ERFURT. Die Thüringer AfD hat in der neuen Insa-Umfrage ihren Vorsprung auf die CDU weiter ausgebaut und mit 40 Prozent den höchsten jemals für sie in dem Bundesland gemessenen Wert erreicht. Die Erhebung wurde für die Thüringer Allgemeine, die Thüringische Landeszeitung und die Ostthüringer Zeitung durchgeführt
Während die von Björn Höcke geführte Landespartei im Vergleich zur Erhebung vom April um einen Prozentpunkt zulegt, verliert die CDU von Ministerpräsident Mario Voigt zwei Punkte und kommt nur noch auf 22 Prozent. Das ist der schlechteste Wert seit der Landtagswahl vom September 2024. Damals erreichte die Union 23,6 Prozent, die AfD kam auf 32,8 Prozent.

Nach Sachsen-Anhalt und Sachsen ist Thüringen das dritte Land, in dem die Blauen die 40 Prozent-Marke knacken. In den anderen beiden Ländern stehen sie sogar bei jeweils 42 Prozent. Keine andere Partei in Deutschland hat derzeit einen Umfragewert mit einer Vier vorn.
Brombeere deutlich hinter AfD in Thüringen
Die von der Linkspartei tolerierte Brombeerkoalition aus CDU, BSW und SPD kommt in der Umfrage zusammen auf 35 Prozent. Anders als die CDU blieben BSW und SPD mit sieben bzw. sechs Prozent konstant. Die Linke verbesserte sich um zwei Punkte auf 16 Prozent.

„Um eine Anti-AfD-Mehrheit sicherzustellen, wäre ein Viererbündnis notwendig“, sagte Insa-Chef Hermann Binkert den Zeitungen. Damit müssten alle im Parlament vertretenen Parteien ein Bündnis gegen die AfD schmieden. Grüne (vier Prozent) und FDP (nicht messbar) bleiben unter der Fünfprozenthürde.
Die nächste Landtagswahl im Freistaat Thüringen steht im Herbst 2029 an. (fh)





