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Sozialpolitik: Ostdeutsche Rentner bekommen erheblich weniger Geld als westdeutsche

Sozialpolitik: Ostdeutsche Rentner bekommen erheblich weniger Geld als westdeutsche

Sozialpolitik: Ostdeutsche Rentner bekommen erheblich weniger Geld als westdeutsche

Das Bild zeigt zwei Rentner.
Das Bild zeigt zwei Rentner.
Zwei Personen im Rentenalter in einer deutschen Innenstadt: Massive Kluft zwischen ostdeutschen und westdeutschen Renten vorhanden. Foto: picture alliance / NurPhoto | Michael Nguyen
Sozialpolitik
 

Ostdeutsche Rentner bekommen erheblich weniger Geld als westdeutsche

Rentner in Ostdeutschland erhalten deutlich weniger Geld als die im Westen, wie das Statistische Bundesamt auf Nachfrage des BSW mitteilt. Parteigründerin Wagenknecht reagiert empört und bringt „Rentenproteste“ ins Spiel.
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BERLIN. Rentner in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erhalten jährlich im Schnitt deutlich weniger Einkommen als jene in westdeutschen Bundesländern. In Sachsen waren es im vergangenen Jahr durchschnittlich 25.202 Euro, in Sachsen-Anhalt 25.090 Euro und in Thüringen 26.032 Euro. Die durchschnittliche Jahresrente in Westdeutschland lag im selben Jahr bei 29.577 Euro, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht, die das BSW erfragte.

Diese Zahlen beziehen sich auf das sogenannte Nettoäquivalenzeinkommen, also das statistische Einkommen pro Kopf. Diese Berechnung gilt als aussagekräftig, weil sie etwa Mietpreise und den geringeren Konsumbedarf von Kindern berücksichtigt.

Wagenknecht: Regierungspläne treffen ostdeutsche Rentner besonders schwer

Die BSW-Gründerin zeigte sich mit Blick auf diese Zahlen empört. „Das ist ein skandalöser Rückstand. Von einer Renteneinheit sind wir auch 36 Jahre später meilenweit entfernt“, monierte Wagenknecht gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Sollte die Bundesregierung, wie aktuell diskutiert wird, die Renten kürzen, „wäre das vor allem auch ein Schlag gegen die Ostrentner, weil sie in der Regel nur die gesetzliche Rente haben“, warnte Wagenknecht. Sollte das passieren, werde ihre Partei „zu Rentenprotesten aufrufen und die Ostwahlen zur Volksabstimmung gegen die Rentenreform machen“.

Ende Juni will die schwarz-rote Bundesregierung über die Vorschläge der Rentenkommission beraten, wie die Rente in Zeiten demographischer Umwälzungen gesichert werden soll. (st)

Zwei Personen im Rentenalter in einer deutschen Innenstadt: Massive Kluft zwischen ostdeutschen und westdeutschen Renten vorhanden. Foto: picture alliance / NurPhoto | Michael Nguyen
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