Anzeige
Anzeige

Andrea Kiewel im „Fernsehgarten“: „Ching Chang Chong“: ZDF stellt sich gegen „Rassismus“

Andrea Kiewel im „Fernsehgarten“: „Ching Chang Chong“: ZDF stellt sich gegen „Rassismus“

Andrea Kiewel im „Fernsehgarten“: „Ching Chang Chong“: ZDF stellt sich gegen „Rassismus“

Andrea Kiewel am Sonntag im ZDF-„Fernsehgarten“, als es um 1990er Jahre ging.
Andrea Kiewel am Sonntag im ZDF-„Fernsehgarten“, als es um 1990er Jahre ging.
Andrea Kiewel am Sonntag im ZDF-„Fernsehgarten“, als es um 1990er Jahre ging. Foto: picture alliance / BoKo pictures | Boris Korpak
Andrea Kiewel im „Fernsehgarten“
 

„Ching Chang Chong“: ZDF stellt sich gegen „Rassismus“

Das ZDF verbreitet eine Entschuldigung von „Fernsehgarten“-Moderatorin Andrea Kiewel. Denn diese hatte beim Anblick von Pokémon-Karten „Ching Chang Chong“ gesagt. Der Sender sieht darin Rassismus.
Anzeige

MAINZ. Mit den Worten: „Das ZDF stellt sich explizit gegen jede Form von Rassismus“, hat sich der Sender von der Moderatorin der Sendung „Fernsehgarten“, Andrea Kiewel, distanziert. Diese hatte am Sonntag bei der Präsentation von Pokémon-Karten „Ching Chang Chong“ gesagt.

„Die spontan getätigte Äußerung war der Live-Situation geschuldet und keinesfalls rassistisch gemeint“, teilte der Sender in Mainz mit. „Andrea Kiewel bedauert ihre Worte und entschuldigt sich dafür.“ Kiewel hatte vor zwei Jahren schon einmal Ärger mit ihrem Sender, weil sie eine Israelkette trug. Diese wurde ihr für kommende Auftritte verboten (die JF berichtete).

Der ZDF-„Fernsehgarten“ hatte am Sonntag unter dem Motto „90er Dance Party“ gestanden. Ein Thema war auch die in diesem Jahrzehnt entstandene Pokémon-Welt. Bis heute werden weltweit Karten mit den Taschenmonstern („Pocket Monsters“) gesammelt und getauscht. Sie erzielen zum Teil extrem hohe Preise.

Auch das Handspiel „Ching Chang Chong“ rassistisch?

In der Sendung zeigten zwei Sammlerinnen der Moderatorin eine Reihe von Pokémon-Karten. Als sie eine japanische Karte anschaute, sagte Kiewel zunächst „Chinesisch“ und schob dann „Ching Chang Chong“ hinterher. Weitgehend unbekannt war bisher, dass in Deutschland diese Lautfolge als abwertende Imitation der in China gesprochenen Sprachen Mandarin oder Kantonesisch „gelesen“ wird.


Auch das schnelle Handspiel „Schnick-Schnack-Schnuck“ bzw. „Schere, Stein, Papier“ ist unter dem Namen „Ching Chang Chong“ bekannt. Bisher hat sich noch nicht herumgesprochen, dass das „rassistisch gelesen“ wird. (fh)

Andrea Kiewel am Sonntag im ZDF-„Fernsehgarten“, als es um 1990er Jahre ging. Foto: picture alliance / BoKo pictures | Boris Korpak
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles