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Nahost-Konflikt: Nach Todesdrohungen aus dem Iran: So gefährdet ist jetzt Merz

Nahost-Konflikt: Nach Todesdrohungen aus dem Iran: So gefährdet ist jetzt Merz

Nahost-Konflikt: Nach Todesdrohungen aus dem Iran: So gefährdet ist jetzt Merz

Sicherheitsexperten nehmen dir Drohungen gegen aus Teheran gegen Kanzler Merz ernst. Foto: picture alliance / Teresa Suarez/POOL EPA via AP | Teresa Suarez / JF
Sicherheitsexperten nehmen dir Drohungen gegen aus Teheran gegen Kanzler Merz ernst. Foto: picture alliance / Teresa Suarez/POOL EPA via AP | Teresa Suarez / JF
Sicherheitsexperten nehmen dir Drohungen gegen aus Teheran gegen Kanzler Merz ernst. Foto: picture alliance / Teresa Suarez/POOL EPA via AP | Teresa Suarez / JF
Nahost-Konflikt
 

Nach Todesdrohungen aus dem Iran: So gefährdet ist jetzt Merz

Eine iranische Regimezeitung setzt Friedrich Merz auf eine Todesliste. Nun prüfen deutsche Sicherheitsbehörden Hinweise auf mögliche Anschlagspläne in Deutschland. Sicherheitspolitiker warnen: Teherans Drohung ist mehr als Propaganda.
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BERLIN. Die iranische Regimezeitung „Hamshahri“ hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf eine Todesliste mit westlichen Politikern gesetzt. Das Blatt veröffentlichte eine Grafik mit Personen, die nach Darstellung der Zeitung „auf die Vergeltung des iranischen Volkes warten müssen“.

Auf der Liste stehen neben Merz auch US-Präsident Donald Trump, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und der britische Premier Keir Starmer.

„Hamshahri“ gilt als Sprachrohr des iranischen Regimes. Inzwischen prüfen deutsche Sicherheitsbehörden Hinweise auf mögliche Anschlagsvorbereitungen in der Bundesrepublik. Für Merz bedeutet die Veröffentlichung zunächst keine völlig neue Lage. Der Kanzler gehört ohnehin zu den am stärksten geschützten Personen des Landes.

Steht mit anderen westlichen Staatschefs auf einer Racheliste aus Teheran: Friedrich Merz (CDU). Quelle: IRGC_Press
Steht mit anderen westlichen Staatschefs auf einer Racheliste aus Teheran: Friedrich Merz (CDU). Quelle: IRGC_Press

Geheimdienste des Regimes in Deutschland aktiv

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter will die Drohung nicht auf die leichte Schulter nehmen: „Ich gehe davon aus, dass das Terrorregime bereits seit geraumer Zeit gezielte Tötungen und Terroranschläge im Westen und auch in Deutschland plant und vorbereitet“, sagte er dem „Handelsblatt“. Der Iran versuche sich durch radikale Ideologie und Terror nach innen und außen zu stabilisieren.

Auch Marc Henrichmann (CDU), Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, warnt vor Aktivitäten iranischer Geheimdienste in Europa. Im Fokus stehen sogenannte Wegwerfagenten. Damit sind Personen gemeint, die nur für einzelne Aufträge eingesetzt werden und oft selbst nicht wissen, wer der eigentliche Auftraggeber ist.

Nicht nur Merz in Gefahr

Der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler sieht ebenfalls eine hohe Gefährdungslage. Die aktuellen Vorgänge könnten extremistische Milieus emotionalisieren und Einzeltäter mobilisieren. Damit richtet sich die Sorge nicht nur auf staatlich gesteuerte Operationen, sondern auch auf Personen, die sich durch iranische Propaganda zu eigenen Taten anstacheln lassen.

Erst im Mai war bekannt geworden, dass die Bundesanwaltschaft Anklage gegen zwei Männer erhoben hat, die im Auftrag der iranischen Revolutionsgarden Anschläge in Deutschland vorbereitet haben sollen. Sie sollen Informationen über Josef Schuster, den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Volker Beck, den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, gesammelt haben.

Die Bundesregierung kommentiert die iranische Liste bislang zurückhaltend. Ein stellvertretender Regierungssprecher erklärte, man habe die Meldung zur Kenntnis genommen. (rr)

Sicherheitsexperten nehmen dir Drohungen gegen aus Teheran gegen Kanzler Merz ernst. Foto: picture alliance / Teresa Suarez/POOL EPA via AP | Teresa Suarez / JF
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