Gruppenvergewaltigungen somit um den Faktor 3,06 oder um 206 Prozent überrepräsentiert. Am häufigsten stammen die mutmaßlichen Vergewaltiger aus Afghanistan (48), Syrien (46) und der Türkei (46). Weitere 40 Tatverdächtige sind Rumänen und 26 stammen aus dem Irak.
Der AfD-Politiker Hegel prangert das Innenministerium dafür an, seine Anfrage nicht vollständig beantwortet zu haben. „Bei der Zahl der Doppelstaatler und den Vornamen der deutschen Tatverdächtigen stellt sich das Ministerium bewusst dumm und verweist auf Nichterfassung dieser Daten in der PKS, obwohl diese Angaben selbstverständlich in den polizeilichen Informationssystemen gespeichert sind und problemlos ausgewertet werden können“, sagte er gegenüber „Nius“.
Ausländer nicht nur bei Gruppenvergewaltigungen überrepräsentiert
Allein im vergangenen Jahr machten ausländische Staatsangehörige einen großen Teil der Tatverdächtigen bei Straftaten aus. Bei rund 550.000 Straftaten registrierte das Landesinnenministerium, dass 48 Prozent der Tatverdächtigen keine deutsche Staatsbürgerschaft hatten, heißt es in der Antwort der Behörde auf die Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Lindenschmid, die der JUNGEN FREIHEIT exklusiv vorliegt.

In Relation waren Ausländer bei Straftaten somit um den Faktor 2,6 überrepräsentiert. Am stärksten waren sie mit 64,3 Prozent bei Diebstahldelikten unter erschwerenden Umständen vertreten (3,5fach überrepräsentiert). Allein Asylbewerber und Flüchtlinge machten von den Tatverdächtigen 16,7 Prozent aus, während lediglich etwa 310.000 (2,7 Prozent) von ihnen in Baden-Württemberg lebten (6,2fach). Bei Straftaten gegen das Leben stellen sie 16,5 Prozent der mutmaßlichen Täter (6,1fach).
Auch das Verhältnis bei den Opfern ist gegenüber den Bevölkerungsanteilen verschoben. „Im Jahr 2025 besitzen 68,7 Prozent der registrierten Opfer die deutsche Staatsangehörigkeit“, schreibt das Landesinnenministerium in der Antwort. Insgesamt gab es 91.936 deutsche und 41.847 ausländische Opfer von Straftaten im vergangenen Jahr. (mas)





