BERLIN. Linksextreme haben in der Nacht zum Montag sechs Fahrzeuge auf dem Betriebsgelände der Telekom in Brand gesetzt und zerstört. Die Brände seien gegen 1.50 Uhr gemeldet worden, teilte die Polizei mit. Auf einer linksextremen Internetseite wurde ein Selbstbezichtigungsschreiben veröffentlicht.
In dem Text nennen die Angreifer die Ankündigung des Telekom-Vorstandsvorsitzenden Tim Höttges, er sehe die Rüstungsindustrie als „interessantes Geschäftsfeld“, das die Telekom erschließen wolle, als Grund für den Anschlag. So plane die Firma etwa, „gemeinsam mit Rheinmetall ein Drohnenabwehrschild zu entwickeln“. Solche Pläne wolle die anonyme Gruppe „angreifen“. Sie erklärte sich auch mit der linksextremen Gruppe „Palestine Action Germany“ solidarisch, die im September 2025 eine Sabotage-Aktion gegen die israelische Firma Elbit Systems in Ulm durchgeführt hatte.
Berliner Gewerkschaft der Polizei bezeichnet Anschlag als „Nonsens“
Laut Polizei wurde die Feuerwehr von einem Zeugen informiert. Sämtliche brennenden Autos konnten durch die Beamten gelöscht werden. Dennoch brannten die entsprechenden Fahrzeuge offenbar weitestgehend aus.

Die Berliner Gewerkschaft der Polizei kritisierte den Anschlag: „Pünktlich nach dem Aufstehen haben die Weltuntergangsverschwörer mal wieder ein Pamphlet zusammengeschustert und auf der einschlägig bekannten Plattform veröffentlicht, um diesen sinnfreien Nonsens zu rechtfertigen“, schrieb der Presseprecher Benjamin Jendro auf X.
In der Nacht wurden sechs Fahrzeuge der Telekom abgefackelt – Pünktlich nach dem Aufstehen haben die Weltuntergangsverschwörer mal wieder ein Pamphlet zusammengeschustert und auf der einschlägig bekannten Plattform veröffentlicht, um diesen sinnfreien Nonsens zu rechtfertigen pic.twitter.com/fnEOiHTqJe
— Benjamin Jendro (@Djeron7) June 15, 2026
(lb)






