WIEN. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hat neue Zahlen zur Kriminalität von Migranten vorgelegt. Demnach wurden 2025 insgesamt 164.573 ausländische Tatverdächtige registriert. Das waren 7.515 mehr als im Jahr davor. Die meisten Verdächtigen entfielen auf Diebstahl und Körperverletzung.
Bei Diebstählen wurden 23.870 Nicht-Österreicher als Tatverdächtige erfasst, bei Körperverletzungen 17.902. Bei Suchtdelikten nennt die Statistik 6.700 ausländische Verdächtige.
Auch bei Asylbewerbern stieg die Zahl. Demnach wurden hier 2025 insgesamt 11.896 Tatverdächtige registriert. Das ist ein Plus von 471 Fällen gegenüber 2024. Besonders schwer wiegen die Zahlen bei Gewalt- und Sexualdelikten. Bei einem Anteil von 20,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung entfallen laut Anfrage 21 von 74 erfassten Mordfällen auf nichtösterreichische Tatverdächtige. Das entspricht 28,4 Prozent. In einem Fall war ein Asylbewerber tatverdächtig.
Bei Vergewaltigungen weist die Statistik 471 Fälle mit ausländischen Tatverdächtigen aus. Das entspricht rechnerisch 1,3 Fällen pro Tag. In 58 Fällen waren Asylbewerber tatverdächtig. Bei schwerer Körperverletzung wurden 1.468 Fälle mit ausländischen Verdächtigen registriert, davon 146 mit Asylbewerbern.
Zahl der Ausländer in terroristischen Vereinigungen gestiegen
Hinzu kommen 112 Fälle schwerer sexueller Nötigung Unmündiger durch nichtösterreichische Tatverdächtige. In 19 Fällen wurden Asylbewerber erfasst. Bei Ermittlungen wegen terroristischer Vereinigung stieg die Zahl ausländischer Tatverdächtiger von 83 im Jahr 2024 auf 117.
FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker reagierte scharf auf die Zahlen. „Die Lage ist außer Kontrolle und Karners angebliche Abschiebeoffensive ist ein reines Märchen“, sagte er. Wenn tatsächlich so viele straffällige Fremde außer Landes gebracht würden, könnten die Deliktzahlen nicht Jahr für Jahr steigen.
Hafenecker forderte die sofortige Ausrufung eines Migrationsnotstands und konsequente Remigrationsmaßnahmen. „Steigen die Zahlen tatverdächtiger Fremder, obwohl angeblich konsequent abgeschoben wird, dann kommen offensichtlich mehr Täter nach, als das Land verlassen“, sagte der FPÖ-Politiker. Das sei „kein Erfolg, sondern ein komplettes Staatsversagen“.
Die Freiheitlichen verlangen nun ein Notprogramm. Dazu zählen die Außerlandesbringung straffällig gewordener Fremder, die Aussetzung des Familiennachzugs und ein Stopp der illegalen Migration. „Jeder weitere Tag ohne Migrationsnotstand ist ein Tag zu viel“, sagte Hafenecker. (rr)






