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Statistisches Bundesamt: Die Pleitewelle rollt weiter durch Deutschland

Statistisches Bundesamt: Die Pleitewelle rollt weiter durch Deutschland

Statistisches Bundesamt: Die Pleitewelle rollt weiter durch Deutschland

Firmen. "Pleite"-Schild an einem geschlossenen Geschäft: Insolvenzen sind in Deutschland aktuell an der Tagesordnung.
Firmen. "Pleite"-Schild an einem geschlossenen Geschäft: Insolvenzen sind in Deutschland aktuell an der Tagesordnung.
„Pleite“-Schild an einem geschlossenen Geschäft: Insolvenzen sind in Deutschland aktuell an der Tagesordnung. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde
Statistisches Bundesamt
 

Die Pleitewelle rollt weiter durch Deutschland

Deutschlands wirtschaftlicher Niedergang setzt sich fort. Im ersten Quartal melden deutlich mehr Unternehmen Insolvenz an, besonders betroffen sind Verkehr, Gastronomie und Bau.
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WIESBADEN. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Quartal erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden bei den Amtsgerichten 6.275 Firmenpleiten beantragt. Das waren 6,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Besonders deutlich fiel der Anstieg im März aus. In diesem Monat lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bei 15,8 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats.

Am stärksten betroffen war im ersten Quartal der Bereich Verkehr und Lagerei. Dort verzeichneten die Statistiker mit 32,1 Fällen je 10.000 Unternehmen die höchste Insolvenzhäufigkeit. Dahinter folgten das Gastgewerbe und das Baugewerbe. Die Forderungen der Gläubiger gingen trotz der höheren Fallzahlen zurück. Sie sanken von 19,9 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf 9,3 Milliarden Euro. Nach Einschätzung der Statistiker liegt das daran, dass diesmal weniger wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz anmeldeten.

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Pleiten bei Verbrauchern steigen ebenfalls

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet auch für das Gesamtjahr mit einer weiteren Zuspitzung. „Es wird auch 2026 wieder mehr Insolvenzen und vor allem Schließungen geben“, sagte Creditreform-Chefökonom Patrik-Ludwig Hantzsch. Eine konkrete Zahl nannte er nicht.

Entscheidend sei nicht nur, wie viele Unternehmen in die Pleite rutschten, sondern auch, welche Betriebe betroffen seien. „Besonders besorgniserregend ist derzeit, dass viele Unternehmen und Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe trotz eigentlich gesunder Unternehmensstruktur aus dem Markt austreten müssen“, warnte Hantzsch.

Auch bei Verbrauchern nahmen die Insolvenzen zu. In den ersten drei Monaten registrierten die Amtsgerichte 19.679 Fälle. Das waren sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im März fiel der Anstieg mit 18,9 Prozent besonders stark aus. (rr)

„Pleite“-Schild an einem geschlossenen Geschäft: Insolvenzen sind in Deutschland aktuell an der Tagesordnung. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde
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