Anzeige
Anzeige

Ernährungsindustrie: Lebensmittelverbände: Preise werden 2023 weiter steigen

Ernährungsindustrie: Lebensmittelverbände: Preise werden 2023 weiter steigen

Ernährungsindustrie: Lebensmittelverbände: Preise werden 2023 weiter steigen

Das Bild zeigt eine Frau, die hinter einem Supermarktregal steht und eine Hand voll Geldscheine in die Kamera hält. Das Foto problematisiert die gestiegenen Lebensmittelpreise.
Das Bild zeigt eine Frau, die hinter einem Supermarktregal steht und eine Hand voll Geldscheine in die Kamera hält. Das Foto problematisiert die gestiegenen Lebensmittelpreise.
Kein Ende in Sicht: Lebensmittelpreise steigen vermutlich weiter Foto: picture-alliance / Julian Stratenschulte | Julian Stratenschulte (Symbolbild)
Ernährungsindustrie
 

Lebensmittelverbände: Preise werden 2023 weiter steigen

Die Lebensmittelindustrie schlägt Alarm: Sie rechnet mit weiter steigenden Preisen für Nahrungsmittel. Viele Bürger kaufen in Krisenzeiten mit mehr Bedacht ein. Größter Verlierer sind die Bio-Märkte.
Anzeige


BERLIN. Mehrere Lebensmittelverbände erwarten 2023 weiter steigende Preise für Nahrungsmittel. „Die Herausforderungen in der Ernährungsindustrie waren noch nie so groß wie in den Jahren 2022 und auch 2023“, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, Christian von Boetticher, am Mittwoch bei einer Konferenz vor Beginn der Messeveranstaltung „Grüne Woche“.

Er prognostizierte: Die hohen Energiepreise zwängen die Branche „langsam in die Knie“. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stiegen die Preise für Nahrungsmittel im vergangenen Jahr bereits um 13,4 Prozent. „2022 war noch eine Mischkalkulation mit alten 2021er-Preisen. Die Spitzen der Preise 2022 machen sich auch 2023 noch bemerkbar und schlagen durch“, warnte von Boetticher.

Preissteigerungen schaden auch Lebensmittelproduzenten

Entgegen der Annahme sei es nicht so, „daß der Produzent mit gefüllten Taschen rumläuft“. Nicht alle Kostensteigerungen bei der Produktion kämen tatsächlich beim Verbraucher an, denn bei bestimmten Preisüberschreitungen würden die Produkte nicht mehr gekauft. Großer Verlierer der aktuellen Entwicklung ist die Bio-Industrie. Erstmalig in seiner Geschichte schrumpfte der Markt im vergangenen Jahr, weil viele Bürger in Zeiten von Inflation und Preissteigerungen zu günstigeren Varianten im Supermarkt griffen. Das berichtete der Deutsche Bauernverband Ende vergangenen Jahres in einem Marktbericht, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Die „Grüne Woche“ beginnt am Freitag in den Berliner Messehallen, nachdem sie coronabedingt zwei Jahre pausieren mußte. 1.400 Aussteller aus etwa 60 Ländern werden dann in der Hauptstadt unter anderem Lebensmittel präsentieren. Zum Abschluß der Veranstaltung am 29. Januar hofft die Messe auf 300.000 Besucher. (st)

Kein Ende in Sicht: Lebensmittelpreise steigen vermutlich weiter Foto: picture-alliance / Julian Stratenschulte | Julian Stratenschulte (Symbolbild)
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

aktuelles