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Anja Arndt, AfD

Rezession droht: DIW halbiert Wachstumsprognose für Deutschland

Rezession droht: DIW halbiert Wachstumsprognose für Deutschland

Rezession droht: DIW halbiert Wachstumsprognose für Deutschland

ABB/BPH- Dr. Geraldine Dany-Knedlik, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Berlin (DIW) BPK-Thema Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute Frühjahr 2026 Bundespressekonferens am Mittwoch 01.April 2026 in Berlin
ABB/BPH- Dr. Geraldine Dany-Knedlik, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Berlin (DIW) BPK-Thema Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute Frühjahr 2026 Bundespressekonferens am Mittwoch 01.April 2026 in Berlin
Konjunkturchefin des DIW, Geraldine Dany-Knedlik: Die Auswirkungen des Iran-Krieges sollen weniger gravierend sein als die des Ukraine-Kriegs. Foto: picture alliance / ABBfoto | –
Rezession droht
 

DIW halbiert Wachstumsprognose für Deutschland

Wegen des Iran-Kriegs könnte Deutschlands Wirtschaftsleistung in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen schrumpfen. Die Unternehmen versuchen, sich mit vorgezogenen Aufträgen zu retten.
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BERLIN. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland halbiert. Die Wirtschaftsleistung werde im zweiten und dritten Quartal schrumpfen, berichteten die Ökonomen am Mittwoch. Damit käme es zu einer technischen Rezession.

Für 2026 erwarte das Institut statt eines Wachstums von einem Prozent nur noch eines von 0,5 Prozent. Für das kommende Jahr falle die Prognose auf 0,8 Prozent. Das Potenzialwachstum liege derzeit nur bei 0,1 Prozent jährlich.

Das DIW hat seine Prognosen für 2026 und 2027 gesenkt. Grafik: JF

Laut den Wirtschaftsforschern ist vor allem der Iran-Krieg dafür verantwortlich. Durch rasant ansteigende Öl- und Gaspreise steige die Inflation 2026 auf 2,9 Prozent. Im kommenden Jahr werde sie auf drei Prozent klettern. Damit läge sie über dem Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank. „Der Schock dämpft das Wachstum und treibt zugleich die Preise“, sagte die Konjunkturchefin des Instituts, Geraldine Dany-Knedlik, gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Iran-Krieg sorgt für schwache Wirtschaft

Die Wirtschaftsforscherin schätze die Auswirkungen des Iran-Krieges als weniger gravierend ein als die des Ukraine-Kriegs. „Der Schock ist kleiner, die Energieversorgung ist noch gesichert, und Deutschland ist heute weniger abhängig von fossilen Importen als nach Beginn des Ukraine-Kriegs.“

Während Deutschland damals wegen des russischen Gases in eine Krise gerutscht sei, sei die Abhängigkeit vom Rohöl nicht so groß. Zudem reagiere die Zentralbank schneller auf den Wandel. Weiterhin handele es sich dem Institut zufolge nicht um einen Preis-, sondern um einen Mengenschock. Es gebe genug Öl und Gas. Es sei jedoch unsicher, ob dies so bleibe.

Im schlimmsten Fall steigt Inflation auf 2023-Niveau

Sollte sich die Situation jedoch verschlimmern, gehen die Ökonomen davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Potentialwachstum noch in diesem Jahr um 1,5 Prozent und im kommenden Jahr um 0,3 Prozent niedriger liegen werde. „Das entspräche einem Schrumpfen der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr um etwas weniger als ein halbes Prozent“, heißt es im Bericht.

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Die Teuerungsrate läge in solch einem Szenario in diesem Jahr um 3,9 Prozentpunkte und im kommenden Jahr um 0,5 Prozentpunkte höher. „Die Inflation läge auf ähnlichem Niveau wie in der Energiepreiskrise 2023.“

Technische Rezession erwartet

Zwar habe das Statistische Bundesamt erst kürzlich gemeldet, dass die Produktion in besonders stark betroffenen Bereichen nach vier Rückgängen in Folge um 0,4 Prozent gestiegen sei. Doch die Daten würden keine Wende darstellen. „Die Stimmung ist deutlich schlechter als die Lage“, sagte Dany-Knedlik gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Stattdessen handele es sich um vorgezogene Aufträge. Damit versuchten die Unternehmen laut der Konjunkturchefin, die niedrigen Energie- und Vorproduktionspreise auszunutzen, bevor der volle Energiepreisschock durch langfristige Verträge und verteuerte Lieferketten bei ihnen ankommt und die Kosten deutlich steigen. (mas)

Konjunkturchefin des DIW, Geraldine Dany-Knedlik: Die Auswirkungen des Iran-Krieges sollen weniger gravierend sein als die des Ukraine-Kriegs. Foto: picture alliance / ABBfoto | –
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