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JF-Exklusiv: Was Merkels USA-Besuch den Steuerzahler kostet

JF-Exklusiv: Was Merkels USA-Besuch den Steuerzahler kostet

JF-Exklusiv: Was Merkels USA-Besuch den Steuerzahler kostet

Das Bild zeigt die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU bei der Einweihung des Obama Presidential Centers in der US-amerikanischen Stadt Chicago.
Das Bild zeigt die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU bei der Einweihung des Obama Presidential Centers in der US-amerikanischen Stadt Chicago.
Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Eröffnung des Obama Presidential Centers in Chicago: Reise kostete viel Steuergeld. Foto: picture alliance / AP Photo/Alex Brandon | Alex Brandon
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Was Merkels USA-Besuch den Steuerzahler kostet

Altkanzlerin Merkel hat sich nach ihrem Abgang aus der Politik fast vollständig zurückgezogen. Doch wenn sie einen Auftritt hat, wird es teuer für den Steuerzahler. Ein Flug in die USA ist ein aktuelles Beispiel dafür.
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BERLIN. Der Besuch von Altkanzlerin Angela Merkel zur Einweihung des Obama Presidential Center in der US-amerikanischen Stadt Chicago im Juni dieses Jahres hat den deutschen Steuerzahler fast 12.000 Euro gekostet. Für die An- und Abreise und die Übernachtung wurden 6.593,38 Euro gezahlt sowie 5.030,75 Euro „für ihre Begleitung“, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage des AfD-Bundestagsabgeordneten Stephan Brandner hervorgeht, die der JUNGEN FREIHEIT vorliegt.

Die ehemalige Bundeskanzlerin habe „anlässlich der Reise weitere nachamtliche Geschäfte wahrgenommen“, heißt es weiter in der Antwort des Kanzleramtes. Neben Merkel waren bei der Einweihung des großflächigen Campus auch andere ehemalige Regierungschefs vor Ort – etwa der Kanadier Justin Trudeau und der Italiener Matteo Renzi. Auch Ex-US-Präsident Joe Biden mit seiner Ehefrau Jill sowie die Obamas waren an diesem Tag bei der Veranstaltung in Chicago.

Merkels Aussehen kostet viel Geld

Es ist nicht das erste Mal, dass die Ex-Kanzlerin den Steuerzahlern zur Last fällt. So gab die Bundesregierung seit Juni 2024 knapp 64.677 Euro für Friseure und Visagisten von Altkanzlerin Merkel aus. Allein im vergangenen Jahr flossen dafür 36.354 Euro aus Steuermitteln ein, teilte das Bundeskanzleramt im April dieses Jahres in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion mit, die der JUNGEN FREIHEIT exklusiv vorlag (JF berichtete). Für Merkels Nachfolger im Amt, Olaf Scholz (SPD), seien hingegen keine Kosten seit seinem Rücktritt angefallen.

Das Kanzleramt hatte außerdem bekanntgegeben, wie hoch die Reisekosten der Mitarbeiter der beiden Ex-Regierungschefs ausgefallen sind. Seit Juli 2025 erstattete die Bundesregierung dafür Leistungen in Höhe von knapp 48.993 Euro. In den zwölf Monaten zuvor zahlte sie zu diesem Zweck 32.347 Euro allein an Merkels Büro. Zudem beschäftigen beide Büros insgesamt 17 Mitarbeiter. Vier davon sind Beamte, die nach Besoldungsstufe B6 bezahlt werden, was derzeit einem Einkommen von rund 11.714 Euro im Monat entspricht.

Brandner: Aktion ist „den Bürgern nicht zu vermitteln“

Insgesamt gab die Bundesregierung seit Juli 2024 mehr als 2,3 Millionen Euro für die Amtsausstattung der beiden Altkanzler aus. Die Kosten für die jeweiligen Büros, Dienstfahrzeuge und den Personenschutz der Politiker sind nach Angaben des Kanzleramtes nicht inbegriffen.

Der AfD-Abgeordnete Brandner zeigte sich gegenüber dieser Zeitung empört darüber. Dass Merkels Reise nach Chicago mit Steuermitteln bezahlt wurde, sei „den Bürgern nicht zu vermitteln“. Es sei „weder Aufgabe deutscher Steuerzahler, Auftritte ehemaliger Bundeskanzler bei Jubelveranstaltungen im Ausland zu finanzieren, noch für eine hübsche Frisur zu sorgen“.

Auch für ehemalige Amtsträger müsse „das Gebot der Sparsamkeit gelten. Wer nicht mehr im Amt ist, braucht keine kostspieligen Auslandsreisen auf Kosten der Allgemeinheit unternehmen“, betonte Brandner und versprach, sich dafür einzusetzen, „dass Steuergeld nicht für entbehrliche Auftritte ehemaliger Kanzler und deren Erscheinung ausgegeben wird, sondern dort ankommt, wo es den Bürgern tatsächlich zugutekommt“.(st)

Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Eröffnung des Obama Presidential Centers in Chicago: Reise kostete viel Steuergeld. Foto: picture alliance / AP Photo/Alex Brandon | Alex Brandon
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