INGOLSTADT. Ein 24jähriger Afghane hat am Montag am Bahnhof in Ingolstadt so sehr randaliert, dass eine Regionalbahn nicht mehr weiterfahren konnte. Etwa 50 Fahrgäste mussten deshalb aussteigen und auf ein anderes Verkehrsmittel ausweichen, wie unter anderem der Donaukurier berichtete. Er soll zuvor am Bahnhof nach seinem Ticket gefragt worden sein. Als ihm die Mitfahrt verwehrt wurde, weil er keinen gültigen Fahrausweis hatte, soll er mit seinem Rucksack die Fensterscheibe des Zugs eingeschlagen haben.
Der Lokführer schaute sich anschließend die Schäden an und entschied, dass der Zug nicht weiterfahren könne. Die Polizei konnte den Afghanen vor Ort festnehmen. Ein Sprecher der Bundespolizei bestätigte: „Der Regionalexpress musste abgestellt werden“, weshalb etwa 50 andere Bahnfahrer sich „plötzlich nach einer anderen Reisemöglichkeit umsehen“ mussten.
Ausländer bei Straftaten am Bahnhof überrepräsentiert
Nachdem er den Zug demoliert hatte, setzte sich der Randalierer in den stehenden Zug und wartete, dass die Fahrt fortgesetzt wird. Doch „daraus wurde selbstredend nichts, denn einen gültigen Fahrausweis hatte er noch immer nicht“, teilte die Bundespolizei mit. Nachdem die Beamten seine Personalien aufgenommen hatten, ließen sie ihn gehen. Er muss sich nun auf ein Verfahren wegen des Erschleichens von Leistungen und gemeinschädlicher Sachbeschädigung einstellen.
Immer wieder kommt es bundesweit in Zügen und an Bahnhöfen zu Straftaten – häufig mit tatverdächtigen Ausländern. Im vergangenen Jahr erfasste die Bundespolizei mehr als 980 Messer- und 2.200 Sexualdelikte (JF berichtete). Unter den Tatverdächtigen sind Ausländer deutlich überrepräsentiert. Gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung (etwa 16,9 Prozent) stellte die Bundespolizei nicht-deutsche Tatverdächtige bei Gewaltdelikten fünfmal häufiger fest als deutsche Staatsangehörige. Bei den Messerattacken stellte die Polizei ausländische Tatverdächtige sechsmal häufiger fest, bei Sexualdelikten achtmal häufiger.
Große Hauptbahnhöfe besonders stark betroffen
Besonders stark betroffen waren die großen Hauptbahnhöfe. Die höchste Zahl von Gewaltdelikten wurde demnach in Leipzig (859) verzeichnet. Es folgten Dortmund (735) und Berlin (654). Auch Köln, Hannover, Hamburg, München, Nürnberg, Frankfurt am Main und Düsseldorf gehörten zu den am stärksten belasteten Standorten.
Zudem stieg die Zahl der Angriffe auf Polizisten im Bahnbereich. 2024 hatte die Bundespolizei noch 5.500 Fälle registriert, im vergangenen Jahr stellte sie 5.560 Gewaltdelikte gegen Beamte fest. (st/dh)






