MÜNCHEN. Die Krise der deutschen Autoindustrie verschärft sich weiter. Nun vermeldet auch BMW nach Ablauf des zweiten Quartals erneut einen herben Gewinneinbruch – diesmal um 35 Prozent. Zuvor hatten schon Audi und Mercedes zum wiederholten Male heftige Quartalseinbrüche gemeldet.
Die deutsche Fahrzeugbranche – einst Lokomotive der deutschen Wirtschaft – gerät damit immer stärker unter die Räder. Seit der von der Bundesregierung und der EU-Kommission erzwungenen Umstellung auf Elektromobilität geht es bergab. In neun Jahren sollen Autos mit Verbrennermotoren endgültig verboten sein.
BMW verdiente im zweiten Quartal nach Steuern nur noch 1,2 Milliarden Euro – mehr als ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum, wie die Münchner mitteilten. Auch die Umsätze sanken um gut zehn Prozent – von 34 auf 31 Milliarden Euro.
Größter BMW-Einbruch im Kerngeschäft
Die Zahlen kommen nur einen Tag, nachdem die Bayerischen Motorenwerke angekündigt hatten, 8.000 Stellen abzubauen (JF berichtete). Die neuen Zahlen zeigen, wie nötig der Konzern Sparmaßnahmen hat.

Beim früheren Kerngeschäft, dem Bereich Automobile, ist der Einbruch am deutlichsten. Hier stürzte das operative Ergebnis um mehr als 60 Prozent auf 629 Millionen Euro ab.
Das führt zu der kuriosen Situation, dass BMW im abgelaufenen Quartal erstmals mehr mit seinen Finanzdienstleistungen verdiente als mit der Herstellung von Autos. (fh)





