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Kurioses Umfrage-Ergebnis: AfD mittendrin: In Berlin kämpfen vier Parteien um Platz eins

Kurioses Umfrage-Ergebnis: AfD mittendrin: In Berlin kämpfen vier Parteien um Platz eins

Kurioses Umfrage-Ergebnis: AfD mittendrin: In Berlin kämpfen vier Parteien um Platz eins

Fast gleichauf: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner mit seiner CDU und Kristin Brinker mit ihrer Berliner AfD.
Fast gleichauf: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner mit seiner CDU und Kristin Brinker mit ihrer Berliner AfD.
Fast gleichauf: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner mit seiner CDU und Kristin Brinker mit ihrer Berliner AfD. Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Frederic Kern
Kurioses Umfrage-Ergebnis
 

AfD mittendrin: In Berlin kämpfen vier Parteien um Platz eins

In der aktuellen Infratest-dimap-Umfrage für die Berlin-Wahl in fünf Monaten trennen die ersten vier Parteien insgesamt nur ein Punkt. Es ist völlig unklar, wer gewinnt. Klar sind dagegen die beiden großen Verlierer: CDU und SPD.
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BERLIN. Mit einem kuriosen Ergebnis wartet die aktuelle Umfrage von Infratest dimap für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 20. September auf. Die ersten vier Parteien liegen so dicht beieinander, dass jede von ihnen Platz eins erreichen kann.

Die CDU des Regierenden Bürgermeister Kai Wegner führt mit 19 Prozent knapp vor AfD, Grünen und Linken, die alle jeweils auf 18 Prozent kommen.

Abgeschlagen auf Platz fünf folgt die SPD mit 14 Prozent. Für sie wäre ein solches Ergebnis genauso ein Debakel wie für die CDU. Denn die beiden Senatsparteien würden erdrutschartig verlieren. Die Wegner-Partei hatte bei der Wiederholungswahl 2023 noch 28,2 Prozent geholt, die Sozialdemokraten 18,4 Prozent.

Schwarz-Rot wird wohl abgewählt

Eine Regierungsmehrheit ist für beide derzeit extrem weit entfernt. Addiert erreichen die einstigen Volksparteien nur noch 33 Prozent. Die Wahl findet in weniger als fünf Monaten, am 20. September, statt.

Umfrage für die Berliner Abgeordnetenhauswahl von Infratest dimap

Die CDU, die viele ihrer Wähler wegen der Kontinuität bei rot-rot-grüner Verkehrs- und Innenpolitik schwer enttäuscht hat, stand bereits vor dem großem Blackout im Januar, bei dem sich Wegner mit Untätigkeit und einer Lüge zu seinem Zeitvertreib blamiert hatte, schlecht da. Trotz des Skandals blieb seine Partei konstant bei 21 bis 22 Prozent.

Nun aber kam eine weitere Lüge heraus (die JF berichtete), und die Kultursenatorin musste wegen eines von der CDU initiierten Fördergeld-Skandals zurücktreten. Beides scheint sich nun in der politischen Stimmung niederzuschlagen. Zum ersten Mal seit Dezember 2021 liegt die Union in einer Berlin-Umfrage unter 20 Prozent.

AfD würde sich verdoppeln

Größter Gewinner wäre aktuell die AfD der Landes- und Fraktionsvorsitzenden Kristin Brinker, die fast neun Prozentpunkte zulegt, sich damit verdoppeln würde und durchaus realistische Chancen hat, in der links-grün dominierten Hauptstadt stärkste Kraft zu werden. Dies käme dann tatsächlich einer Sensation gleich.

Die Linke würde deutlich zulegen, die Grünen bleiben so gut wie konstant. FDP und BSW mit jeweils drei Prozent würden den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen.

Berliner Wahlergebnis würde zwei Rekorde brechen

Es gibt kein anderes Bundesland in Deutschland, in dem jemals ein Ergebnis von unter 20 Prozent gereicht hat, um stärkste Kraft zu werden. In der Hauptstadt scheint dies nun erstmals möglich. Und noch nirgendwo lagen vier Parteien praktisch gleich auf. Die Berliner Wähler könnten in beiden Fällen ein Novum schaffen.

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Am wahrscheinlichsten erscheint derzeit ein rot-grün-roter Senat – entweder unter Führung der Linken oder der Grünen. Zusammen kommen die beiden Parteien mit der SPD genau auf 50 Prozent. (fh)

Fast gleichauf: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner mit seiner CDU und Kristin Brinker mit ihrer Berliner AfD. Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Frederic Kern
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