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Linksextremismus: Nach Mord an Quentin D. – Frankreich verbietet Antifa-Gruppe endgültig

Linksextremismus: Nach Mord an Quentin D. – Frankreich verbietet Antifa-Gruppe endgültig

Linksextremismus: Nach Mord an Quentin D. – Frankreich verbietet Antifa-Gruppe endgültig

Sie ermordeten Quentin Deranque: Vermummte Linksextreme demonstrieren gegen das Verbot des Antifa-Schlägertrupps Jeune Garde, Mai 2025.
Sie ermordeten Quentin Deranque: Vermummte Linksextreme demonstrieren gegen das Verbot des Antifa-Schlägertrupps Jeune Garde, Mai 2025.
Linksextreme demonstrieren gegen das Verbot von Jeune Garde, Mai 2025. Foto: picture alliance / Hans Lucas | Matthieu Delaty
Linksextremismus
 

Nach Mord an Quentin D. – Frankreich verbietet Antifa-Gruppe endgültig

Monate nach der Tötung eines Identitären wird das Verbot der mitverantwortlichen „Jeune Garde“ rechtskräftig. Dass sich der Antifa-Schlägertrupp für eine „soziale Basisbewegung“ hält, überzeugte die Richter nicht.
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PARIS. Die linksextreme französische Antifa-Gruppierung „Jeune Garde“ (Junge Garde) ist verboten worden. Der Staatsrat wies am Donnerstag einen Antrag auf Berufung der Gruppe zurück – und bestätigte somit deren Auflösung, wie die Zeitung Le Figaro berichtet.

Die Linksextremisten waren im Februar in die Schlagzeilen geraten, nachdem mehrere Mitglieder den jungen Identitären Quentin Deranque totgeprügelt hatten (JF berichtete). Eigentlich war die „Jeune Garde“ bereits im Sommer 2025 vom Innenministerium verboten worden. Das Verbot war jedoch noch nicht rechtskräftig, zudem organisierten sich die Mitglieder weiterhin.

Während der Verbotsverhandlung betonte der Staatsrat den gewalttätigen Charakter der Bewegung. So führe diese regelmäßig „Säuberungen“ von Stadtvierteln durch und organisiere zudem Kampfsporttrainings, die der „physischen und mentalen Vorbereitung der Gruppenmitglieder auf gewalttätige Auseinandersetzungen dienten“.

Linksextreme wollten Andersdenkende einschüchtern

Die Gruppe verfolge eine „Einschüchterungsstrategie“, die „nicht nur darauf abzielt, die öffentliche Meinungsäußerung von rechten Aktivisten zu bekämpfen, sondern auch die eigenen Mitglieder dazu anzustiften, alle, die von der Gruppe als ‘Faschisten’ betrachtet werden, physisch aus dem öffentlichen Raum auszuschließen“.  Ganz gezielt fördere sie auch die Begehung von Straftaten durch Linke, die nicht konkret Teil ihrer Gruppe seien.

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Der Anwalt von „Jeune Garde“, Paul Mathonnet, argumentierte hingegen, die Organisation sei „keine geheime Gruppe, sondern eine soziale Basisbewegung“. Die Richter des Palais Royal zeigten sich nicht überzeugt.

Antifa-Gruppe hatte Verbindungen zu linker Partei

Die „Jeune Garde“ wies zahlreiche Verbindungen zur linksextremen Partei La France insoumise (LFI) auf (JF berichtete), die bei den Wahlen im Jahr 2024 – als Teil eines breiten linken Bündnisses – zweitstärkste Kraft wurde. Einer der Mörder von Quentin soll ein Mitarbeiter des LFI-Abgeordneten Raphaël Arnault gewesen sein. Arnault war bereits in der Vergangenheit mit der Nähe zum gewalttätigen linksextremen Spektrum aufgefallen (JF berichtete).

Mehrere prominente Politiker Frankreichs riefen nach der Tötung Quentins dazu auf, jegliche Zusammenarbeit mit der LFI zu beenden (JF berichtete). Der französische Justizminister Gérald Darmanin (Renaissance-Partei) sowie der ehemalige Präsident François Hollande (Parti socialiste) bezeichneten die Partei als linksextrem. (lb)

Linksextreme demonstrieren gegen das Verbot von Jeune Garde, Mai 2025. Foto: picture alliance / Hans Lucas | Matthieu Delaty
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