PARIS. Nach dem Champions-League-Sieg von Paris Saint-Germain (PSG) ist es in Frankreich zu schweren Ausschreitungen gekommen. 780 Menschen wurden in der Nacht zum Sonntag festgenommen, teilte Innenminister Laurent Nuñez mit. 480 Festnahmen entfielen demnach auf den Bereich der Pariser Polizeipräfektur. Zudem wurden nach Behördenangaben 57 Polizisten und Gendarmen verletzt.
PSG hatte sich zuvor im Finale der Champions League gegen den FC Arsenal durchgesetzt. Anschließend versammelten sich in Paris Zehntausende Anhänger, unter anderem auf den Champs-Élysées und am Parc des Princes. Während die meisten Feiern nach Angaben der Behörden friedlich verliefen, kam es an mehreren Orten zu Angriffen auf Einsatzkräfte, Sachbeschädigungen und Bränden.
If you import Africa you become Africa.#remigration #paris #psg pic.twitter.com/iBzEJMMZGY
— Geert Wilders (@geertwilderspvv) May 31, 2026
Nach Angaben der Behörden wurden Geschäfte und Fahrzeuge beschädigt. In Paris versuchten Randalierer zeitweise, den Boulevard Périphérique zu blockieren. Zudem soll es den Versuch gegeben haben, eine Polizeiwache zu stürmen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein.
Weidel reagiert auf Frankreich-Krawallen
Die Ausschreitungen lösten auch international Reaktionen aus. Der niederländische PVV-Chef Geert Wilders schrieb auf X: „If you import Africa you become Africa. #remigration #paris #psg“. AfD-Chefin Alice Weidel kommentierte die Bilder aus Paris ebenfalls migrationspolitisch. Sie schrieb auf X „Remigration“ als Antwort auf einen Tweet von Elon Musk. Hintergrund für die migrationskritischen Kommentare ist, dass die Videos in den sozialen Medien von den Krawallen häufig farbige Randalierer zeigen.
Remigration. https://t.co/E31QstiUKr
— Alice Weidel (@Alice_Weidel) May 31, 2026
In der französischen Hauptstadt war bereits vor dem Finale ein großes Sicherheitsaufgebot zusammengezogen worden. Landesweit waren rund 22.000 Polizisten und Gendarmen im Einsatz, davon etwa 8.000 in Paris. Die Behörden hatten nach den Ausschreitungen im Vorjahr erneut mit Krawallen gerechnet.

Nach Angaben französischer Medien kam bei den Vorfällen außerdem ein Mann ums Leben. Er verunglückte demnach mit einem Zweirad auf dem Pariser Périphérique. Die offiziellen Feiern für die Mannschaft sollten trotz der Ausschreitungen fortgesetzt werden. (ag)






