Anzeige
Anzeige

Kampf um Sparpläne: China-Absturz reißt VW noch tiefer in die Krise

Kampf um Sparpläne: China-Absturz reißt VW noch tiefer in die Krise

Kampf um Sparpläne: China-Absturz reißt VW noch tiefer in die Krise

Produktion gedrosselt: VW-Mitarbeiter arbeiten im Werk in Emden am E-Auto ID.4.
Produktion gedrosselt: VW-Mitarbeiter arbeiten im Werk in Emden am E-Auto ID.4.
Volkswagen kommt nicht aus der Krise. VW-Mitarbeiter arbeiten im Werk in Emden am E-Auto ID.4. Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt
Kampf um Sparpläne
 

China-Absturz reißt VW noch tiefer in die Krise

Volkswagen verdient im zweiten Quartal nur noch 1,54 Milliarden Euro. In China brechen die Verkäufe um mehr als ein Drittel ein, die Umsatzprognose kippt. Gleichzeitig kämpft Konzernchef Oliver Blume um seine Sparpläne.
Anzeige

WOLFSBURG. Volkswagen hat im zweiten Quartal erneut massiv an Gewinn verloren. Von April bis Juni blieben nach Steuern 1,54 Milliarden Euro übrig. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,29 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang um 32,9 Prozent. Die größte Schwachstelle liegt in China. Dort lieferte der Konzern nur noch 424.300 Fahrzeuge aus, mehr als ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor.

Weltweit gingen die Auslieferungen um fast neun Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge zurück. Für das Gesamtjahr rechnet VW nun nicht mehr mit Wachstum.

Statt eines Umsatzplus von bis zu drei Prozent erwartet der Konzern inzwischen einen Rückgang von bis zu drei Prozent. Die operative Marge soll weiter zwischen vier und 5,5 Prozent liegen. Für Konzernchef Oliver Blume kommen die Zahlen zur Unzeit. Erst vor zwei Wochen hatte der Aufsichtsrat über neue Sparpläne beraten. Dort stießen die Vorschläge auf Widerstand des Landes Niedersachsen und der Arbeitnehmerseite (die JF berichtete).

VW-Sparpläne bleiben weiter heißes Thema

Blume hatte zuletzt von rund 50.000 Stellen gesprochen, die rechnerisch betroffen sein könnten. Vier Standorte stehen im Mittelpunkt der Debatte: Emden, Hannover, Zwickau und das Audi-Werk in Neckarsulm. Werksschließungen will Blume offiziell vermeiden. In einem internen Statement sprach er von „intelligenten Lösungen“.

Niedersachsen hält 20 Prozent an Volkswagen und entsendet zwei Vertreter in den Aufsichtsrat. Zusammen mit den Arbeitnehmervertretern kann das Land weitreichende Einschnitte blockieren.

Nach Informationen des Manager Magazins sollen die Sparpläne im September erneut auf den Tisch kommen. Ende August wollen Blume und weitere Top-Manager zunächst bei mehreren Betriebsversammlungen vor die Belegschaft treten. (rr)

Volkswagen kommt nicht aus der Krise. VW-Mitarbeiter arbeiten im Werk in Emden am E-Auto ID.4. Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles