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Anja Arndt, AfD

Niedersachsen: Unbekannte greifen das Haus einer AfD-Jungpolitikerin an

Niedersachsen: Unbekannte greifen das Haus einer AfD-Jungpolitikerin an

Niedersachsen: Unbekannte greifen das Haus einer AfD-Jungpolitikerin an

„Nazi“-Aufschrift auf der Garagentür des Wohnhauses von Julia Gehrckens (r.): Die AfD spricht vom „Straßenterror“. Fotos: AfD Kreis Harburg /// picture alliance/dpa | Markus Scholz
„Nazi“-Aufschrift auf der Garagentür des Wohnhauses von Julia Gehrckens (r.): Die AfD spricht vom „Straßenterror“. Fotos: AfD Kreis Harburg /// picture alliance/dpa | Markus Scholz
„Nazi“-Aufschrift auf der Garagentür des Wohnhauses von Julia Gehrckens (r.): Die AfD spricht vom „Straßenterror“. Fotos: AfD Kreis Harburg /// picture alliance/dpa | Markus Scholz
Niedersachsen
 

Unbekannte greifen das Haus einer AfD-Jungpolitikerin an

„Nazi“-Schmierereien und zerstochene Reifen: Nach einem mutmaßlich linksextremen Anschlag auf AfD-Politikerin Julia Gehrckens ermittelt der Staatsschutz. Gegenüber der JF spricht sie von „einem weiteren Eskalationsschritt“.
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WINSEN (LUHE). Nach einem mutmaßlich linksextremen Anschlag auf das Haus und das Auto der niedersächsischen AfD-Politikerin Julia Gehrckens in Winsen (Luhe) hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Der Anfangsverdacht lautet auf politisch motivierte Kriminalität, berichtete das Hamburger Abendblatt am Mittwoch. Allerdings seien demnach Täter und Motiv bislang unbekannt.

In der Nacht zuvor hatten Unbekannte das Wohnhaus und das Fahrzeug der 27jährigen, die auch Beisitzerin im Bundesvorstand des AfD-Jugendverbandes „Generation Deutschland“ ist, mit schwarzer Farbe beschmiert. Zudem wurden die Reifen des Autos zerstochen. Auf der Garagentür war die Aufschrift „Nazi“ zu lesen. Aus diesem Grund ermittelt die Polizei auch wegen Beleidigung. Für eine kurzfristige JF-Anfrage war die Pressestelle der Polizei im Landkreis Harburg nicht zu erreichen.

Zerstochene Reifen und schwarze Farbe auf dem Auto von Gehrckens. Foto: privat

AfD-Kreisvorsitzender Robert Offermann verurteilte den Angriff. „Wir reden nicht mehr über politischen Protest, sondern über linksextremen Straßenterror. Die Täter wollen Angst säen und Andersdenkende einschüchtern.“ Zudem beklagte er mangelnde Distanzierung anderer Parteien und „Akteure der Zivilgesellschaft“. Es sei „verstörend“, dass sie „verdächtig ruhig“ seien. Auch die Generation Deutschland sprach von einem „Klima, in dem rechte, konservative und patriotische Menschen seit Jahren entmenschlicht, diffamiert und zur Zielscheibe erklärt“ würden. Wer AfD-Mitglieder pauschal als Gefahr für die Demokratie brandmarke, „gießt Öl ins Feuer“.

AfD-Politikerin „enttäuscht und sprachlos“

Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT sagte Gehrckens, von dem Anschlag erst am frühen Morgen mitbekommen zu haben. „Als Erstes fielen mir die platten Reifen auf“, sagte sie, „dann habe ich festgestellt, dass das Ausmaß doch größer war.“ Der dadurch entstandene Sachschaden lasse sich demnach noch nicht beziffern. „Ich warte noch auf die Rückmeldung der Gebäudeversicherung, ob sie die Reinigungskosten übernimmt.“ Hinzu kämen die Kosten für die Autowerkstatt.

Für Gehrckens stelle der Angriff auf ihren „stillen Winkel“ einen „weiteren Schritt auf der Eskalationstufe“ dar. „Diese öffentliche Feindmarkierung schockiert mich weniger, als dass sie mich nur weiter enttäuscht und sprachlos macht.“

Bei der Kommunalwahl im September kandidiert die AfD-Jungpolitikerin für den Winsener Stadtrat. Bereits Anfang April hatte die Linkspartei im Landkreis Harburg ein Video veröffentlicht, auf dem blaue Luftballons mit den Worten „Gehrckens raus aus Winsen“ zu sehen sind. Anfang Januar hatte zudem die sich als anarchistisch bezeichnende Gruppierung „Winsen (Luhe) Against Nazis“ angekündigt, die Wahl der 27jährigen verhindern zu wollen. „Wir werden kämpfen gegen die menschenverachtende Haltung, die sie vertritt, gegen den Rassismus, den sie in unsere Stadt bringt.“ (kuk)

„Nazi“-Aufschrift auf der Garagentür des Wohnhauses von Julia Gehrckens (r.): Die AfD spricht vom „Straßenterror“. Fotos: AfD Kreis Harburg /// picture alliance/dpa | Markus Scholz
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