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Krise: Wieder 4.000 Jobs bedroht – Porsche feuert drei Top-Managerinnen

Krise: Wieder 4.000 Jobs bedroht – Porsche feuert drei Top-Managerinnen

Krise: Wieder 4.000 Jobs bedroht – Porsche feuert drei Top-Managerinnen

Sollen ihre Posten verlieren: Europa-Vertriebschefin Iryna Kauk, Christiane Zorn und Maryam Djavadi. Foto: Porsche AG / JF
Sollen ihre Posten verlieren: Europa-Vertriebschefin Iryna Kauk, Christiane Zorn und Maryam Djavadi. Foto: Porsche AG / JF
Sollen ihre Posten verlieren: Europa-Vertriebschefin Iryna Kauk, Christiane Zorn und Maryam Djavadi. Foto: Porsche AG / JF
Krise
 

Wieder 4.000 Jobs bedroht – Porsche feuert drei Top-Managerinnen

Porsche greift in der Führungsetage durch: Drei bekannte Managerinnen verlieren ihre bisherigen Funktionen, zugleich stehen bis zu 4.000 weitere Jobs auf der Kippe. Besonders Management, Verwaltung und Entwicklung geraten unter Druck.
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STUTTGART. Porsche hat offenbar den nächsten großen Stellenabbau vorbereitet. Laut Medienberichten könnten beim Sportwagenhersteller bis zu 4.000 weitere Arbeitsplätze wegfallen. Besonders betroffen wären demnach die Bereiche Management und Verwaltung. Parallel dazu baut Vertriebsvorstand Matthias Becker sein Ressort um. Gleich drei prominente Managerinnen verlieren nach Informationen aus Unternehmenskreisen ihre bisherigen Funktionen.

Gehen müssen Europachefin Iryna Kauk, die Leiterin der Region „Übersee und Wachstumsmärkte“, Christiane Zorn, sowie Maryam Djavadi, Chefin der Abteilung für Luxus- und Exklusivitätsprogramme.

Becker verringert laut dem Handelsblatt die Zahl der Vertriebsregionen von fünf auf drei. Die bisherigen Regionen Deutschland und Europa sollen zusammengelegt werden. Die Führung übernimmt demnach der bisherige Deutschlandchef Robert Ader. Kauk verliert damit ihre bisherige Position. Auch die Vertriebsregion „Übersee und Wachstumsmärkte“ soll ihre Eigenständigkeit verlieren. Zorn soll ihren Posten räumen, obwohl Becker sie erst vor gut einem Jahr dort eingesetzt hatte. Auch die kleine Hauptabteilung für Luxus- und Exklusivitätsprogramme soll neu zugeordnet werden. Djavadi soll Porsche dem Bericht zufolge verlassen.

Zwei Porsche-Mitarbeiter prüfen in der Lackiererei den Lack der Karosserie eines vollelektrischen Porsche Macan. Vor allem der Elektromarkt macht dem Hersteller Probleme. Foto: picture alliance/dpa | Jan Woitas
Zwei Porsche-Mitarbeiter prüfen in der Lackiererei den Lack der Karosserie eines vollelektrischen Porsche Macan. Vor allem der Elektromarkt macht dem Hersteller Probleme. Foto: picture alliance/dpa | Jan Woitas

Porsche-Angebot sei zu komplex

Man prüfe derzeit alle Bereiche darauf, wie sich das Unternehmen „schlanker und effizienter“ aufstellen könne, so die Stuttgarter. Der Fokus liege zunächst bewusst auf den Managementstrukturen. Doch laut Bericht sind auch viele weitere Stellen in Gefahr. Auch am Entwicklungsstandort Weissach soll es Einschnitte geben. Dort stünden nach dem Bericht rund 30 Prozent der Kapazitäten auf dem Prüfstand. Die kolportierte Zahl von 4.000 möglichen weiteren Stellenstreichungen bestätigte Porsche nicht offiziell. Der Sprecher verwies auf ein umfassendes Zukunftspaket, das bis Ende Juli vorgestellt werden soll.

Porsche-Chef Michael Leiters hatte bereits im März einen weiteren Stellenabbau angekündigt. In der Region Stuttgart sollen bis 2029 bereits rund 1.900 Stellen sozialverträglich wegfallen. Zudem liefen die Verträge von etwa 2.000 befristeten Mitarbeitern aus. Im Mai kündigte Porsche außerdem die Schließung von drei Tochterfirmen an. Davon sind weitere rund 500 Beschäftigte betroffen. Porsche steht wegen schwacher Verkaufszahlen unter Druck. Im ersten Quartal 2026 gingen die Auslieferungen um knapp 15 Prozent auf rund 61.000 Fahrzeuge zurück. Das operative Ergebnis sank um fast 22 Prozent auf 595 Millionen Euro. Die operative Marge fiel von 8,6 auf 7,1 Prozent.

Belastet wird der Hersteller vor allem durch schwache Verkäufe in China, Probleme im Elektrogeschäft und die Folgen der US-Zölle. Leiters hatte zuletzt auch das Modellangebot kritisiert. „Unser Portfolio ist zu komplex geworden“, sagte der Porsche-Chef. Die Zahl der Varianten soll deshalb reduziert werden. Investoren hatten Leiters auf der Hauptversammlung zu einem schnelleren Sanierungskurs gedrängt. Im Herbst will der Porsche-Chef auf einem Kapitalmarkttag die Strategie des Unternehmens bis 2035 vorstellen. (rr)

Sollen ihre Posten verlieren: Europa-Vertriebschefin Iryna Kauk, Christiane Zorn und Maryam Djavadi. Foto: Porsche AG / JF
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