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Erneuerbare Energien
Windrad hinter einem Solardach: Die Energiewende kommt nur stockend voran Foto: picture alliance / Daniel Reinhardt

Kritischer Zwischenbericht
 

Deutschland liegt bei Energiewende weit zurück

KÖLN. Die Bundesregierung hat ihre energiepolitischen Ziele zum Stichjahr 2017 deutlich verfehlt. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft müßte Deutschland drei Mal so weit sein, um die Energiewende bis 2020 zu schaffen. „Bei den wichtigsten Zielen konnte insgesamt kein meßbarer Fortschritt erzielt werden“, heißt es laut Welt in einem Bericht des Instituts.

Bei der Senkung der Treibhausgasemissionen betrage der Zielerreichungsgrad 28 Prozent. Das bedeutet, daß Deutschland etwa drei Mal mehr Treibhausgase einsparen müßte, wenn es seine Ziele bis 2020 erreichen will. Beim Netzausbau liegt Deutschland weniger weit zurück (41 Prozent). Die Stromeinsparung (24 Prozent) hingegen müßte die Bundesrepublik um das Vierfache steigern. Der Zielerreichungsgrad für alle Werte beträgt 33 Prozent.

Es drohen weiter steigende Energiepreise

Der Plan Angela Merkels, die EEG-Umlage nicht über 3,5 Cent steigen zu lassen, ist ebenso in weite Ferne gerückt. Im vergangenen Jahr betrug die Subvention für erneuerbare Energien 6,9 Cent pro Kilowattstunde. Laut dem Bericht zahlte die deutsche Industrie im Schnitt 30 Prozent höhere Strompreise als die europäische Konkurrenz. Deutlich mehr als vor vier Jahren (25 Prozent) und 2010 (zwölf Prozent). Das Fazit der Kölner Ökonomen: „Das Zielerreichungsniveau ist von 23 auf nur noch 5 Punkte gefallen.“

Deutschland möchte bis 2022 aus der Atomkraft aussteigen und alle Nuklearkraftwerke still legen. Bis 2050 sollen 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. (eli)

Windrad hinter einem Solardach: Die Energiewende kommt nur stockend voran Foto: picture alliance / Daniel Reinhardt
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