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Zukunftspaket: Porsche kürzt Weihnachtsgeld und weitet Stellenabbau aus

Zukunftspaket: Porsche kürzt Weihnachtsgeld und weitet Stellenabbau aus

Zukunftspaket: Porsche kürzt Weihnachtsgeld und weitet Stellenabbau aus

Mitarbeiter von Porsche gehen zu einem Gebäude am Firmensitz in Stuttgart-Zuffenhausen. Mitarbeiter von Porsche gehen zu einem Gebäude am Firmensitz in Stuttgart-Zuffenhausen: Das Paket wurde mit der IG Metall und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall verhandelt. Foto: picture alliance/dpa | Christoph Schmidt
Mitarbeiter von Porsche gehen zu einem Gebäude am Firmensitz in Stuttgart-Zuffenhausen. Mitarbeiter von Porsche gehen zu einem Gebäude am Firmensitz in Stuttgart-Zuffenhausen: Das Paket wurde mit der IG Metall und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall verhandelt. Foto: picture alliance/dpa | Christoph Schmidt
Mitarbeiter von Porsche gehen zu einem Gebäude am Firmensitz in Stuttgart-Zuffenhausen: Das Paket wurde mit der IG Metall und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall verhandelt. Foto: picture alliance/dpa | Christoph Schmidt
Zukunftspaket
 

Porsche kürzt Weihnachtsgeld und weitet Stellenabbau aus

Das neue Zukunftspaket der Porsche AG soll Beschäftigungen und Standorte bis 2035 sichern. Um das zu erreichen, will der Sportwagenhersteller Tausende Stellen abbauen und das Weihnachtsgeld an die Leistungen der Mitarbeiter koppeln.
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STUTTGART. Der Vorstand und Gesamtbetriebsrat der Porsche AG haben sich auf ein Zukunftspaket geeinigt, durch das Tausende Stellen verschwinden sollen. „Das Paket beinhaltet außerdem den sozialverträglichen Abbau von weiteren 5.000 Arbeitsplätzen bis 2035“, schrieb das Unternehmen nach einer Betriebsversammlung am Montag in einer Mitteilung. „Dies soll vor allem durch natürliche Fluktuation, demographische Effekte, den Ausbau des Sonderprogramms zur Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsvereinbarungen erreicht werden.“

Mit dem Paket ziele Porsche auf eine „Beschäftigungs- und Standortsicherung bis 2035“ sowie auf „Investitionen in Höhe von insgesamt kumuliert 2,1 Milliarden Euro in die Standorte Zuffenhausen und Weissach“ ab. „Gemeinsames Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Sportwagenherstellers zu stärken und langfristig möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.“

Nicht der erste angekündigte Stellenabbau bei Porsche

Bereits Anfang Juni kündigte der Sportwagenhersteller an, bis zu 4.000 Arbeitsplätze abzubauen (JF berichtete). Besonders betroffen seien demnach die Bereiche Management und Verwaltung. Insgesamt fallen dadurch rund 9.000 Stellen bei Porsche weg.

Zusätzlich sollen die drei Tochterfirmen „Cellforce“, „eBike Performance“ und „Cetitec“ geschlossen werden, kündigte Porsche-Chef Michael Leiters bereits Anfang Mai an (JF berichtete). Über 500 Stellen sind von der Entscheidung betroffen. Hintergrund seien veränderte Marktbedingungen und eine stärkere Fokussierung auf das Kerngeschäft. „Das zwingt uns zu schmerzhaften Einschnitten – auch bei unseren Tochtergesellschaften“, begründete Leiters.

Porsche wird Weihnachtsgeld stärker an Leistung knüpfen

Außer dem Stellenabbau plane Porsche, bei Führungskräften und Mitarbeitern, die unter den Porsche-spezifischen Vergütungsrahmen fallen, „insgesamt 3,5 Prozent der aktuellen tariflich vereinbarten Entgelterhöhung und künftiger Entgelterhöhungen bis 2035“ aufzuschieben. Zudem verzichte das obere und Top-Management in den Jahren 2027 und 2028 auf einen Beitrag aus der Erhöhung der Grundvergütung.

Gleichzeitig soll der freiwillige Unternehmensanteil beim Weihnachtsgeld bis 2035 auf 45 Prozent sinken. „Dadurch reduziert sich das Weihnachtsgeld von bis zu 100 auf 60 Prozent eines Monatsgehalts. Die freiwillige Sonderzahlung wird künftig noch stärker am Unternehmenserfolg und an der Profitabilität ausgerichtet.“ Weiter werde mobiles Arbeiten nur noch an acht Tagen im Monat statt an bisher zwölf Tagen möglich sein. „Weitere Maßnahmen umfassen Änderungen der Rahmenbedingungen für Pausenregelungen und Produktionstaktzeiten.“

Das Zukunftspaket sei „ein zentraler Bestandteil der Strategie 2035, die im Oktober bei einem Capital Markets Day im Detail vorgestellt wird“. Es wurde gemeinsam mit der IG Metall und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall verhandelt. „Für Beschäftigte mit IG-Metall-Mitgliedschaft wird es künftig einen IG-Metall-Mitgliederbonus geben. Dieser umfasst einen zusätzlichen freien Tag pro Jahr sowie einen Gutschein im Wert von 200 Euro pro Jahr.“ Schließlich erhalten reguläre Mitarbeiter im August einen einmaligen Transformationsbonus in Höhe von 1.500 Euro, während er für IG-Metall-Mitglieder bei 1.911 Euro liegen werde.

Konkurrenz ebenfalls von Wirtschaftskrise betroffen

Gleichzeitig steht auch Porsches Konkurrenz wegen der Wirtschaftskrise unter Druck. Audi rechnet nur noch mit einem Umsatz von 58 bis 63 Milliarden Euro (JF berichtete). Das sind fünf Milliarden Euro weniger als noch im April erwartet. Auch die Rendite fällt schwächer aus. Statt der bisherigen Spanne erwartet Audi nur noch eine Rendite von fünf bis sieben Prozent.

Im zweiten Quartal sank der Gewinn nach Steuern um rund 21 Prozent auf 563 Millionen Euro. Die Zahlen beziehen sich auf den Audi-Teilkonzern, zu dem auch Lamborghini, Bentley und Ducati gehören.

Auch der Mutterkonzern Volkswagen steht unter Druck. VW meldete zuletzt einen noch stärkeren Gewinneinbruch (JF berichtete). Konzernchef Oliver Blume will bis Jahresende ein neues Sparpaket vorlegen. Medienberichten zufolge könnten Zehntausende Stellen und mehrere Werke betroffen sein. (mas)

Mitarbeiter von Porsche gehen zu einem Gebäude am Firmensitz in Stuttgart-Zuffenhausen: Das Paket wurde mit der IG Metall und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall verhandelt. Foto: picture alliance/dpa | Christoph Schmidt
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