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Wegen Plagiatsvorwürfen: Höcke plant Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt

Wegen Plagiatsvorwürfen: Höcke plant Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt

Wegen Plagiatsvorwürfen: Höcke plant Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt

Björn Höcke, Vorsitzender der AfD in Thüringen und AfD-Fraktionschef, spricht während der Sondersitzung des Thüringer Landtags. Im Anschluss an die Sondersitzung zum Antrag der AfD „Parteienfreiheit, Versammlungsfreiheit und öffentliche Sicherheit gewährleisten – Bundesparteitag der AfD in Erfurt vor rechtswidrigen Blockaden und politischer Einschüchterung schützen“ beginnt die reguläre Landtagssitzung. Chef der AfD-Thüringen, Björn Höcke: Bereits im Februar reichte die AfD-Fraktion ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt ein. Foto: picture alliance/dpa | Martin Schutt
Björn Höcke, Vorsitzender der AfD in Thüringen und AfD-Fraktionschef, spricht während der Sondersitzung des Thüringer Landtags. Im Anschluss an die Sondersitzung zum Antrag der AfD „Parteienfreiheit, Versammlungsfreiheit und öffentliche Sicherheit gewährleisten – Bundesparteitag der AfD in Erfurt vor rechtswidrigen Blockaden und politischer Einschüchterung schützen“ beginnt die reguläre Landtagssitzung. Chef der AfD-Thüringen, Björn Höcke: Bereits im Februar reichte die AfD-Fraktion ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt ein. Foto: picture alliance/dpa | Martin Schutt
Chef der AfD-Thüringen, Björn Höcke: Bereits im Februar reichte die AfD-Fraktion ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt ein. Foto: picture alliance/dpa | Martin Schutt
Wegen Plagiatsvorwürfen
 

Höcke plant Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt

Die Technische Universität Chemnitz bleibt dabei, dem Thüringer Ministerpräsidenten Voigt seinen Doktortitel abzuerkennen. Der AfD-Landeschef Höcke plant deswegen das nächste Misstrauensvotum. Und das kann für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wichtig werden.
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ERFURT. Der Fraktionsvorsitzende der AfD-Thüringen, Björn Höcke, hat angekündigt, im Landtag eine Abstimmung über die Absetzung des Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) einzubringen. Die Fraktion werde „ein weiteres Misstrauensvotum gegen diese personifizierte Zumutung in den Landtag einbringen“, schrieb Höcke am Dienstag auf X. „Die formale Entscheidung ist aber noch nicht gefallen“, ergänzte der Politiker gegenüber der JUNGEN FREIHEIT.

Es bestehe die Idee, das Verfahren noch vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt durchzuführen. Damit wolle die Thüringer AfD dem BSW eine „Hilfestellung beim Ehrlichmachen“ geben, so Höcke. Die Fraktion müsse sich nämlich entscheiden, ob sie mit der AfD gegen die CDU stimmt oder sich doch an Voigts Partei hält.

In den vergangenen Tagen häuften sich Forderungen von BSW-Mitgliedern, die auf den Rücktritt des CDU-Politikers pochten. Unter anderem sei der BSW-Vorsitzende Fabio De Masi dafür, dass der Ministerpräsident sein Amt niederlegt. „Genug ist genug“, schrieb das Mitglied im BSW-Bundesvorstand, Luca Sass, auf X, und schloss sich der Parteispitze an. Auch für die Thüringer Landtagsabgeordnete Anke Wirsing sei ein Rücktritt ein positives Zeichen.

Voigt verliert Kampf um Doktortitel

Hintergrund ist, dass das zuständige Gremium der Technischen Universität Chemnitz den Widerspruch von Voigt gegen die Aberkennung seines Doktortitels zurückwies (JF berichtete). Grund dafür sind erstmals im Jahr 2024 erhobene Plagiatsvorwürfe gegen seine Dissertation. Die Universität kündigte im Januar an, ihm seinen akademischen Grad wieder wegzunehmen. Seine Anwälte kündigten bereits eine Klage nach rechtlicher Prüfung an.

Zudem habe Voigt in mehreren seiner Reden KI verwendet (JF berichtete). Betroffen sein soll sogar eine Rede zum Holocaust-Gedenktag 2025.

Mit Blick auf diese Skandale warf Höcke dem Ministerpräsidenten vor, „so wenig Ehrlichkeit und Authentizität“ wie kein anderer Politiker der vergangenen Zeit aufzuweisen. „Er ist kein Vorbild, was er als Landesvater sein müsste. Er ist ein abschreckendes Beispiel für einen Parteiapparatschik, der den Freistaat Thüringen der Lächerlichkeit preisgibt.“

Nicht das erste Misstrauensvotum

Bereits im Februar reichte die AfD-Fraktion ein konstruktives Misstrauensvotum im Landtag ein (JF berichtete). In geheimer Abstimmung stimmten 33 Abgeordnete für den Antrag, 51 votierten dagegen. Bei 88 Abgeordneten hätte es 45 Stimmen für eine absolute Mehrheit benötigt.

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Schon damals hatte die AfD-Fraktion das Misstrauensvotum eingebracht, nachdem die Technische Universität Chemnitz Voigt den Doktortitel aberkannt hatte. Höcke begründete den Antrag mit einem irreparablen Vertrauensverlust des Ministerpräsidenten und beanspruchte selbst das Amt des Regierungschefs. Die Abstimmung war als erster Tagesordnungspunkt der Landtagssitzung angesetzt worden.

Bei einem Misstrauensvotum können Abgeordnete eines Parlamentes dem Regierungschef das Vertrauen entziehen. Daraus resultiert, dass die Person, gegen die sich die Abstimmung richtet, das Amt vorzeitig abgeben muss. (mas)

Chef der AfD-Thüringen, Björn Höcke: Bereits im Februar reichte die AfD-Fraktion ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt ein. Foto: picture alliance/dpa | Martin Schutt
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