BERLIN. SPD-Politiker Marcel Hopp hat nach der „Ching Chang Chong“-Äußerung von Andrea Kiewel im „ZDF-Fernsehgarten“ gefordert, die Moderatorin zu „Antirassismus“-Seminaren zu verpflichten. Es sei die Pflicht der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt, „solche Äußerungen in Zukunft zu verhindern“, sagte das Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses in einem Kurzfilm auf Instagram am Montag.
Hopp, der selbst mütterlicherseits koreanischer Herkunft ist, zeigte sich „fassungslos, dass wir im Jahr 2026 darüber reden müssen, wie normalisiert der öffentlich getätigte Alltagsrassismus“ sei. „Da ist es völlig wurscht, ob es rassistisch gemeint war oder nicht.“ Es sei zudem „schwach“, dass sich Kiewel selbst nicht dazu äußere. Eine Entschuldigung durch den Sender lasse er nicht gelten. Die Erklärung, dass die Aussage der „spontanen Live-Situation“ geschuldet gewesen sei, beruhige „die Betroffenen“ keineswegs. „Es gibt weder ein Bewusstsein beim ZDF noch bei Andrea Kiewel.“
ZDF distanzierte sich von Kiewel
Im „Fernsehgarten“ am vergangenen Sonntag hatte sie dem Publikum Pokémon-Karten in verschiedenen Sprachen mit zwei Sammlerinnen vorgestellt. Als sie auf die japanischsprachigen Karten zeigte, sagte sie „Ching Chang Chong“, woraufhin die Entschuldigung des Senders folgte (JF berichtete). „Andrea Kiewel bedauert ihre Worte und entschuldigt sich dafür“, hieß es wörtlich in der Erklärung des Senders. „Das ZDF stellt sich explizit gegen jede Form von Rassismus.“
Die Sendung stand unter dem Motto „90er-Dance-Party“, wozu auch die weltweit berühmte „Pokémon“-Spielreihe gehörte. Auf Basis des gleichnamigen Videospiels des japanischen Branchenriesen Nintendo aus dem Jahr 1996 entstanden neben der Kartensammlung auch zahlreiche Manga-Comics sowie Zeichentrickserien und -filme. Auch das Spiel (kuk)






